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Kaninchenbilder aus Weidehaltung und Freilandhaltung

 
   Degupedia-Forum » Tierhaltung artgerecht » Kaninchenbilder aus Weidehaltung und Freilandhaltung Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4615
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 01.10.2007 21:06    Titel: Kaninchenbilder aus Weidehaltung und Freilandhaltung Antworten mit Zitat

Im Chat kam irgendwo der Wunsch auf, endlich mal meine Kaninchen bewundern zu können ... gut, komm grad mit dem Programmieren nicht weiter, langweile mich und überhaupt ...

Die Weidehaltung sah so aus, daß ich einfach um ein Stück Wiese einen klapprigen Zaun gezogen habe und dort Meerschweinchen und Kaninchen ausgesetzt habe. Der Zaun war versetzbar, so konnte ich den Auslauf beliebig auf andere Wiesenstücke umsetzen, wenn ein Wiesenstück abgegrast war. Der Auslauf schwankte deshalb in der Größe von 40qm - 100qm.
Als Unterschlupf standen verschieden große Häuschen auf der Wiese und schräg gestellte Bretter als Sonnen- und Regenschutz. Die Häuschen waren mit Sägespänen, Stroh und Heu gefüllt. An regengeschützten Ecken lag noch mal extra Heu für die Meerschweinchen.

Im Winter:

Wie man sieht, der Auslauf ist vor nicht allzulanger Zeit ein wenig weitergeschoben worden - und schon teilten sich Kaninchen und Meeris auf. Während die Meeris sich auf der Grasfläche verteilten, bevorzugten die Kaninchen Gemüse. Dort, wo es nicht grün ist, sieht man übrigens sehr schön, was Meerschweinchen im Auslauf anrichten! Binnen weniger Tage bleibt nur blanke Erde und Köttel ...


Nun ja ... einige Gemüse können nur in gemeinschaftlicher Aktion von Kaninchen und Meerschweinchen besiegt werden ...


Männerreigen
Was man hier sieht, wird man eigentlich fast nur im Winter sehen können. Mr. Prißkowitz, Felix und Seppl waren unkastrierte Rammler, einzig Baby ist kastriert - trotzdem liegen die drei potenten Herren vertrauensvoll mit Kopf in die gleiche Richtung, während Baby als Außenseiter lieber den Kopf in die andere Richtung zeigen läßt ...
Im Sommer sieht man so nur noch Rammler zusammen, die gemeinsam ein Revier besetzen.
Ich möchte an der Stelle noch mal drauf hinweisen, das Halten von mehreren Rammlern in einem Auslauf funktioniert nur in Ausläufen von mind. 50qm und nur, wenn man regelmäßig morgens zwischen 2:00 und 4:00 die Rammler beobachtet! Rammler müssen bei den geringsten Kämpfen oder auch, wenn sie sich gegenseitig berammeln, getrennt werden. Die Kämpfe speziell im Spätfrühjahr oder im Sommer zur sexuell aktiven Zeit gehen sehr schnell in Beschädigungskämpfe über, die bei beengter Haltung in Ausläufen und auf der Weide meist tödlich enden!
Bei mir klappte diese Art der Haltung nur deshalb, weil die Zäune nur ein Meter hoch waren und sich so die rangniederen Rammler mit einem Sprung über den Zaun aus dem Revier der amtierenden Herren in Sicherheit bringen konnten. Trotzdem mußte ich in einem Jahr einen Rammler von der Gruppe trennen, weil er keinen Rammler und keinen Kastraten neben sich geduldet hatte.
Eine Wohnungshaltung von zwei oder mehr potenten Rammlern ist NICHT möglich, da die Klimareize fehlen und somit kein ausgeprägtes saisonales Verhalten mehr vorhanden ist, dazu kommt die Enge einer Wohnung, bei der unterlegene Tiere nicht wirklich ausweichen können. Wer Rammler in der Wohnung halten will, muß also kastrieren lassen.


Was man hier sieht, ist im Grunde genommen harter Überlebenskampf und hat nix mit Freundschaft zu tun. Ursprünglich saß nur die Häsin Wildi an der Möhre - die beiden Meerschweinchen Snoopy und Hau-ab wollten allerdings auch Möhre haben, näherten sich von hinten und klemmten Wildi regelrecht von der Möhre weg - normalerweise hat man die beiden Meeris nie so Tete a Tete gesehen ... das ist nur, um zu verhindern, daß Wildi nicht mehr an die Möhre kommt.
Wildi hat tatsächlich die Möhre Möhre sein gelassen und trollte sich nach einer Weile ...


Blacky beim nächtlichen Wachdienst.


Blacky hat mich leider bemerkt ...
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Mine
Nager-Erforscher


Anmeldungsdatum: 09.09.2007
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 01.10.2007 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne Fotos Murx, scheint eine zufriedene Truppe zu sein............
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8529
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 03.10.2007 01:47    Titel: Re: Kaninchenbilder aus Weidehaltung und Freilandhaltung Antworten mit Zitat

Hallo Murx,

die Fotos sind echt toll, bzw. dokumentieren sie sehr schön deine Haltung. Vor allem auch die Schneefotos gefallen mir gut, da man sowas sonst wirklich selten sieht.
_________________
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Es preciso conocer el nombre de las plantas para que podamos salutarlas y ellas nos saluden a nosotros. GOETHE

Manche Menschen sind Steine und manche sind Otter.
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4615
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 03.10.2007 17:21    Titel: Re: Kaninchenbilder aus Weidehaltung und Freilandhaltung Antworten mit Zitat

Danke fürs Lob Very Happy
Ob sich die Langohren und Krummbeiner wirklich wohlfühlen?
ka, die meckern jedenfalls permanent mit mir rum: zuwenig Platz, zuwenig Verstecke, zuviel Katze, zuwenig Futter ... und sollten sie endlich mal zufrieden sein, wollen sie nix mehr von mir wissen. *seufz*

Gut, das waren Bilder von der Weidehaltung im Winter, nun kommt also logischerweise das Frühjahr.
Frühjahr heißt für die Kaninchen, Reviere markieren und abstecken, Fortpflanzungsgemeinschaften bilden, Konkurrenz verjagen - es ist für Kaninchen und für mich eine sehr stressige Zeit, wo Kämpfe überwiegen und wo jeden Tag eigentlich mit gerechnet werden muß, daß die Gruppe eben doch getrennt werden muß. Gruppen mit Kastraten oder nur einem Rammler sind da weitaus einfacher ...
Für die Meerschweinchen bedeutet Frühjahr - endlich wieder frisches Gras! Bauch vollschlagen!
Allerdings wahrscheinlich nur deshalb, weil sie in gleichgeschlechtlichen Gruppen leben müssen, was eigentlich genau wie Kastration nicht im Sinne der Meerschweinchen ist. Wenn ich sie in gemischtschlechtlichen Gruppen wie Kaninchen halten wollte, müßte ich entweder die Nachzucht verkaufen oder essen ... und genau das will ich nicht. Also müssen meine Meerschweinchen sich damit abfinden, im aufgezwungenen Zölibat zu leben.


Ein typischer zweigeschlechtlicher Kaninchenhaufen, wie sie noch bis Ende Februar häufig zu beobachten sind - hier liegen übrigens unter den Kaninchen noch acht Meerschweinchen, gut versteckt vor Marder und Co und schön warm ... wozu hat schließlich Meerschweinchen seine Kaninchen?


Nur wenige Tage später markiert Goldfleck die außerhalb des Bildes sitzende Mirage ... tut mir leid, bisher ist mir noch kein besseres Bild des Markierungskrieges gelungen, dazu läuft sowas einfach viel zu schnell ab. Da Kämpfe erstens morgens vor Sonnenaufgang ablaufen und zudem auch noch immer die Gefahr besteht, daß aufgrund des beengten Platzes auf der Weide eingegriffen werden muß, hab ich bisher nicht mal probiert, auch die Frühjahrskämpfe aufzunehmen, so beeindruckend sie auch sein mögen.
Goldfleck hatte sich bei den Häsinnen im Jahr diese Aufnahme die absolute Vormachtstellung hart erkämpft. Man sieht ihr die vorausgegangenen Kämpfe jedoch kaum an, aufgrund von genügend Platz konnten die Kaninchen den Tritten und Bissen ihrer Gegnerinnen gut ausweichen, so daß bestenfalls noch Fell flog. In der Wohnung und in Buchten oder engen Volieren gibt es dagegen oft ernste Verletzungen bei Rangordnungskämpfen, weil einfach immer irgendwo ein Hindernis im Weg ist. Kaninchen brauchen bei den Frühjahrskämpfen nach allen Seiten meterweise Platz.
Hierbei hat sich als nachteilig erwiesen, daß die Häsinnen im Grunde genommen nicht selbst wählen können, wo sie mit welchen Häsinnen zusammen ein Revier gründen wollen - die Kämpfe unter den Häsinnen sind deshalb bei mir sehr viel heftiger ausgefallen wie bei Wildkaninchen.


Goldfleck ist schwanger und baut eine Wurfhöhle. Seppl ist eigentlich ein Kaninchen, welches schon längst von den amtierenden Rammlern vertrieben worden wär - die amtierenden Herren haben ihn gelassen, er bedeutete offenbar aufgrund seiner etwas ... ähm ... eingeschränkten Intelligenz keine Gefahr.
Seppl hatte die Gelegenheit genutzt und Goldfleck nicht mehr allein gelassen - tja, bis Goldfleck ca. 5 Tage vor der Geburt war, da wurde Seppl von Malte und Felix, den amtierenden Rammlern, verjagt. Bis Goldfleck wieder gedeckt war, hatte er keine Chance mehr, auch nur zwei Meter an Goldfleck ranzukommen und hatte aufgrund dessen die sterilisierte Blacky auf Schritt und Tritt verfolgt ...
Malte und Felix hatten in der Zeit zusammengehalten wie Pech und Schwefel, die Kaninchendamen innerhalb ihres Revieres wurden aufgeteilt. Malte kümmerte sich nur um Goldfleck und Wildi, Felix nur um Mirage und Blacky ... verteidigt hatten beide Rammler gemeinsam, sie schliefen auch gemeinsam und getrennt von den Häsinnen. Boche als eigentlich stärkster Rammler hatte gegen die Beiden keine Chancen und hielt sich abseits.
Blacky wäre, wenn sie korrekt kastriert worden wäre, außen vor gewesen - so aber zeigte sie den natürlichen Rhytmus einer Häsin ... da sie jedoch keine Jungen bekommen konnte, kam es immer mehr zu Hormonproblemen, Scheinschwangerschaften etc., für sie als Schnupfenkaninchen eine Irrsinnsbelastung. Ich werde deshalb in Zukunft Häsinnen nie wieder sterilisieren lassen, sondern wenn, dann kastrieren lassen.


Goldfleck baut sich in der 2. Schwangerschaftswoche ihre Wurfhöhle ...


... 20min später sieht die Umgebung vom Wurfhöhleneingang aus wie eine Kraterlandschaft und Goldfleck ist fast vollständig im Bau verschwunden.
Die Wurfhöhle wird im Rohbau immer in der 2. Woche schon angelegt, danach jedoch so gut verschlossen, daß niemand sie mehr entdecken kann. Damit die Häsin selbst ihre Wurfhöhle wiederfindet, markiert sie den Eingang. Wie sie den Eingang markieren muß, damit sie ihre Wurfhöhle wiederfindet, muß erst erlernt werden - Goldfleck hat ihren ersten Wurf unter natürlichen Bedingungen aus diesem Grunde im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt - sie fand den Eingang nicht mehr wieder. Bevor sie ihre erste Geburt unter natürlichen Bedingungen hatte, hatte sie vier Wurfhöhlen angelegt ...
Scheint aber normal zu sein, findet sich bei Junghäsinnen bei Wildkaninchen auch. Erst der zweite Wurf klappt reibungslos.
Dies war ihr zweiter Wurf unter natürlichen Bedingungen, da lief alles reibungslos ab - acht Junge wurden geboren. Leider war das auch das Jahr der Yersiniose - Goldflecks Wurf war gerade zwei Wochen alt, sie selbst war wieder schwanger und erkrankte ... ich selbst wollte sie entlasten, hatte vier Junge von Hand aufgezogen - diese starben alle vier. Die Jungen, die Goldfleck verblieben waren, zog sie trotz Krankheit auf.
Ich selbst zog die Konsequenzen und versuchte, Männlein und Weiblein zu trennen - die Rammler blieben ja auch schön brav in ihrem Teil des Auslaufs, nicht so die Häsinnen! Die hüpften munter über den Zaun oder buddelten sich zu den Rammlern durch, um sich wieder decken zu lassen ...
Ich sperrte die Häsinnen in einen notdürftig zusammengezimmerten Stall. Die Jungen starben fast alle.
Der Fehler? - Ich hatte nach vierwöchiger Quarantäne zwei neue Kaninchen mit auf die Weide gelassen, einer von beiden hatte Yersionose, die durch den Kennenlernstreß auf der Weide ausbrach ... er hat die Weide gerade mal drei Tage lang überlebt, das andere Kaninchen starb zwei Tage später. Seppl, der noch keine vier Monate dabei war, erkrankte nach vier Wochen und starb. Die andern Kaninchen ausgewachsenen Kaninchen waren lange genug bei mir, um robust genug zu sein, die Yersiniose zu überleben, trotz der Belastung mit den Jungen.
Die Jungen starben, wenn sie abgesetzt wurden - solange sie Muttermilch bekamen, waren sie durch die in der Muttermilch vorhanden natürlichen AB geschützt, sobald es darum ging, daß sie ihre Darmgesellschaft aufbauten, nahmen sie auch Yersiniosebakterien auf und erkrankten. AB half nicht, joghurtgefütterte Kaninchenjungen überlebten.
Es ist einfach nicht möglich, eine Weide zu desinfizieren!

Ich brauch ne Pause ... es ist einfach in den letzten Jahren zuviel schief gelaufen und die Erinnerungen kommen wieder hoch, wenn ich die Bilder sehe, sry.
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kichwa
Lästermaul


Anmeldungsdatum: 22.03.2007
Beiträge: 222
Wohnort: Dresden - Freiberg

BeitragVerfasst am: 03.10.2007 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.verschiedenesachen.de/bilder/tiere/saeugetiere/kaninchen/ninchengruppe11.jpg

Der Vordere. Ist das Seppl? Der gefällt mir gut. Gibts denn noch, oder war das eines der Opfer im alten Heim...?
_________________
Viele Grüße,

Christina
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4615
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 03.10.2007 21:47    Titel: Re: Kaninchenbilder aus Weidehaltung und Freilandhaltung Antworten mit Zitat

Richtig, der Vordere ist Seppl ... er starb als dritter an der Yersiniose.
Er war ein wenig dämlich - aber total lieb.
_________________
Marx ist die Theorie
Murx ist die Praxis!

Ich habe es endlich amtlich (Mitgliedsausweis der Piratenpartei):
"Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten in Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Behinderung dieser Rechte wird geahndet durch die Piratenpartei Deutschland"
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