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Verpackungsfreier Supermarkt

 
   Degupedia-Forum » Kultur: Mensch, Tier, Natur » Verpackungsfreier Supermarkt Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
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BeitragVerfasst am: 09.06.2014 17:43    Titel: Verpackungsfreier Supermarkt Antworten mit Zitat

"Im Tante-Emma-Laden ging das früher auch"

Es war ein Zeitungsbeitrag, der mich darauf brachte. Zuerst schenkte ich ihm wenig Beachtung, der Titel mit dem Tante-Emma-Laden machte den Anschein als wäre es ein Lückenfüller. Doch nun schaute ich doch etwas genauer nach und recherchierte und siehe da, die Sache klingt interessant.

Anlass für den Beitrag ist die Eröffnung des ersten verpackungsfreien Supermarkts in Berlin, der sich "Original Unverpackt" nennt:
http://original-unverpackt.de/


Das Konzept
Das Konzept ist recht einfach, es gibt einen cleveren Offenverkauf, bei dem man seine eigenen Vorratsdosen, Stoff- oder Nylonsäcke usw. mitbringt oder solche im Supermarkt ausleiht. Eine clevere Innovation sind sogenannte "Rieselboxen", die ähnlich wie ein Zapfhahn funktionieren. Unten ist eine Öffnung mit Verschluss, man hält die Dose oder den Sack darunter und lässt die gewünschte Menge raus.

Oder etwas ausführlicher erklärt, hier die Worte in der Süddeutschen Zeitung zum Prinzip hinter dem verpackungsfreien einkaufen:
Zitat:

Sara und Milena stellen sich ihren Supermarkt so vor: Die Kunden bringen Gläser, Mehrwegflaschen, Dosen oder waschbare Nylonsäckchen mit, oder kaufen beziehungsweise leihen diese in ihrem Geschäft. Die Behälter werden vor dem Einkauf ohne Inhalt gewogen, wie beim Erdbeerenpflücken. Und dann füllen die Kunden ihre Döschen mit allem auf, was sie so brauchen. Nudeln, Reis, getrocknete Erbsen und Bohnen oder Linsen könnten aus "Gravity Bins" (siehe Skizze in der Bildergalerie) rieseln. Milch und Öl könnten wie in einer Saftbar ausgeschenkt werden. Und Sachen, die man nicht ohne Einzelverpackung verkaufen darf, wie Fleisch? "Das würden wir dann umweltschonend verpacken, zum Beispiel in Bienenwachspapier", sagt Sara.

Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/581438/2/Ausgepackt


Neu ist die Idee des verpackungsfreien Supermarkts freilich nicht, eben früher gabs das schon bei den Tante-Emma-Läden. Und die Zeitung macht auch darauf aufmerksam, dass es einen solchen Laden schon in Wien und Kiel gäbe...

Ursprünge
Der bereits erwähnte Beitrag von der Süddeutschen Zeitschrift brachte noch weitere Hintergründe zu diesem ungewöhnlichen Supermarkt. Die Idee zum Laden kamen den Gründerinnen Milena Glimbovski und Sara Wolf als sie an einem Abend zusammen kochten und den Einkauf aus all den Tüten und Dosen entpackten. Tatsächlich gibt es ausserhalb des deutschsprachigen Raums solche Läden schon länger. 2007 eröffnete in London "Unpacked" von der Londonerin Catherine Conway. Doch er schloss bereits anfangs 2014 wieder, offenbar war die Kundschaft noch nicht bereit für dieses neue Einkaufserlebnis. Etwas jünger ist in.gredients in Austin/Texas. 2012 haben die Brüder Christian, Joseph und Patrick Lane den Laden eröffnet und sie verkaufen dort regionale Produkte ohne Verpackung.

Unverpackt im Trend
Wie bereits erwähnt sind verpackungsfreie Supermärkte und Bioläden auch in anderen Städten am Entstehen. Nach einer kurzen Suche konnte ich folgende weitere Läden finden:

In Wien gibt es seit Februar 2014 Lunzers Maß-Greißerei von Andrea Lunzer. Vom Design und Konzept her erinnert sie stark an die Bilder, welche Original Unverpackt publiziert hat. Das erstaunt nicht, da die Inhaberin zuvor als Marketingmanagerin für viele Jahre Unternehmen beriet und daher offensichtlich weiss, wie man auch dem Auge was bieten kann. Allerdings der Webauftritt hinkt da etwas hinterher, was offenbar der Facebook-Auftritt problemlos wettzumachen vermag. Und auch was die Aufmerksamkeit in den Medien angeht, hat "Original Unverpackt" offenbar mehr Interesse geweckt. Dennoch oder vielleicht auch wegen "Original Unverpackt" wird bei der Berichterstattung oftmals auch die wiener Greisslerei erwähnt und gewinnt dadurch auch an zusätzlicher Medienpräsenz.

In Kiel betreibt die Französin Marie Delaperrière seit Anfang Februar 2014 ihren verpackungsfreien Laden, den sie sinnigerweise schlicht "unverpackt" nennt. Vom Stil her kommt er eher ein bisschen altmodischer daher und gleicht etwas einem Kolonialwarenladen. Das Gemäuer des Ladens hat einen rustikalen Stil mit eleganten steinernen Türbögen und dunkelbraunen, antik anmutenden Holzregale für die Vorratsdosen und im gleichen Farbton Auflageflächen für die Kisten, in denen Gemüse und Co. angeboten werden. Die Idee kam ihr durch einen Artikel von einer Familie in den USA, die es schaffte drei Jahre zu leben ohne Müll zu produzieren. Im Angebot ihres Ladens bietet sie Haltbare Lebensmittel, Süssigkeiten und Hygieneprodukte (z.B. Waschpulver), welche in grossen Spendern angeboten werden. Als nächsten Schritt will sie leicht verderbliche Produkte (Molkerei, Fisch, Fleisch) ins Angebot aufnehmen.

In Bonn gibt es seit dem 24. Mai Freikost Deinert, laut Eigenangaben den ersten Bioladen ohne Verpackung. Eröffnet hat ihn die Geografin Hilke Deinert zusammen mit ihrem Mann Tim. Den ersten verpackunsfreien Laden entdeckte sie in Australien bei „Friends of the Earth“, welcher sie faszinierte und dazu anregte, auszuprobieren, wie verpackungsfrei man einkaufen kann und endete schliesslich in der Idee des verpackungsfreien Ladens, der nicht zuletzt auch in ihrem Umfeld auf Zustimmung und Begeisterung stiess, wie sie in einem Interview erklärte. Dort erwähnt sie noch einen weiteren interessanten Aspekt, welcher der Verkauf von unverpackten Lebensmittel mit sich bringt: "Wir möchten den Fokus aber auch wieder mehr auf das Produkt selber lenken. Verpackungsfreie Nahrungsmittel sind frei von Werbung, sie können nur durch ihre Qualität überzeugen. So kann man die Lebensmittel und ihre vielfältigen Farben, Gerüchen und Geräuschen wieder mit allen Sinnen wahrnehmen und wieder bewusster und ganz nach Bedarf einkaufen." Das ganze Konzept des Freikost-Ladens profitiert einerseits von den guten Kontakten der Deinerts zu regionalen und internationalen (z.B. beim Kaffee) Produzenten und andererseits unterscheiden sie sich von anderen Läden durch das Solidarprinzip, bei dem Mitglieder einen Beitrag bezahlen, mit dem die monatlichen Fixkosten des Ladens gedeckt werden, während sie dafür zu günstigeren Preisen einkaufen können. Es gibt also zwei Preise, einen günstigeren für Mitglieder und einen teureren für Nicht-Mitglieder.

Vermutlich gibt es noch weitere solche Läden, im deutschsprachigen Raum wahrscheinlich (noch) nicht so viele, aber wie jetzt auch das Beispiel "Friends of the Earth" zeigt, dürfte das international wahrscheinlich noch verbreiteter sein.

Übrigens auffällig ist, dass alle der hier erwähnten Läden noch sehr neu sind, Ende Letztes Jahr gab es noch keinen von ihnen, ausser vielleicht in Plänen. Auch viele bieten der Kundschaft mehr als nur ein gutes Gewissen beim Einkaufen oder befreien sie von der Last, mit jedem Einkauf tonnenweise Verpackung mitzunehmen, von der sie das Meiste zuhause gleich wieder wegschmeissen. Viele bieten auch die Möglichkeit eines Treffpunkts mit Kaffee, teilweise kommen weitere interessante Ideen wie Veranstaltungen oder Vorträge dazu oder eine Mitgliederbeteiligung zur Kundenbindung und nachhaltigeren Unterstützung des Ladens und von Seiten des Ladens Preisvorteile beim Einkauf für zahlende Mitglieder. Ein wesentlicher Punkt bei all diesen Projekten scheint zu sein, dass sie nicht nur mit dem verpackungsfreien Einkaufen ein innovatives Konzept bieten, sondern dieses über weitere Bereiche hinausentwickeln und vor allem auch die lokale Kundschaft und Lieferanten miteinbeziehen. Die sozialen Medien tragen offenbar zudem ihren Beitrag bei, dass sich das schnell rumspricht und der Austausch zwischen Kunden und der einzelnen Ladenbetreiber besser funktioniert.

Literatur und Beiträge:

Bonn im Wandel: "Die Welt ein bisschen ändern - 1. Bonner verpackungsfreier Laden geht an den Start"
http://www.bonn-im-wandel.de/2014/05/die-welt-selbst-ein-bisschen-aendern-1-bonner-verpackungsfreier-laden-geht-an-den-start/

Stern.de: "Supermarkt schafft Verpackungen ab"
http://www.stern.de/wirtschaft/news/original-unverpackt-supermarkt-schafft-verpackungen-ab-2109523.html

...und "Verpackungsfreie Supermärkte in ganz Deutschland"
http://www.stern.de/wirtschaft/news/unverpackt-gruenderin-verpackungsfreie-supermaerkte-in-ganz-deutschland-2110202.html

Berliner Zeitung: "Kreuzberg: Ein Supermarkt ganz ohne Verpackungen"
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kreuzberg-ein-supermarkt-ganz-ohne-verpackungen,10809148,27117958.html

Fernsehbeitrag zum "Unverpackt" Laden von Marie Delaperrière in Kiel:
http://www.sat1regional.de/aktuell/article/verpackungsfreier-supermarkt-in-kiel-138142.html

Verpackungsfreie Greisslerei in Wien (mit Fotos)
http://www.a-list.at/wien/essen-trinken/l/wien-leopoldstadt-andrea-lunzer-greisslerei.html

PS: ich habe mich vor einiger Zeit auch schon selbst mit dem Thema beschäftigt, nach einem Einkauf hatte ich viele Verpackungen, welche ich dann zum Vergleich mal fotografierte, was da letztlich an Gemüse & Co. übrig blieb und wie viel Verpackung da anfiel. Ich glaube das Foto habe ich nicht mehr, aber es regte mich zum Denken an. Auf den Einkauf hatte es leider keinen grossen Einfluss (hier ist es schwierig verpackungsarm oder gar verpackungsfrei einzukaufen), aber bei der Lagerung spielen weiss bemalte, kleine Holzharrassen und Vorratsdosen eine wichtige Rolle.
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8544
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BeitragVerfasst am: 24.01.2015 16:39    Titel: Re: Verpackungsfreier Supermarkt Antworten mit Zitat

Seit einiger Zeit hat jetzt auch die Schweiz einen verpackungsfreien Laden:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Einkaufen-wie-bei-Tante-Emma-/story/25433777

Der Bachsermärt in der Kalkbreite, dort wo auch die Genossenschaft Kalkbreite sich befindet (über die würde es sich eigentlich auch lohnen mal zu berichten):
http://www.bachsermaert.ch/portfolio/kalkbreite/

Damit kommt der Bachser Märt Plänen von Original Unverpackt zuvor, den ersten Laden für unverpackte Waren in der Schweiz zu eröffnen. Es dürfte aber eine Frage der Zeit sein, bis der Supermarkt sich auch bei uns ansiedelt. Als Standorte kämen unter anderem Basel und Zürich in Frage.

Interessant ist auch was Original Unverpackt wieder veröffentlicht hat, und zwar zum Thema Design:
http://www.sehenundernten.org/aktuelles/ein-neues-erscheinungsbild-fuer-original-unverpackt/
Ich muss an dieser Stelle jedoch anmerken, das ursprüngliche moderne Ladendesign gefiel mir besser als das jetztige. Auch die puristische Typografie ist mir schon wieder zu clean. Dagegen finde ich die Preisschilder und die Idee mit dem farbigen Papier genial.
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DaLo
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 212

BeitragVerfasst am: 24.01.2015 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich sehe das Ganze aus folgenden Gründen kritisch:
1. Wo hört die Haftung des Lebensmittelherstellers auf? Sobald die Lebensmittel frei zugänglich sind, kann eigentlich keiner mehr seine Hand für eine Unversehrtheit ins Feuer legen. Was, wenn die Milch schneller verdirbt, als sie es eigentlich tun sollte? Liegt das an meiner nicht gut gereinigten Verpackung? An der Zapfanlage im Supermarkt? Oder doch schon am Hersteller?
2. Sobald die Menschen frei in etwas wühlen können, tun sie das ohne jede Scham und Scheu. Zumindest die Deutschen, die ja sowieso keinen sehr guten oder wertschätzenden Bezug zu Lebensmitteln haben. Ich persönlich meide jegliche Selbstbedienungsangebote, weil ich (beruflich bedingt) weiß, was da alles passiert bzw. wer da wie drin rumkrabbelt, rumprobiert, rumriecht *schüttel*.

Reine Trockenware, wie Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte sehe ich als relativ unproblematisch an, aber jede Ware, die in irgendeiner Form etwas leichter verderblich ist oder wo jeder gerne durch Drück- und Riechtests herausbekommen möchte, was er da kauft, sehe ich als außerordentlich problematisch bei dieser Angebotsform.

Gruß, Dagmar
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Murx Pickwick
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4645
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 24.01.2015 21:01    Titel: Re: Verpackungsfreier Supermarkt Antworten mit Zitat

Ich seh das von der lebensmittelanalytischen Seite her ... und hier wiederum kann nachgewiesen werden, daß auf und in verpacktem Obst und Gemüse deutlich mehr Schimmelpilze wachsen und ihre Gifte verteilen, wie auf asiatischen Märkten das freiverfkäufliche Zeugs, was deutlich mehr betatscht und durch den Dreck gerollt wird, wie es in Deutschland auf den Krabbelmärkten der Fall ist.
Das, was über die Krabbelei, Drückerei und Riecherei übertragen wird, ist deutlich weitaus weniger gefährlich, wie das, was unter der Plastikfolie ungestört vor sich hinwachsen kann - zudem Zweiteres auch noch fast immer multiresistent ist und diese Eigenschaft auch noch weitergibt!

Es war mal üblich und ist in vielen Ländern immer noch üblich, Schlachtkörper offen so aufzuhängen, daß sie jeder anfassen und begutachten kann, daß sie ohne Kühlung in der Sonne hängen etc - nun, man riecht einfach, wenn das Fleisch aufgrund dieser Art Lagerung nix mehr ist, das gibt dann nen richtig fiesen Hautgout ... ganz anders gekühltes Gammelfleisch, das entwickelt diesen Warngeruch nicht, wenn sich da Chlostridium botulinum und Co drauf breitmachen ... mal ganz davon abgesehen haben die gegenüber den frei mit Händen übertragenen Bakterienkulturen nicht viel Chancen.

Wie man es immer nimmt - das Eingepackte gammelt schneller, ist deutlich gefährlicher von dem, was sich drauf ansiedeln kann und warnt deutlich weniger, wenn es nicht mehr ok ist ...

Mal ganz davon abgesehen, ich ernähre mich im Sommer zu großen Teilen von Wiese und Wegrand - direkt gepflückt, ab in den Mund. Das ist auch nicht abgepackt - und ich hab im Sommer deutlich weniger Verdauungsprobleme wie im Winter, wo ich zwangsweise auf abgepackte Ware zurückgreifen muß. Wenn ich da drüber nachdenken würde, welche Schnecken, Vögel und Co dort ihre Hinterlassenschaften gelassen haben ... ist halt Natur.
Wenn ich Äpfel im Herbst vom Baum esse, hab ich ja auch bisweilen nen Wurm als Fleischbeilage bei - wird mitgegessen, samt Spucke und Darminhalt ... ist halt Natur.

Was aber unter der Plastikfolie wächst, das hat mit dieser Art Natur nix mehr zu tun ... daran hat sich noch kein Mensch angepaßt, da es diese Organismenzusammensetzungen erst seit Anfang der Industrialisierung gibt, halt, seitdem Nahrungsmittel eingepackt werden.
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Marx ist die Theorie
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Ich habe es endlich amtlich (Mitgliedsausweis der Piratenpartei):
"Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten in Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Behinderung dieser Rechte wird geahndet durch die Piratenpartei Deutschland"
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DaLo
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BeitragVerfasst am: 24.01.2015 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja.. wenn jemand vorher genüsslich in der Nase gepopelt hat und dann das Brötchen bezüglich Rösche oder Weichheit überprüft und dann liegen lässt... *würg* Ich habe darauf wirklich gar keine Lust.
Nachdem aber auf einer trockenen Brot-/Brötchenoberfläche nahezu keine Keime wachsen, geht es in diesem Fall nicht um Gesundheitsgefahr, sondern schlicht um Ekel. Wie sowieso in den meisten Fällen.

Dass Obst oder Fleisch abgepackt wird, kann auch ich in keiner Weise verstehen. Das gehört in Bedienung und nicht in Selbstbedienung.
Der Grund für dieses unsägliche Abgepacke von Obst und Gemüse ist ja aber auch wieder dieses Rumgefingere der Leute. Da werden einzelne Weintrauben zusammengeklaubt, jede Tomate, jeder Pfirsich einzeln abgetastet, die Erdbeeren munter rumsortiert usw.
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davX
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BeitragVerfasst am: 29.01.2015 19:19    Titel: Re: Verpackungsfreier Supermarkt Antworten mit Zitat

Noch ein Beitrag zum Thema:

"Supermarkt-Revolution kommt nach Zürich" 20 Minuten vom Di. 6. Jan 2015, S. 7

Der Beitrag ist nicht sehr gehaltvoll, zugegeben. Es heisst, dass Original Unverpackt, der Supermarkt ohne Verpackung, der weltweit Schlagzeilen machte, nach Zürich kommen wolle. Zitat:

"Die Schweizerin Sara Wolf ist Mitgründering des Konzept - und das ist erfolgreich, wie sie der Aargauer Zeitung sagt: Wir haben den Nerv getroffen, die Leute rennen uns die Bude ein." und darum wollen sie nun auch in die Schweiz expandieren, konkret sei eine Filialie in Zürich und eine in Basel geplant, sie würden mit Franchise-Nehmern in Verhandlung stehen und wollen 2016 eröffnen.

Dass es mittlerweile aber genau in Zürich einen verpackungsfreien Laden gibt, erwähnt der Beitrag mit keiner einzigen Zeile. Dafür dürfen dann die Kritiker auch nicht zu kurz kommen:

Zitat:

Detailhandelsexperte Gotthard F. Wangler gibt dem Konzept keine Chancen in der Schweiz: "So etwas durchzusetzen, ist eine grosse Illusion, und nur ein minimaler Anteil der Bevölkerung wird sich dafür interessieren." Zudem könne er sich vorstellen, dass auch die Hygieneregeln in der Schweiz problematisch sein könnten.


Nunja, in Berlin ist das Interesse gross und auch in der Schweiz gibt es ein grosses Potenzial, denn es ist bei uns in der letzten Zeit zu einer Polarisierung gekommen. Ein Teil der Bevölkerung legt mehr Wert auf billige Nahrung beim Harddiscounter, der andere Teil dagegen setzt bewusst auf qualitative Nahrung, Bio, Nachhaltig, Fairtrade, Premium, Regional usw. und genau dieser letztere Teil könnte durchaus Interesse auch an verpackungsfreier Nahrung haben.
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Murx Pickwick
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BeitragVerfasst am: 30.01.2015 00:19    Titel: Re: Verpackungsfreier Supermarkt Antworten mit Zitat

Wenn es schon einen verpackungsfreien Laden in Zürich gibt, dann sollte es dort doch auch Erfahrungen zur Gunst des Kunden geben ... also braucht da gar nicht erst spekuliert zu werden, sondern nur beobachtet zu werden.
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BeitragVerfasst am: 30.01.2015 14:08    Titel: Re: Verpackungsfreier Supermarkt Antworten mit Zitat

Der verpackungsfreie Laden hat erst anfangs dieses Jahrs eröffnet. Erfahrungen gibt es allgemein im deutschsprachigen Raum also offenbar noch nicht so viele. Dagegen ist das Konzept im englischsprachigen Raum schon länger etabliert...
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