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Schnecken und Wildpflanzenkultur

 
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8548
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BeitragVerfasst am: 21.07.2020 13:47    Titel: Schnecken und Wildpflanzenkultur Antworten mit Zitat

Huhu,

das hier ist keine leichte Kost, ein Video auf Französisch und bedarf daher schon ziemlich guten Sprachkenntnissen, um ihm zu folgen, plus etwas Wortschatz im Bereich der Fachbegriffe aus dem Bereich Garten und Natur.

Als kleine Hilfe Limace sind die Nacktschnecken, hat also mit lime (Kalk) oder Limette/Zitrone nichts zu tun (wobei diese unter dem Begriff der Agrumes auch vorkommen).

Hier das Video, interessant sind insbesondere etwa die ersten 20 Minuten, wo es um die Bewirtschaftung des Bodens geht mit einem Fukuoka ähnlichen Konzept, das etwas an nichtstun, nicht eingreifen zu tun hat, dass man die Arbeit minimiert, die man einsetzt und gezielt dort einsetzt, wo sie hilft. Und eben wie man mit den Nacktschnecken umgeht, das wird auch gezeigt.
https://www.youtube.com/watch?v=GGMgT_aTE-I

Kommen wir also zu den Take aways:

- "Spontankultur" Es geht um das Arbeiten mit den vorhandenen Wildpflanzen ("Unkräuter"/"Beikräuter"). Die Idee ist, dass die Wildkräuterschicht etwas gehackt wird, damit die Pflanzen, die man anbauen möchte, besser wachsen können. Die Wurzeln werden nicht zerstört, bleiben im Boden und tun dort Gutes.

- Am anfang hatte Bernard, der Besitzers des Naturgartens Unmengen an Brennesseln mit Wurzeln, an Ackerminzen etc. ausjätet und vor Ort kompostiert, was körperlich sehr schweisstreibende Arbeit war (ich führe einen ähnlichen Kampf bei meinem Garten und überlege mir oft auch, wie gehe ich um mit den Wildpflanzen, welche Einstellung habe ich zu ihnen). Er fand dann zu seiner Methode, dass er nur noch mit einer Hacke den Boden leicht bearbeitet, soviel wie gerade nötig ist.

- Der leidige Umgang mit den Schnecken, ja was macht man da? Sie sind echt eine Plage und je mehr man ihnen Beachtung schenkt, desto schwerer machen sie einem das Leben. Das heisst, es ist also auch eine Sache der Einstellung und natürlich wünscht Mensch sich eine leichte Lösung, weshalb Schneckenkörner und Möglichkeiten der brutalen Zerstörung oft naheliegend zu sein scheinen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die Schnecken nun mal dazu gehören und man einen Weg findet, um sich mit ihnen zu arrangieren. Gesunde, starke Pflanzen, die am richtigen Ort wachsen, denen können die Schnecken wenig anhaben. Man schaut, dass die Schnecken auch was zu fressen haben, man sammelt sie vielleicht zwischendurch auch ab, aber letztlich müssen die Pflanzen selbst mit den Schnecken zurechtkommen.

- Die Arbeit mit der vorhandenen Pflanzengesellschaft schafft stabilere und robustere Systeme. Wenig Pflege ist nötig, ein paar Monate Pause verträgt das System, Dürreperioden im Sommer können den Pflanzen nicht so viel anhaben wie auf dem Feld oder den unbewässerten Gärten. Und die Vegetation schützt z.B. auch so steile Hänge vor der sonst so häufigen und schädlichen Erosion.

Kurz gesagt: diese Art des Gärtnerns erfordert ein Umdenken, dass man seinen eigenen Blickwinkel ändert. Die Natur steht im Zentrum und ihre Bedürfnisse, nicht jene des Menschen. Wenn eine Pflanze an Ort XY nicht wächst, wenn Pflanzen von den Schnecken zerstört werden, dann ist nicht die Natur böse, sondern dann sollte vielleicht der Mensch überdenken, ob seine Idee, sein Konzept vielleicht nicht funktioniert und etwas anderes ausprobieren, wobei durch Beobachtung und Verständnis der Natur, aber auch durch viel ausprobieren er zu besseren Lösungen kommen kann.
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