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Äste Feuchtterrarien (Zit. Terr.)

 
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8530
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 06.06.2010 00:07    Titel: Äste Feuchtterrarien (Zit. Terr.) Antworten mit Zitat

Huhu,

da ich immer wieder auf interessante, meist eher beiläufig gemachte Äusserungen in diversen Artikeln stosse, hier wieder einmal ein solches Beispiel. Im rahmen eines Beitrags über Baumpythons kam u.a. auch das Thema Äste im Einsatz der Terraristik zur Sprache und welche Arten sich hier nun eignen...

Zitat:

Als Ruheäste haben sich verschiedenste Materialien bewährt. Von harzenden Nadelhölzern sei abgeraten. Sie sind wenig resistent gegen Feuchtigkeit und neigen schnell zu Schimmelbildung. Das gleiche Problem hatte ich auch mit Bambusstäben. Selbst wenn die Rohre äusserlich noch gut erscheinen, bildet sich meist Schimmel an der Innenseite. Obsthölzer finden bedingt dihren Einsatz. Von Kirschholz ist aufgrund der Harzbildung abzusehen. Harthölzer wie Eiche und Buche sind gut zu gebrauchen. In meiner Anlage wurden mit Zweigen der Robinie (Robinia pseudoacacia) über längere Zeit gute Ergebnisse erzielt. Sie sind in Feuchtterrarien fast unverwüstlich.

Quelle: S. 18, in: Kroneis, M. (2010): Der Grüne Baumpython. Terrarienanlage und Technik. Terraria 23: 14-28.

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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4615
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 06.06.2010 08:30    Titel: Re: Äste Feuchtterrarien (Zit. Terr.) Antworten mit Zitat

Die Schimmelbildung bei Nadelbäumen hat allerdings nichts mit dem Harz zu tun, sondern zufälligerweise wurden dort die typischen Weichholzbäume eingesetzt, also Kiefer und Co ...
Kirschholz harzt nicht mehr, wie Eiche oder Buche, eher weniger sogar, aber es ist auch wiederum ein Weichholz, Eiche und Buche ein Hartholz.

Ansonsten finde ich die Beobachtung mit Bambus interessant ...
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8530
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 06.06.2010 15:48    Titel: Re: Äste Feuchtterrarien (Zit. Terr.) Antworten mit Zitat

Öhm ja, dass der Harz Schimmel begünstige steht allerdings nirgendwo, lediglich dass Nadelbäume harzen, was zumindest für die bekanntesten Arten (Fichte, Tanne, Kiefer) nicht ganz unberechtigt sein dürfte Wink.

Dann zum harzenden Kirschholz. Ich bin nicht der Experte, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass Kirschholz öfters harzt, wenn zum Beispiel die Rinde verletzt wird, dann tropft das Harz raus, wird aber sehr hart und klebt eigentlich nicht. Dagegen ist es mir neu, dass Eiche harzen soll. Das habe ich noch nie gesehen. Auch bei der Buche habe ich sowas noch nie beobachten können und ich gehe nicht mit verschlossenen Augen durch die Welt. Also ganz von der Hand zu weisen ist zumindest für mich die Argumentation des Autors nicht, wobei ich nicht die Auffassung teile, dass das Harz des Kirschholz nun problematisch wäre. Andererseits bin ich auch kein Reptilien-/Schlangenhalter und bin sicher zu wenig kompetent zu beurteilen, inwiefern das bei Reptilien von Bedeutung ist.
Mir geht es aber ehrlich gesagt auch nicht darum, sondern ich fand die Passage interessant und habe die hier eingestellt, da ich denke, sie könnte vielleicht noch nützlich sein und dass vielleicht hier noch etwas zum Thema zusammenkommt.

Was den Bambus angeht, das fand ich tatsächlich auch interessant, denn ich spielte auch schon mit dem Gedanken Bambusrohre zu verwenden für die Aussenhaltung. In diesem Zusammenhang wäre es natürlich eine Überlegung wert, ob die Bambusrohre, wenn sie denn verwendet würden, innen behandelt werden könnten, dass sie nicht so schnell schimmeln. Vielleicht ist die normale Witterung da aber auch einfach weniger problematisch.

Was ich aber noch spannend fand, die Erwähnung der Robinie als robustes Holz. Die wächst hier sehr invasiv und wäre leicht zu beschaffen. Für die Nagerhaltung wäre mir die aber trotzdem zu heikel... einfach von meinem Bauchgefühl. Wildkaninchen fressen das Zeug ja - also zumindest für einige Tiere ist sie nicht so giftig, aber misstrauen tu ich ihr ehrlich dennoch. In der Terraristik dagegen hätte ich weniger Bedenken. Die brauchen auch ihr Lebendfutter und sind meist keine Pflanzenköstler. Aber diese Überlegung ist vielleicht auch wieder irreführend, weil Pflanzenfresser meist besser mit problematischen Substanzen zurecht kommen... *hmmm*
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Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4615
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 06.06.2010 17:12    Titel: Re: Äste Feuchtterrarien (Zit. Terr.) Antworten mit Zitat

Von harzenden Nadelhölzern sei abgeraten ... ganz ehrlich, das schließt beispielsweise Harthölzer, wie Mammutbaum, mit ein - und der harzt zwar, schimmelt aber nicht unter feuchter Umgebung, zumindest nicht mehr wie Eiche. Also es steht da, bei dem, was du da kopiert hast, ganz klar und unmißverständlich da! Wink

Bambusrohre hatte ich lange Zeit im Außenbereich auf der Weide stehen gehabt ... da hat nix geschimmelt, aber das war ja auch nicht wie im Terrarium durchgängig feuchtwarm, sondern der Bambus trocknete immer wieder aus, wurde gefrostet, wieder aufgetaut etc. Außerdem werden verschiedene Bambusarten zum Häuserbau in asiatischen Ländern verwendet, wenn die Rohre schimmeln würden, würden solcherart Bauten nicht jahrhundertelang halten, was sie jedoch augenscheinlich tun.
Im Terrarium hast du einfach gewöhnlicherweise Extrembedingungen ... trocken warm geht da noch - aber feuchtwarm läßt dir fast alles schimmeln!
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BeitragVerfasst am: 06.06.2010 22:40    Titel: Re: Äste Feuchtterrarien (Zit. Terr.) Antworten mit Zitat

Ja die Passage ist unpräzise, aber ehrlich welcher mitteleuropäische Halter hat schon Mammuntbaumholz, das er verwenden könnte? Wink
Die Gefahr des Missverstehens aus praktischer Sicht ist zumindest beim Mammutbaum m.E. verschwindend gering;).

Was mich aber doch interessieren würde, können Eichen und Buchen harzen? Und ja, wann unter welchen Bedingungen?

Zitat:

Im Terrarium hast du einfach gewöhnlicherweise Extrembedingungen ... trocken warm geht da noch - aber feuchtwarm läßt dir fast alles schimmeln!

Wobei... wenn man in den Bambusrohren weisse Asseln würde ansiedeln? *kopfkratz* Very Happy
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