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Schöllkraut

 
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8563
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 01.05.2010 20:48    Titel: Schöllkraut Antworten mit Zitat

Hatten wir zwar schon im Kontext in anderen Diskussionen, aus aktuellem Grund greife ich es aber nochmals hoch.

Bisher diskutiert wurde:

Kaninchen und Meerschweinchen:
Zusammenfassung: Meerschweine und Kaninchen fressen es in grösseren Mengen. Es wird in Kombination zu anderen Pflanzen gerne aufgenommen, vermutlich da sie gegenseitig eine positiven Einfluss haben, sich ergänzen. In der Literatur wird das Kraut auch genannt und gegen Kokzidiose empfolen.

Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:

Dazu kommt, je abwechslungsreicher die Pflanzen gegeben werden, desto giftiger dürfen sie sein, ohne das was passiert. Meine Kaninchen und Meerschweinchen fressen relativ große Mengen Schöllkraut (selbst die Meerschweinchen verputzen vier bis fünf Stengel, ohne das was passiert!), ohne Leberschäden zu bekommen - sie holen sich allerdings auch genügend sekundäre Pflanzenstoffe, die die Wirkung von Schöllkraut aufheben, indem sie viele andere Kräuter fressen. Der Gegenspieler zu Schöllkraut scheint Brombeere zu sein, die fressen Meeris und Kaninchen gleichermaßen mehr, wenn es viel Schöllkraut gibt.

http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=1994&highlight=sch%F6llkraut#1994
(Hervorhebung von mir)

Andreas hat Folgendes geschrieben:

Mulmig war mir, als eines unserer Tiere Schöllkraut fraß - bis ich bei Zinke gelesen habe, dass das grüne Kraut z. B. auch bei Kokzidiose empfohlen wird ... Very Happy Also kann es ja sooo schlimm nicht sein.

http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=10139&highlight=sch%F6llkraut#10139


Schöllkraut bei säugenden Häsinnen sehr beliebt (Murx)

Ratten:
Zusammenfassung: Der Wirkstoffgehalt ist wichtig, im Frühjahr ist dieser günstig und wird von den Ratten gefressen, später nicht mehr.

Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:

Im Frühjahr, wenn das Schöllkraut wieder wächst, wird der Wirkstoffgehalt für Ratten langsam zu hoch. Nur Ratten, die im Winter an Schöllkraut herangeführt wurden, sollten hier ohne Probleme den Zeitpunkt erkennen können, wann Schöllkraut nix mehr für sie ist.

http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=7054&highlight=sch%F6llkraut#7054


Degus:
Zusammenfassung: sie fressen es, zumindest im Frühjahr.

atropa belladonna hat Folgendes geschrieben:

Wie siehts aus mit Giersch, Schöllkraut....? Ist das bei Euch schon "da"? Schöllkraut ist an einigen Stellen schon sehr weit draußen. Hab irgendwie immer noch ein paar Skrupel, es zu verfüttern (dieser eklige gelbe Milchsaft....). Aber den Degus schmeckts.

http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=14064&highlight=sch%F6llkraut#14064


Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:

Momentan ist der Wirkstoffgehalt am Geringsten im Jahr, die richtige Zeit, Schöllkraut anzufüttern Very Happy
Kein Wunder, wenn die Degus das Kraut fressen ...

http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=14070&highlight=sch%F6llkraut#14070


Allgemeine Diskussion zur Giftigkeit des Schöllkrauts (nur für Mitglieder lesbar):
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=10143&highlight=sch%F6llkraut#10143

Fazit
1. Es gibt grosse Skrupel und Vorbehalte wegen der Giftigkeit, die Pflanze wird als Giftpflanze in vielen Büchern aufgelistet
2. Wer sich näher mit der Pflanze beschäftigt, merkt dass sie so schlimm nicht ist. Der Geschmack warnt vor dem Zuviel Fressen, die Tiere lernen schnell damit umzugehen.
3. Es kommt auf den Zeitpunkt an, wann die Pflanze gesammelt und verfüttert wird. Für viele Tierarten ist der Frühling am besten, vor der Blüte ist der Wirkstoffgehalt von giftigen Substanzen noch nicht so hoch und die Pflanze relativ gut verträglich.

Abschliessend kann man sagen für die naturnahe Ernährung ist das Schöllkraut kein Tabuthema. Sie ist zwar nicht ganz unproblematisch, aber aufgrund des schlechten Geschmacks, wenn der Gehalt der Giftstoffe ansteigt ist eine Vergiftungsgefahr gering. Erfahrene Tierhalter und Tiere die eine vielfältige Grünfutterpalette gewöhnt sind, kommen mit dem Kraut zurecht. Wichtig sind natürlich auch hier, Vielfalt auf dem Speisezettel und genügend Alternativen.
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8563
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BeitragVerfasst am: 01.05.2010 20:58    Titel: Re: Schöllkraut Antworten mit Zitat

Eigene Fütterungserfahrungen mit Degus:

Ich habe letzthin ein Blatt in den Degukäfig gelegt. Die Degus fressen zur Zeit ziemlich gerne Grünfutter, auch Unbekanntes wird angeknabbert wie der Quendel-Ehrenpreis. Doch das Schöllkraut mochten sie nicht. Das Blatt blieb mehrere Tage drin liegen, bis ich es dann entfernte.
Möglicher Grund: ich habe während der Blüte gepflückt. Vermutlich war das schon zu spät.

Übrigens mit der Eiche ist es sehr ähnlich, im frühen Frühjahr, wenn die Blätter noch jung und zart sind, werden sie von den Degus gefressen. Später im Jahr verschmähen sie sie. Hier liegt es vermutlich am Tanningehalt, der mit zunehmendem Alter steigt.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 02.05.2010 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Im ersten Beitrag hast Du vergessen, meine Antwort auf MPs Statement hinsichtlich der Pflückzeit zu übernehmen. Ich denke, das ist wichtig, denn ich schrieb, dass meine Tiere Schöllkraut den ganzen Vegetationszeitraum über fressen. Ich muß jedoch dazu sagen, dass ich es nicht regelmäßig anbiete, da ich selbst einen gewissen "Skrupel" vor dieser Pflanze habe (schlicht und ergreifend, weil ich sie eklig finde. Genau wie den stinkenden Storchenschnabel (geranium robertianum)).

Die Sache mit dem richtigen Zeitpunkt gilt bei meinen Tieren für Kräuter komischerweise generell weniger, eher für Gras. Wir sind jetzt schon wieder an dem Punkt angelangt, wo Gras schon wieder tendenziell verschmäht wird (demnach: kurz vor der Blüte).
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Beiträge: 8563
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BeitragVerfasst am: 03.05.2010 21:44    Titel: Re: Schöllkraut Antworten mit Zitat

Danke für den Hinweis. Das hatte ich nämlich überlesen. Das ist insofern interessant, da es sich nicht mit meiner ersten Erfahrung deckt. Aber ich werde es wohl später nochmals ausprobieren, mal sehen ob die Degus bei ihrer Meinung bleiben.

Was sie zur Zeit sehr gerne mögen ist Spiree und was auch gefressen wird Ackerschachtelhalm. Selbst die Meerschweine mögen den.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 04.05.2010 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Spiere meinst Du? Filipedula ulmaria (Mädesüß)? Spiere ist hier ein Sammelbegriff für viele staudige Wild- und Zierpflanzen.

Wie gesagt, ich habe erst kürzlich wieder voll erblühtes Schöllkraut gesammelt und verfüttert und es wurde wie immer voll vertilgt. Question

Mit Schachtelhalm bin ich etwas vorsichtig, irgendwie kann ich den nicht so sicher bestimmen. Genauso wenig wie die ganzen weißen Doldenblütler, damit tu ich mich sehr schwer. Obwohl die Gefahr, einen "schwierigeren" Doldenblütler zu sammeln weitaus höher ist als den falschen Schachtelhalm. Naja, so hat jeder seine Marotte.
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BeitragVerfasst am: 04.05.2010 21:38    Titel: Re: Schöllkraut Antworten mit Zitat

Ah, sorry, Spierstrauch (Spirea sp.) meinte ich natürlich. Vermutlich ist es irgend eine Hybride. Die Blätter sind lanzettförmig, ähnlich wie Bambus und die Blüten weiss. Die genaue Art weiss ich ehrlich gesagt nicht, es könnte aber wie schon erwähnt eine Hybride sein, was die Sache sicher nicht einfacher macht. Der Strauch ist hier häufig in Gärten anzutreffen. Ich hab mir daher gar nicht gross Gedanken gemacht, dass es da noch so viele andere Arten und Hybriden gibt, rosafarbene (also die Blüten) und solche mit breiten Blätter usw.

Doldenblüten da bin ich auch vorsichtig, was ich nicht sicher zuordnen kann. Beim Schachtelhalm bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher. Im Garten wächst nur Ackerschachtelhalm. Der ist zwar lästig, aber man kann ihn offenbar verfüttern und ich gebe ihn daher in kleineren Mengen.
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