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Mein Degu-Fütterungstagebuch
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
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BeitragVerfasst am: 06.07.2010 18:00    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Ich weiss ehrlich nicht woran es liegt, aber ich ging heute wieder raus in die Natur und fand wieder jede Menge Futter - ok die Degus sahen das anders. Das meiste wurde nur ein bisschen angefressen oder ignoriert *seufz*. Meine mangelnde Phantasie... manchmal hab ich solche Phasen, die aber nie lange währen. Was sie jedoch mochten war der weisse Gänsefuss. Dafür fressen sie keine Spierzweige mehr.

Zitat:

Wohnst Du jetzt in der Stadt, dass Du Schwierigkeiten mit dem Nachschub bekommst?

Nein, bloss etwas zentraler im Dorf und es ist weiter bis zur nächsten brauchbaren Grünfläche in der Wildnis. Wir haben Buntbrachen, da wachsen Malven (ich glaube es ist die Moschusmalve) en masse, aber die sind mehrere Kilometer weit entfernt. Ich war die letzten Tage viel weg, wahrscheinlich ist das der Grund für meine Phantasielosigkeit, weil wenig Zeit, ok auch etwas Faulheit (lange Spaziergänge durch die Natur fallen weg...) und unser aktueller Garten bietet doch irgendwie weniger Brauchbares als früher. Ich hab zwar überall Nachtkerzen, die sollten eigentlich schon längstens blühen, nur in unserme Garten nicht... und Malven haben wir keine mehr, sprich die Straucheibische wären noch, aber die blühen erst noch. Die Rosen blühen wiederum sehr unregelmässig, mal viel aufs Mal, dann wieder Pause...
Was natürlich auch ein Grund sein könnte, ich war durch den Frühling und Frühsommer sehr verwöhnt mit geeignetem Degu-"approved" Grünfutter und diese Phase scheint nun vorbei zu sein. Neues wird wieder wachsen in unserem Garten, klar, aber ich Gewohnheitstier muss mich umstellen *g*.

Das Berufkraut füttere ich übrigens den Meerschweinen. Die mögen das irgendwie lieber als die Degus und ich muss langsam wirklich schauen, dass es nicht zu sehr absamt, weil es auf der ganzen Wiese und überall wächst.

Was das Deguforum angeht, da hast du sicher nicht unrecht. Allerdings finde ich dass dort auch einige sich Gedanken machen, es braucht wohl aber auch Zeit. Bei mir dauerte es nur schon Jahre, bis ich überhaupt anfing mit dem gezielten Erweitern des Frischfutterspeiseplans. Ich halte seit über 10 Jahren Degus und wirklich intensiv mit dem Thema Grünfutter habe ich mich erst so ums Jahr 2006/2007 auseinandergesetzt. Wenn die Leute raus gehen und ihre ersten Versuche in der Bestimmung von Pflanzen machen, finde ich das gut.
Wir sind hier wohl den Leuten einfach etwas voraus. Das hat aber auch den Vorteil, dass wir sie besser beraten können und für uns selber ist ja der Austausch unter Gleichgesinnten auch von Bedeutung. Der Austausch von Wissen regt an und macht Mut.

Das wurde mir erst wieder bewusst, als Murx bedenken äusserte wegen den Glockenblumen... so kenn ich sie gar nicht und doch kann ich es sehr gut nachvollziehen, obwohl ich gerade bei der Glockenblume nie ernsthafte Bedenken hatte. Vielleicht liegts auch daran an dem regen Interesse der Degus an den jungen Triebe der nicht blühenden Pflanze, die ich damals noch nicht kannte.

Zitat:

Wie vorsichtig und selektiv da teilweise noch rangegangen wird... das erinnert mich an jemanden, der fast wortwörtlich zu mir sagte, er fände es bemerkenswert, was ich meinen Tieren alles zu fressen geben würde. Er bzw. sie selbst würde die Degus jedoch nicht als Versuchskaninchen benutzen und lieber auf der sicheren Seite bleiben. Sichere Seite hieß in dem Fall Fertigfraß und ab und zu mal die üblichen Verdächtigen inform von Haselblättern, Tomate und Karotte.

Diese Einstellung erinnert mich irgendwie unweigerlich an die hiesigen Chinchillaforen. Obwohl auch da findet bei gewissen Personen ein Umdenken statt, aber dennoch ist gerade diese Einstellung typisch für Leute die PHW (Pellets, Heu, Wasser) füttern. Bei den Deguhaltern, gerade im Deguforum kam es mir nie so extrem rüber, bei Deguboard habe ich dagegen teilweise immer noch das Gefühl, ist man tendenziell etwas vorsichtiger und selber mischen, Grünfutter usw. etwas weniger aufgeschlossen. Es kann aber auch eine subjektiv verzerrte Wahrnehmung meinerseits sein.
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Murx Pickwick
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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 08:32    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Es ist einfach so, ich werd hier momentan wieder von TA, Tierschützer, Futtermittelvertreter und Co extrem bearbeitet, was gewisse Päppelbreie und "Gift"pflanzen angeht ... das geht selbst an mir nicht spurlos vorbei. Mit den Glockenblumen kommt hinzu, daß ich keine eigenen Erfahrungen dazu habe und die hier recht selten vorkommen. Eigentlich hab ich nur eine einzige Pflückstelle, wo ich bisweilen ohne die Glockenblumen auszurotten, pflücken kann. Wenn dann alles zusammenkommt und dann noch ein und wenn er auch noch so fütterungsunabhängig ist, Rückschlag dazu kommt, wird man einfach wieder ängstlich, die Totschlagargumente, von wegen verantwortungslose Giftpflanzenfütterei, macht dann ein übriges ...

Eigentlich wollte ich meinen Tieren wieder Nachtkerze in größeren Mengen verfüttern - es kam auch hier einfach wieder die alte Angst hoch vor der "saugiftigen" Pflanze, ich habs sein lassen - trotzdem meine Tiere ja weder im Winter mit den Wurzeln noch im Frühjahr mit der jungen Pflanze im Futter umgekippt sind ... dabei fütter ich immer noch die weitaus problematischere Königskerze ...
Ich kann jeden Verstehen, der sich da verrückt machen läßt, man wird ja wirklich von allen Seiten bearbeitet!
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 10:35    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:
Es ist einfach so, ich werd hier momentan wieder von TA, Tierschützer, Futtermittelvertreter und Co extrem bearbeitet, was gewisse Päppelbreie und "Gift"pflanzen angeht ... das geht selbst an mir nicht spurlos vorbei.


Hm, da muß ich jetzt mal fragen:

Was sagen die denn so? Und kommen die vorbei oder rufen Dich an oder belagern sie Dich? Oder wieso kannst Du Dich dem nicht entziehen? Wie kann ich mir das vorstellen? Sorry, ich hab grad so ein komisches Bild im Kopf (Menschentrauben mit Heugabeln, Fackeln und Transparenten vor Deinem Gehöft*g*).... Einfach nur dem Verständnis wegen, weil ich mir das so schwer vorstellen kann, wie so ein extremes Bearbeiten (also so, dass es Dich tangiert) aussehen könnte.
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Murx Pickwick
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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 11:51    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Ich könnte mich dem entziehen, ich hab nur den Fehler gemacht, mit denen zu diskutieren, das ist alles ...
Es sind einfach Zufallsbekanntschaften etc, man trifft sich, man sieht sich, man unterhält sich, zumal ich mal wieder meine Kanickels absolut frei hab rumlaufen lassen und die Kaninchen ja doch hier bei den Touristenströmen eine gewisse Aufmerksamkeit bekommen, da sie nunmal auch auf dem Wanderweg rumlungern.

Schlimmer ist das Thema TA ... wenn man eh in Panik ist, daß das eigene Tier stirbt, wenn nicht schnell genug gehandelt wird und dann wird man noch bearbeitet, von wegen, ja kein Gewichtsverlust mehr, ja zwangsernähren und hier ist dann gleich die "Astronautennahrung" ... sry, bin auch nur ein Mensch ...
Es ist irgendwie schon verdammt schwer, den TÄ klarzumachen, daß ich einfach kein Cortison in meinen Tieren wünsche, da ich die gleichen Effekte sehr viel nachhaltiger und nebenwirkungsfreier mit Ingwer und Co hinbekomme, dann auch noch das Thema Päppelbrei ... ich kann jeden verstehen, der dem dann irgendwann nachgibt. Dabei kennen die mich da!
Wenn meine Tiere was brauchen, dann kurzzeitige Hilfe, ich hab nie Päppelfälle gehabt, die über Jahre durchs Leben geschleift wurden, bis sie endlich von alleine umgekippt und über die Regenbogenbrücke gewandert sind! Warum wohl?
Weil ich meine Tiere mit Cortison vollpumpe und "Astronautennahrung" verfütter?
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davX
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 09:34    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Blöde Frage,, ist die Cortisongabe bei euch Usus? Ich höre sowas ehrlich gesagt das erste Mal. Ich hab das bisher eigentlich nur mit speziellen Fällen verbunden, halt wenn der kurzfristige Effekt dieses Hormons erwünscht ist...
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

wen meinst Du mit "Euch"?
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 11:12    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Murx und Region... also nicht dich, falls du das meinst.
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

achso.

Allerdings ist der Einsatz von Kortikoiden kein regionales Phänomen [man merkt, dass VetMed nicht wirklich Deine Baustelle ist Wink]
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 14:50    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Da hast du allerdings recht. Ich bin froh, wenn meine Tiere gesund sind. Dazu denke ich, würden TÄ hierzulande wohl kaum sowas voreilig verschreiben... viele TÄ sind hier nämlich sehr pragmatisch. Das hat natürlich auch wieder sein Gutes.

Dennoch sehe ich Unterschiede zur damaligen Päppelbrei+BBB-Manie. Das zog sich richtig durch die Foren und selbst heute sieht man noch die Folgen. Sicher jeder zweite TA-Besuch, der in Foren ausführlicher berichtet wird, umfasst CC (und Derivate wie Rodicare...) oder BB-Gaben. Ist natürlich auch wieder subjektive Wahrnehmung, klar. Nichtzuletzt lese ich auch eher wenig und unregelmässig in Gesundheitsecken.


Übrigens ich hab letzthin wieder ein paar aktuelle Fotos gemacht...

Degu mit abwechslungsreichem Blüten-Angebot:


Degus mit "Stammbaum" Wink


...die Idee mit dem Stammbaum hab ich aus dem Deguforum... *g*

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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muß gestehen, ich weiß jetzt nicht, worauf Du genau hinaus willst. Ich habe es so verstanden, dass Du den Einsatz von Kortison mit der BB/CC Manie gleichsetzt? Also zu oft und unüberlegt? Nicht wirklich.

Tatsächlich sind es zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Kortikoide sind bewährte Standardmedikation (sowohl in der Notfall- aber auch Langzeittherapie. Ich habe schon einigen Degus auf diesem Weg noch einige schöne Monate schenken können), während sich die Päppelbreie jedweder Art erst seit relativ kurzer Zeit einer fragwürdigen Beliebtheit erfreuen.

Man darf nicht vergessen, dass die Diagnostik und Therapie bei kleinen Heimtieren oft schwierig bis unmöglich ist. Deshalb wird leider oft auf gut Glück medikamentös behandelt. Je nach Krankheitsbild gehört da aber auch Kortison und AB dazu. -...- Je nachdem, auf welcher Schiene man fährt. Die meisten (auch) alternativmedizinisch tätigen Tierärzte, die ich kenne, aber auch die meisten mir bekannten THP Kollegen sind sehr dankbar, dass es Kortison gibt. Du siehst, es hat sowohl im schul- als auch komplementärmedizinischen Bereich eine hohe Akzeptanz.

Ein anderer Grund, warum das Kortison nicht die Runde durch die Foren macht, ist vielleicht auch der, dass es meistens in einer Einmalgabe beim TA gespritzt wird (meistens eben im Rahmen einer Notfallbehandlung). Das kriegen die Tierhalter gar nicht mit.

PS: Deine Dickies machen wie immer eine gute Figur, auch auf dem Stammbaum. Jetzt, da Du so einen hast, könntest Du ja züchten *flachwitzalarm* Very Happy
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Murx Pickwick
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 19:35    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Solange ich mit Ingwer und der Suche nach der Ursache deutlich bessere Ergebnisse erziehle, wie mit Cortison, werde ich dafür sorgen, daß in meine Tiere kein Cortison kommt!
Das Problem ist nämlich, daß das Selektionsverhalten der Tiere sich extrem ändert, wenn sie Cortison gespritzt bekommen, bei der Langzeittherapie kommt dann noch zusätzlich die Gefahr von Verfettung und Osteoporose hinzu - danke, hab ich mit Ingwer nicht und Ingwer deckt das gesamte Wirkspektrum von Cortison ab - einziger Nachteil, wirkt nicht so schnell und die Dosierung muß langsam ermittelt werden ...

Einen Notfall, wo Cortison vonnöten war, hatte ich bisher noch nie gehabt ... selbst, wo ein Meerschweinchen von mir wegen Immundefekt mit der Zeit praktisch unbehandelbar gegen Grabmilben wurde, hatte Cortison keinen Meter geholfen! Weder hatte die Haut weniger gejuckt, noch hatte es dazu geführt, daß das Meerschweinchen wieder munterer wurde, es verstarb innerhalb von Tagen (es wäre vermutlich auch ohne Cortison gestorben ... immerhin hat es auf der Weide vorher ein Jahr länger gelebt, wie seine Vollgeschwister mit Breichen hier und Breichen da und hatte zudem ein relativ normales Meerschweinchenleben ohne lebenslange Päppelsessions, aber leider mit immer häufiger werdenden Behandlungen gegen Grabmilben - bis auch er halt austherapiert war. Mit dem Wissen von heute hätte ich rechtzeitig nach Alternativen zu den Spot Ons gesucht, da gibts wohl welche aus dem Tierheilpraktikerbereich)

Ein paar Einträge aus dem Pfötchenblock zum Thema Cortison:
Odyssee und Tabu
Bellas Auge und der Tierarzt - ein Roman mit Fortsetzungen
Hunde sind dabei noch wirklich gut durchzuchecken und zu untersuchen! Sie sind schön groß, man hat zuverlässige Referenzwerte für alles und jeden ... trotzdem ist es häufig, daß als erstes, noch vor der Ursachenforschung, Cortison und AB gespritzt wird! Warum eigentlich?
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 21:51    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Murx Pickwick hat Folgendes geschrieben:


Einen Notfall, wo Cortison vonnöten war, hatte ich bisher noch nie gehabt ...


Zum einen: sei froh, zum anderen: vermutlich würdest Du anders darüber reden, wenn es mal so gewesen wäre. In akuter Lebensgefahr ist keine Zeit, auf die Heilwirkung von Ingwer zu warten.

Zitat:
selbst, wo ein Meerschweinchen von mir wegen Immundefekt mit der Zeit praktisch unbehandelbar gegen Grabmilben wurde, hatte Cortison keinen Meter geholfen!


Bei einer solchen Immunsuppression ist Cortison auch kontraindikativ.

Zitat:
Hunde sind dabei noch wirklich gut durchzuchecken und zu untersuchen! Sie sind schön groß, man hat zuverlässige Referenzwerte für alles und jeden ... trotzdem ist es häufig, daß als erstes, noch vor der Ursachenforschung, Cortison und AB gespritzt wird! Warum eigentlich?


Diese Frage kann ich Dir nicht beantworten, da ich mich ausschließlich auf kleine Heimtiere (Degus und Mongolen) beziehe. Und dazu hatte ich bereits etwas geschrieben:

atropa belladonna hat Folgendes geschrieben:
Man darf nicht vergessen, dass die Diagnostik und Therapie bei kleinen Heimtieren oft schwierig bis unmöglich ist. Deshalb wird leider oft auf gut Glück medikamentös behandelt. Je nach Krankheitsbild gehört da aber auch Kortison und AB dazu. -...- Je nachdem, auf welcher Schiene man fährt


Ich denke, es ist falsch, Therapie von Hund, Katze, Pferd und anderen größeren Säugetieren mit der von kleinen Heimtieren gleichzusetzen. Was im Heimtierbereich seine Berechtigung hat, kann im Klein- und Großtierbereich (also Hund, Katze bzw. Pferd, Rind etc.) schon wieder falsch/unangebracht sein. Deshalb ja auch meine Einschränkung. Ich gebe den Vets keine Absolution, weiß selber zur Genüge, wie viele ignorante "Stümper" diese Gilde hat.

Last but not least kann ich Dir versichern, dass eine Kortison-Langzeittherapie zu keinem der von Dir gefürchteten Probleme führt. Im Gegensatz: Kortison zehrt leider aus, trotz erhöhter Futteraufnahme. Die Kortisonmondgesichter, die man bei Menschen sehen kann, sind auch keine Verfettungen, sondern soweit ich weiß ödematös bedingt.
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BeitragVerfasst am: 09.07.2010 23:49    Titel: Re: Mein Degu-Fütterungstagebuch Antworten mit Zitat

Zitat:

PS: Deine Dickies machen wie immer eine gute Figur, auch auf dem Stammbaum. Jetzt, da Du so einen hast, könntest Du ja züchten *flachwitzalarm*

Oh ja *ironie*. So bunte Degus sind schon was Tolles und noch besser, wenn sie aus garantiert inzuchtfreien Geschwisterverpaarungen stammen... Twisted Evil

Soweit kommts noch... wobei ich hab mich schon ernsthaft gefragt, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn unsereiner züchten würde, anstatt diejenigen, die heutzutage züchten. Es ist doch irgendwie eine Ironie, dass die Leute, die so wenig wissen und es mit der Verantwortung irgendwie auch nicht so ernst nehmen für die Vermehrung der Degus sorgen, während verantwortungsvolle Halter, die zudem wirklich gut informiert sind und eigentlich die besten Voraussetzungen mitbringen, gegen Zucht sind.

Andererseits wenn ich müsste, ich wollte den Stress nicht. Kommt noch dazu, dass es nicht besser wird, wenn noch mehr Degus auf die Welt gesetzt werden... und so bleibt wieder alles beim Alten, da diejenigen, die nicht sollten ohnehin züchten...


Zitat:

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Zitat:


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Danke für deine Ausführungen. Das erklärt einiges und rückt mein Weltbild doch wieder etwas zurecht. Was Corticoide angeht kenne ich selber deren Wirkung gut... aber eben nicht in Bezug auf Tiere.

Zitat:

Das Problem ist nämlich, daß das Selektionsverhalten der Tiere sich extrem ändert, wenn sie Cortison gespritzt bekommen, bei der Langzeittherapie kommt dann noch zusätzlich die Gefahr von Verfettung und Osteoporose hinzu

Was die Langzeitwirkungen angeht, das sollte eigentlich jedem klar sein, der sich etwas damit auseinander gesetzt hat. Darüber müssen wir glaubs nicht wirklich diskutieren. Den Sinn sehe ich zumindest in der kurzfristigen Anwendung, wenn es um schnelle Resultate geht, Heilungsprozesse in den Ganz zu bringen, bei Entzündungen usw... wobei bei älteren Tieren könnte womöglich in geringen Dosen eine ähnliche Wirkung erzielt werden wie in der Humanmedizin. Insofern müsste man wohl auch hier differenzieren zwischen Langzeittherapie in geringen Dosen und akute Behandlung mit hohen Dosen die ausgeschlichen werden. Aber das hat Atropa ja auch schon erläutert, wie ich gerade sehe...
Inwiefern da Ingwer helfen kann... ich habe da ehrlich gesagt auch meine Zweifel.
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atropa belladonna
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BeitragVerfasst am: 10.07.2010 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ingwer wirkt zumindest antiinflammatorisch, also entzündungshemmend, wirkt verdauungsfördernd und regt die Sekretion im allgemeinen an. Das sind die Wirkweisen, die mir jetzt ad hoc, also ohne zu gugeln, einfallen.

Nun habe ich doch nochmal geschaut und gelesen, dass es bei Pferden schon in der Arthrosebehandlung eingesetzt wird, also wirkt Ingwer auch im Gelenkbereich. MP hatte dazu auch schon mal was in bezug auf die Meerschweine geschrieben.

Kortison wird in erster Linie wegen seiner schnellen und zuverlässigen entzündungshemmenden Wirkung eingesetzt. Ich weiß nicht, inwiefern man die mit Ingwer vergleichen kann, dazu fehlen mir die Erfahrungswerte. Ingwer ist für mich ein leckeres Gewürz im Essen. Oder Tee. Ich möchte ihn auch gerne im Garten bzw. im Topf kultivieren, bislang ist es mir aber noch nicht gelungen. Schade. Soll eigentlich ganz einfach sein.

Der Vorteil von Ingwer gegenüber Kortison wäre (wenn dann die Wirkung ungefähr gleichwertig wäre, was ich eben nicht weiß und demnach nicht beurteilen kann), dass er das Immunsystem nicht supprimiert, was manchmal nämlich mit entsprechender Vorgeschichte erstaunlich rasch (schon nach zweimaliger Cortison-Gabe) passieren kann. Das ist ja meistens so die Crux, warum AB und Cortison so oft Hand in Hand gehen: Cortison knockt das Immunsystem aus, AB wirkt als Abschirmung . Was ich persönlich für wenig sinnvoll halte und diese Kombination auch selten wähle. Selbst in einer Langzeittherapie (6-8 Monate) hatte ich mal den Fall, dass ich kein AB brauchte, weil ich über die Fütterung und homöopathisch das Immunsystem bis zuletzt stabil halten konnte. Aber das sind sehr spezifische Fälle, die man sorgfältig abwägen muß und hier auch nur dem Beispiel dienen.

Sorry für das erneute Thread-Hijacking, vielleicht magst Du den Bereich abtrennen?
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BeitragVerfasst am: 10.07.2010 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

So, zurück zum eigentlichen Thema kann ich noch einen guten Tip geben: Das Seifenkraut (Saponaria) fängt hier jetzt langsam an zu blühen und ist ein echter Leckerbissen für die Degus. Ich konnte feststellen, dass es speziell von den Tieren gefressen wurde, bei denen eine sekrolytische Wirkung erwünscht ist. Ich freu mich immer wieder, wenn ich sehe, wie gut die Selektion bei den Kleinen funktioniert Smile
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