Sauerdorn

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-Der Sauerdorn (''Berberis vulgaris'' L.) gehört zur Familie der [[Berberidaceae|Berberitzengewächse]] (''Berberidaceae'').+Der '''Sauerdorn''' oder '''Gewöhnliche Berberitze''' (''Berberis vulgaris'' L.) ist eine [[Berberitzen|Berberitze]] und gehört zur Familie der [[Berberidaceae|Berberitzengewächse]] (''Berberidaceae'').
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==Die Pflanze== ==Die Pflanze==
-Der Sauerdorn ist ein bis zu 3 m hoher, sommergrüner Strauch. Er trägt lange Stacheln, seine Blätter sind 2-4 cm lang, dunkelgrün und verkehrt eiförmig. Der Rand ist stachelig gezähnt. Seine gelb blühenden Blüten erscheinen zwischen April und Mai. Daraus reifen im Herbst die walzenförmigen, roten Beeren heran, welche 1-2 Samen enthalten.+Der Sauerdorn ist ein bis zu 3 m hoher, sommergrüner Strauch. Er trägt lange Stacheln, seine Blätter sind 2-4 cm lang, dunkelgrün und verkehrt eiförmig. Der Rand ist stachelig gezähnt. Seine gelb blühenden Blüten erscheinen zwischen April und Juni. Daraus reifen im Herbst die walzenförmigen, roten Beeren heran, welche 1-2 Samen enthalten.
-Die Beeren sind ungiftig und genießbar, alle übrigen Pflanzenteile sind dagegen schwach giftig.+Die Beeren sind ungiftig und genießbar, alle übrigen Pflanzenteile sind dagegen schwach giftig (Alberts & Mullen 2003). In der Küche lassen sich neben den reifen Beeren ferner die jungen Blätter (April-Mai) in kleinen Mengen für Salate oder Suppen nutzen (Fleischhauer et al. 2007).
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 +Inhaltsstoffe (Früchte): Carotinoide, Fruchtsäuren, Oxalsäure, viel Vitamin C, Zucker, Pektin (Fleischhauer et al. 2007).
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 +Inhaltsstoffe (Rinde): Isochinolinalkaloide (5-6%, z.B. Berberin, Palmatin), Bisbenzylisochinolinalkaloide (4,8-5,4%, u.a. Berbamin, Oxyacanthin, Magniflorin) (Hiller & Melzig 2003).
==Literatur== ==Literatur==
* Alberts, A. Mullen, P. (2003): Giftpflanzen in Natur und Garten. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart. * Alberts, A. Mullen, P. (2003): Giftpflanzen in Natur und Garten. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart.
- +* Fleischhauer, G.S. Guthmann, J. Spiegelberger, R. (2007): Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden. AT Verlag, Baden, München.
 +* Hiller, K. Melzig, M.F. (2003): Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
[[Kategorie:Bäume und Sträucher]] [[Kategorie:Bäume und Sträucher]]
[[Kategorie:Heilpflanzen]] [[Kategorie:Heilpflanzen]]
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Aktuelle Version

Der Sauerdorn oder Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris L.) ist eine Berberitze und gehört zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae).

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Namen

Der Name Berberitze stammt vermutlich von dem arabischen berberi (Muschel).

Auch Gewöhnliche Berberitze oder Essigbeere genannt.

Die Pflanze

Der Sauerdorn ist ein bis zu 3 m hoher, sommergrüner Strauch. Er trägt lange Stacheln, seine Blätter sind 2-4 cm lang, dunkelgrün und verkehrt eiförmig. Der Rand ist stachelig gezähnt. Seine gelb blühenden Blüten erscheinen zwischen April und Juni. Daraus reifen im Herbst die walzenförmigen, roten Beeren heran, welche 1-2 Samen enthalten.

Die Beeren sind ungiftig und genießbar, alle übrigen Pflanzenteile sind dagegen schwach giftig (Alberts & Mullen 2003). In der Küche lassen sich neben den reifen Beeren ferner die jungen Blätter (April-Mai) in kleinen Mengen für Salate oder Suppen nutzen (Fleischhauer et al. 2007).

Inhaltsstoffe (Früchte): Carotinoide, Fruchtsäuren, Oxalsäure, viel Vitamin C, Zucker, Pektin (Fleischhauer et al. 2007).

Inhaltsstoffe (Rinde): Isochinolinalkaloide (5-6%, z.B. Berberin, Palmatin), Bisbenzylisochinolinalkaloide (4,8-5,4%, u.a. Berbamin, Oxyacanthin, Magniflorin) (Hiller & Melzig 2003).

Literatur

  • Alberts, A. Mullen, P. (2003): Giftpflanzen in Natur und Garten. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart.
  • Fleischhauer, G.S. Guthmann, J. Spiegelberger, R. (2007): Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden. AT Verlag, Baden, München.
  • Hiller, K. Melzig, M.F. (2003): Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
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