Kartoffel
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| - | Die ganze Kartoffelpflanze ist giftig, abgesehen von den Knollen. Diese sind ungiftig, allerdings enthalten grüne Stellen und Triebe wiederum Solanin und sind ebenfalls giftig. | + | Die ganze Kartoffelpflanze ist giftig, abgesehen von den Knollen. Diese sind ungiftig, allerdings enthalten grüne Stellen und Triebe wiederum Solanin und sind ebenfalls giftig. Die rohen Kartoffeln sind bei vielen Kleinsäugern wenig beliebt, werden unter anderem aber von [[Meerschweinchen]] gerne gefressen. Gekocht werden sie gerne an Nutztiere verfüttert. |
| - | '''Eignung für Degus.''' Die Kartoffel-Knolle ist sehr stärkehaltig und stellt daher eine reichhaltige Kost dar. Sie sollte daher allenfalls in geringen Mengen verfüttert werden, viele Deguhalter verfüttern jedoch keine Kartoffeln. In einigen Futtermischungen sind getrocknete Kartoffelstücke enthalten. Diese werden erfahrungsgemäss gut vertragen. | + | '''Eignung für Chinchillas und Degus.''' Die rohen Kartoffel-Knollen beziehungsweise deren Schale werden erfahrungsgemäss von Chinchillas und Degus häufig verschmäht, obwohl sie in geringen Mengen durchaus angeboten werden können. In einigen Futtermischungen sind getrocknete Kartoffelstücke enthalten. Diese werden erfahrungsgemäss gut vertragen. |
| + | '''Eignung für Meerschweinchen.''' Das Kartoffelstroh wird seit Jahrtausenden an Meerschweinchen verfüttert, weshalb Meerschweinchen solaninhaltige Pflanzenteile in der Regel gut vertragen und zur Darmreinigung einsetzen können. Die Kartoffel gehört zu einer bedeutenden Kulturpflanze der Anden, welche von den indigenen Völker der Anden seit langem kultiviert und genutzt wird, wobei die Kartoffelknolle samt Schale stets dem Menschen vorbehalten war und deshalb nur das Kraut verfüttert wurde. Die stärkehaltige Knolle wird von Meerschweinchen weniger gut vertragen. | ||
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| + | * Franke, W. (1997): Nutzpflanzenkunde. Georg Thieme, Stuttgart. | ||
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| - | ==Literatur== | + | [[Kategorie:Problematisch]] |
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| - | * Franke, W. Nutzpflanzenkunde. Stuttgart, Georg Thieme Verlag, 1992. | + | |
| - | * Alberts, A. Mullen, P. Giftpflanzen in Natur und Garten. Stuttgart, Franckh-Kosmos Verlag, 2003. | + | |
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| - | * [http://www-vetpharm.unizh.ch/giftdb/pflanzen/0042_vet.htm Giftigkeit der Kartoffel - Clinitox.ch] | + | |
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Aktuelle Version
Die Kartoffel (Solanum tuberosum L. ssp. tuberosum) ist eine Solanum-Art und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
| Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Namen
Erdapfel, Grundbirne, Hartäpfel
frz. Pomme de terre
engl. Potato
Eignung als Futterpflanze
Die ganze Kartoffelpflanze ist giftig, abgesehen von den Knollen. Diese sind ungiftig, allerdings enthalten grüne Stellen und Triebe wiederum Solanin und sind ebenfalls giftig. Die rohen Kartoffeln sind bei vielen Kleinsäugern wenig beliebt, werden unter anderem aber von Meerschweinchen gerne gefressen. Gekocht werden sie gerne an Nutztiere verfüttert.
Eignung für Chinchillas und Degus. Die rohen Kartoffel-Knollen beziehungsweise deren Schale werden erfahrungsgemäss von Chinchillas und Degus häufig verschmäht, obwohl sie in geringen Mengen durchaus angeboten werden können. In einigen Futtermischungen sind getrocknete Kartoffelstücke enthalten. Diese werden erfahrungsgemäss gut vertragen.
Eignung für Meerschweinchen. Das Kartoffelstroh wird seit Jahrtausenden an Meerschweinchen verfüttert, weshalb Meerschweinchen solaninhaltige Pflanzenteile in der Regel gut vertragen und zur Darmreinigung einsetzen können. Die Kartoffel gehört zu einer bedeutenden Kulturpflanze der Anden, welche von den indigenen Völker der Anden seit langem kultiviert und genutzt wird, wobei die Kartoffelknolle samt Schale stets dem Menschen vorbehalten war und deshalb nur das Kraut verfüttert wurde. Die stärkehaltige Knolle wird von Meerschweinchen weniger gut vertragen.
Die Pflanze
Die Kartoffel stammt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Dort kommen auch heute noch wild viele verschiedene Kartoffel-Arten vor.
Die Kartoffel ist eine bis zu 100 cm hohe Staude. Die Blätter sind kräftig grün und gefiedert. Die Blüten sind weiss und blühen zwischen Juni und August. Zwischen August und September bilden sich dann daraus grüne Beeren.
Giftigkeit
stark giftig! [Details]
Giftige Pflanzenteile
Alle Pflanzenteile (Keime, Blüten, Beeren, Blätter, grüne Knollen) ausser die reifen Knollen. Grüne Stellen und Keime an der reifen Knolle sind allerdings wiederum giftig.
Inhaltsstoffe
Verantwortlich für die Giftwirkung ist unter anderem das Alkaloid Solanin, welches in allen giftigen Pflanzenteile vorkommt.
Literatur
- Franke, W. (1997): Nutzpflanzenkunde. Georg Thieme, Stuttgart.
- Alberts, A. Mullen, P. (2003): Giftpflanzen in Natur und Garten. Franckh-Kosmos, Stuttgart.
Links
- Verbreitung und Anbau der Kartoffel - uni-ulm.de (http://www.biologie.uni-ulm.de/lehre/botanik/nutzpflanzen/taxa/solanum_tuberosum.html)
- Giftigkeit der Kartoffel - Clinitox.ch (http://www-vetpharm.unizh.ch/giftdb/pflanzen/0042_vet.htm)
Fütterungserfahrungen aus Foren:
- Kartoffel für Chinchillas (http://www.degupedia.de/board/viewtopic.php?f=12&t=1516)




