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Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982)

 
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
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BeitragVerfasst am: 07.06.2014 19:06    Titel: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Huhu,

hier möchte ich das schon etwas ältere, gleichnamige Buch vorstellen und ich habe mir vorgenommen, es zu nutzen durch das Gartenjahr (nun ja, bei mir ist es eher ein Balkongartenjahr).

Zum Inhalt und Aufbau:
Speziell am Buch ist, dass es aufgeteilt ist auf die zwölf Monate und innerhalb dieser Monate sind die einzelnen Themen ausgearbeitet, welche sich Themen von der Planung bis zur Praxis rund um den Garten, Gartenarbeiten und verwandten Themen (z.B. Vogelfütterung) beschäftigen.

Januar, S. 13
Zu den Hauptthemen zählen die Gartenplanung, der Haus- und Kleingarten und die verschiedenen Bodentypen.
Wie in den folgenden 11 Monaten beschäftigen sich weitere Abschnitte mit verschiedenen Tipps zu Blumen/Ziergarten, Obstgarten und Gemüsegarten.

Februar, S. 35
Das Hauptthema widmet sich der Düngung, den verschiedenen Düngerarten und deren Herstellung. Weitere Themen sind das Warmbeet, Gehölzschnitt und Saatgutherstellung.

März, S. 57
Hauptthema: Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung
Weitere Themen: einjährige Blumen, Rosenpflege, Grasbelüftung, Gehölzschnitt (Erziehung), Aussaat von Gemüse, Frühsaat.

April, S. 97
Hauptthema: Kompostierung, Bewässerung, Unkrautbeseitigung
Weitere Themen: Blütenstauden, Bodendecker, Staudengräser, Knollenblüher/Blumenzwiebeln, einjährige Blumen, Kletterpflanzen, Nadelhölzerpflege, Rhododendren, Rasenpflege, Beerenobst, Rindenpfropfen, Aussaat von Gemüse, Spargel.

Mai, S. 137
Hauptthema: Kräuterauszüge (Brühe, Jauche, Tee), Schädlinge.
Weitere Themen: Blütengehölze, Rasenunkräuter, Dahlien, Kübelpflanzen, Seerosen und Wasserpflanzen, Aussaat von Zweijahresblumen, Erdbeerenpflege, Gehölzschädlinge und -krankheiten, Frühsommer-Schnitt für Obst, Gemüsedüngung, Gemüsestecklinge (S. 165), Bohnen, Tomaten, Gurken, Kürbisse, Melonen.

Juni, S. 171
Hauptthema: Terrasse, Gartenbeleuchtung, Giftige Unkräuter.
Weitere Themen: Rosen, Kletterrosen, Stecklingsvermehrung, Stauden, Rasen einebnen, Erdbeerernte, madenfreies Obst (Apfelwickler, Kirschfliegenmaden), Weinreben, Pflege von Tomate, Paprika und Aubergine, Folgesaat der Gemüsebeete, Zichorien, Erdraupen (Larven der Eulenschmetterlinge).

Juli, S. 196
Hauptthema: Garten auf Reisezeit/Urlaubszeit vorbereiten, Unkräuter als Nährstoffanzeiger (Zeigerpflanzen), Gründüngung.
Weitere Themen: Rasenpflege während Hitze und Trockenheit, Rose okulieren, blühende Ziergehölze, Waldreben, Beeren ernten, Kirschenernte, Pflaumen und Zwetschen pflegen, Erdbeerpflege und Anbau, Ernte im Gemüsegarten, Folgesaaten, Gemüse pflanzen für die Späternte, Maulwurfsgrille (Erdkrebs, Werre) bekämpfen.

August, S. 221
Hauptthema: Nützlinge (Singvögel, Marienkäfer, Schlupfwespen & Co.), Wespen, Plattenweg.
Weitere Themen: Stauden rückschneiden und pflegen, Sommerstauden, Stauden pflanzen, Rosenpflege, Nadelbäume umpflanzen, Heckenschnitt, giftige Zimmerpflanzen (S. 231-232, Rasensaat und Pflege, Äpfel- und Birnenernte, Beerenstrauchpflege, Holzschwamm (Schichtporling) an Johannis- und Stachelbeeren, Brombeerernte, Weinpflege, Baumschnitt und -veredelung, Sauerkirschenpflege, Obstbaumkrebs (Nectria galligena, Pilz), Haupternte im Gemüsegarten, Speisezwiebeln, Feldsalat-Saat, Gemüsepflege, Kohlschädlinge.

September, S. 251
Hauptthema: Wühlmausschäden, guter Kompost.
Weitere Themen: Abschiedsblühen der Sommerstauden, Blumenzwiebeln Pflege und Pflanztiefe, Rasenpflege, Zweijahresblumen setzen, Nadelhölzerpflege, blühende Gehölze, dekorative Zierfrüchte, Herbst- und Winterartern, Arbeiten im Steingarten, Kübelpflanzen ins Winterquartier,Geräte zur Kernobsternte, Hasel- und Walnüsse ernten, Pfirsiche schneiden, Umpflanzung grosser Bäume (vorbereiten), Johannisbeersträucher durch Steckholz, Äpfel für Winter einlagern, Hallimasch (gefährlicher Baumschwamm), Gemüse vor Frost schützen, Wintergemüsesaat, Spätgemüsepflege, Rhabarber pflanzen.

Oktober, S. 275
Hauptthema: Laub und Herbstabfälle kompostieren, Komposthaufen stapeln, Humusbereiter, Düngebedarf durch Bodenuntersuchung ermitteln.
Weitere Themen: Herbstfärbung im Garten, Lilien pflanzen, Tulpen, Vorkultur von Zwiebelblühern, Knollengewächse einwintern (Dahlien, Canna, Gladiolien), Sommerblüher überwintern, Winterschutz für Wasserpflanzen, Winterrasenpflege, Obsternte, Herbstpflanzung von Obst, Johannisbeeren (weisse, rote, schwarze), Stachelbeeren, Himbeerpflege, Heidelbeerpflege (S. 287), Haselpflege, Abstände bei Obstbäumen, Bäume pflanzen (S. 289), Obstsorten (Apfel, Birne, Sauerkirsche, Süsskirsche, Zwetschen, Pflaumen, Mirabellen, S. 290-299), Gemüseernte vor Frost (Tomaten, Bohnen, Kürbis), Kohl lagern, Wintergemüse haltbar machen, Karotten überwintern, späte Ernte für Lagergemüse.

November, S. 304
Hauptthema: Nutzung von Falllaub, Kalkmangel im Herbst, Rigolen (Bodenbearbeitung), Mäuse im Garten, Boden verbessern.
Weitere Themen: Laubabwerfende Geölze pflanzen, Hecken schneiden, Rasenpflege, Winterblüher (S. 313), Stauden überwintern, Winterschutz für Rosen, Lilien in Töpfen pflegen, Hauptdüngezeit der Obstbäume, Obstbaumpflege, Pflanzzeit bis Mitte November, Wildfrüchte (Holunder, Ebereschen, Schlehe, Scheinquitte), Winterschnitt, Heidelbeerpflege (S. 323), Obstbäume verjüngen, Äste richtig absägen und Wundbehandlung, Wintergemüseernte (Kohl, Zuckerhut, Feldsalat), Bodenpflege, Umgraben und Bodendüngung, Rhabarber abdecken.

Dezember, S. 332
Hauptthema: Vogelschutz im Garten, Winterfütterung=Vogelschutz, Wasserleitungen und -gefässe entleeren, Gartengeräte pflegen (Rostschutz, Reparaturen, Ordnung schaffen).
Weitere Themen: Koniferen-Zwerge (Zwergformen von Wachholder, Bergkiefer, Fichten, Scheinzypressen, Hemlockstanne, Zwergeiben), hohe Nadelbäume, Stein- und Trockenmauern für den Frühling vorbereiten, Hecken schneiden, Schnee als Helfer im Garten, Winterschutz für Ziergehölz, Frostkeimer (S. 344), Obstbaumparasiten bekämpfen (Ringspinner, Schwammspinner, Baumweissling, Goldafter...), Kronen auslichten, Nachschnitt, Knospenfrass vorbeugen, Obstgarten entrümpeln, Obstvorräte kontrollieren, Viruskrankheiten nicht heilbar, Hoch- oder Hügelbeet bauen, Freilandkohl im Winter (Rosenkohl, Grünkohl, Winterwirsing), Wintersalat (Feldsalat, Winterendivie, Zuckerhut, Radicchio), Wurzelgemüse vom Beet (Pastinake, Winterporree, Meerrettich, Winterlauch), Schnittlauch im Keller überwintern, Küchenkräuter (geschützt bei 10-15 Grad überwintern), Keimsprossen, Bleich-Chicorée im Keller treiben.

Abgerundet wird das Buch mit einem umfangreichen Sachregister.

Das Buch:

* Höhne, J. Wilhelm, P.G. (1982): Zwölf Monate im Garten. Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Hinweis: hier und dort werden Themen aus dem Buch in die Wiki einfliessen. Als erster Kandidat habe ich bei den Stecklingen ein paar Pflanzen ergänzt.
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BeitragVerfasst am: 07.06.2014 19:10    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Wie schon erwähnt, bei diesem Thread geht es mir nicht um eine theoretische Buchvorstellung, sondern um die Kombination mit der Praxis.

Eure Erfahrungen und auch andere Buchtipps, welche sich um das Gartenjahr beschäftigen sind hier willkommen.

Ich will hier eigene Erfahrungen und Infos aus dem Buch einflechten, denn das Konzept des Buches finde ich gerade für ein Forum interessant, in dem man es mit eigenen Erfahrungen und dem Herausgreifen von einzelnen Infos interessanter gestalten kann... das Buch lag längere Zeit bei mir herum und ich fand es wenig anregend mal so durchzulesen. Als ich mich nun tiefer damit beschäftigt habe, fand ich jetzt eine Reihe von interessanten Sachen. Ich denke es lohnt sich, wenn ich da jetzt regelmässig mal reinschaue, was gerade so saisonmässig ansteht und was ich interessantes finde.

Mal erst ganz allgemein, intensiv habe ich mich in der Vergangenheit mit dem Überwintern und der Grünfutterkultur im Winter beschäftigt. Dieses Jahr ein grosses Thema sind Mischkulturen und seit letztem Jahr intensiver beschäftige ich mich mit dem Kompostieren und Düngen. Weitere Themen sind Sonnen- und Schatten, Bewässerung und Mulchen (mit Steinen oder auch mit Bodendecker). Es gibt also schon jetzt ein paar Themen, die ich bei Gelegenheit hier einflechten möchte.
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BeitragVerfasst am: 07.06.2014 20:43    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Anmerkung, es wird die eine oder andere Abkürzung geben bei meinen Balkonabenteuer:
PSR: Pro Specie Rara, Verein zum Erhalt alter Pflanzensorten und Tierrassen

Sommer auf dem Balkon: Juni-August
Mittlerweile ist es ein gutes Jahr her, seit mein Balkongarten existiert. Angefangen hatte er letzten April. Anfangs April bezogen wir die Wohnung und ich fing noch im Frühling an, den Balkon nach und nach zu begrünen. Ich weiss aber, dass ich damals recht spät dran war, die ganze Aussaat fiel weg und im Mai war ich auf Reisen in Spanien. Bis da hatte sich also nicht viel getan und das Balkonjahr fing tatsächlich erst etwa im Juni so richtig an. Also ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen kleinen Rückblick und einen Blick auf den Balkon.

Letztes Jahr wuchsen knapp 50 Arten auf meinem Balkon, der Platz war beschränkt und obwohl ich einige grosse Pflanzenkübel kaufte, hatte ich immer noch sehr viele zu kleine Töpfe und ich wusste zeitweise nicht wohin mit den vielen Pflanzen. Dieses Jahr habe ich aufgerüstet mit zwei grossen Pflanzenkästen, wovon einer seit letztem Winter in Betrieb ist (für die Überwinterung). Der zweite sollte dagegen noch ein Brett mit PET-Folie als Schutz und Füssen am Boden aufgerüstet werden, damit sich am Boden nicht die Feuchtigkeit sammelt zwischen Topf und Boden. Unser Balkon ist recht heikel und daher kommt bei mir alles auf Beine oder Hocker oder Harassen, damit keine grösseren Töpfe auf dem Boden stehen.

Mein Balkon im Juni
(1) Ich will mich jetzt auch ein bisschen an die Strukturierung des Buches halten, wobei statt Blumengarten, sage ich dem Futterpflanzen- und Ziergarten. Hier kommt schon ein Unterschied zum Buch: Unkräuter werden bei mir gepflegt, namentlich die Vogelmiere und Sauerklee wächst hier in vielen Töpfen und landet immer wieder mal bei den Meerschweinchen. Ein Topf mit Wiesenpflanzen, den ich letztes Jahr den grossen Pflanzkasten umpflanzte, litt zuerst an Platzmangel und Trockenheit (im Sommer bekam der Topf zu wenig Wasser) und hat seit der Umpflanzung in den Kasten weiter an Vielfalt abgenommen. Teile sind an die Meerschweinchen verfüttert worden. Die Brennnessel hab ich bisher nicht mehr gesichtet. Als kleiner Ausgleich habe ich daher diesen Frühling eine Schabenkönigskerze und eine Wiesenglockenblume gekauft auf dem PSR Zierpflanzenmarkt in der Elfenau in Bern. Während ich im Frühling den Pflanzkasten vorbereitete, mit neuer Erde auffüllte und pflanzfähig machte, konnte ich in der Zwischenzeit die ein paar Paprikas und die sibirische Frühtomate umtopfen. Auch ein paar Ringelblumen haben hier nun ihren Platz gefunden, welche ebenfalls als Futter und Zierpflanzen mal dienen sollten. Ansonsten wäre noch der Topinambur zu erwähnen, der wohl auch bald blüht und als Futter dient. Davon abgesehen gibt es bis jetzt kaum weitere Blumen, ich habe aber noch rankender und niedriger Kapuzinerkresse, den ich im Juni aussäen will.

(2) Ebenfalls wieder etwas abweichen will ich beim Obstgarten, da bei mir zwar Gehölz wächst, aber das ist überwiegend eher Ziergehölz, daher will ich es hier abwandeln auf den Gehölz und Obstgarten. Fangen wir bei den Klassikern an, zwei Chilenen erfreuen mich immer noch an ihrer Pracht und Wachstum, das ist zum einen der Espino (Acacia caven) und zum anderen der Porlier-Strauch (Porlieria chilensis). Gerade letzterer hat mir viel Freude gemacht durch starkes Wachstum von jungen Trieben während des Winters und Frühjahrs. Im letzten Jahr zeigte er eher wenig Wachstum. Doch wie auch im letzten Jahr scheint er vor allem im Winter- und Frühling zu wachsen. Mittlerweile habe ich den Eindruck wächst er wiederum kaum noch und macht eine Wachstumspause. Ein weiteres Gehölz, das ich jetzt schon länger pflege, ist die Pitanga. Sie ist zur Zeit eher langsamwachsend, doch weil sie stark in die Höhe wucherte, habe ich sie letzthin etwas zurückgestutz. Vielleicht war das keine so gute Idee, aber ich wollte, dass sie einen kräftigeren Stamm macht. Auch sie sieht eigentlich prächtig aus und macht wieder neue Blätter. Seit sie wieder draussen ist, habe ich das Gefühl geht es ihr besser. Als Neuzugang habe ich seit diesem Frühling eine Kamtschatka-Beere (auch bekannt als Honig- oder Maibeere). Die ist in einem neuen Topf, der aber wahrscheinlich ein bisschen zu klein ist. Ihre reichlichen Beeren verlor sie leider nach dem Umtopfen. Sie hatte offenbar auch zeitweise ein bisschen zu trocken und ich vermute, dass der Stress durch das Umtopfen auch das Abwerfen der Früchte begünstigt haben könnte. Wahrscheinlich kann ich erst nächstes Jahr mit ihr rechnen. Erst kürzlich erfolgreich umgetopft habe ich die Kapstachelbeere/Physalis, welche nun prächtig wächst. Ich habe sie ebenfalls auf dem PSR Markt (jedoch in Wildegg) gekauft und bereue es nicht. Letztes Jahr kaufte ich relativ spät eine veredelte Pflanze auf dem Baumarkt (Coop bau+hobby) und war gar nicht zufrieden mit ihr. Sie machte wenig Früchte und zeigte sich nicht so wuchsfreudig. Vor 2-3 Jahren machte ich schon mit einer Ananaskirsche (kleinfrüchtige Physalis) sehr gute Erfahrungen, welche ich damals ebenfalls wieder an einem PSR Markt kaufte. Einzig der Geschmack passte mir damals nicht so, ich bevorzuge die Kapstachelbeeren. Die Pflanze ist jetzt mit einem Knollensauerklee/Oca (Oxalis tuberosa) vergesellschaftet, welcher zur Zeit noch etwas an einer Blattläuseplage leidet, welche seine jungen Triebe befallen. Ich hoffe dass mit gutem Giessen und mechanischen Entfernen der Läuse ich das Problem in den Griff bekomme. Die Pflanze eignet sich übrigens auch als Futterpflanze. Ich habe bereits etwas Laub geerntet und die Meerschweinchen zeigten sich positiv über die neue Futterquelle.
Gemischte Erfahrungen machte ich letztes Jahr mit den Erdbeeren. Sie brauchen sehr viel Wasser, wie ich feststellen konnte. Ich halte sie in Balkonkisten, die gut in der Sonne stehen und die mir bis tief in den Frühwinter hinein Früchte lieferten (zuletzt waren sie dann nicht mehr so süss). Im Sommer war es teilweise nötig sie mindestens zweimal pro Tag zu giessen und zwar richtig üppig, sonst kümmerten die Früchte und die Blätter fingen an zu verdorren. Seit diesem Frühling habe ich zwei weitere Erdbeerpflanzen, eine ist mit einer japanischen, weissfrüchtigen Aubergine vergesellschaftet, die andere hat einen Topf für sich etwas im Schatten. Alle Pflanzen machen bisher recht schöne Früchte und ich konnte schon die erste Frucht ernten (weitere sind bald reif und lachen mich schon in roter Farbe an Smile ). Die Preiselbeere wartet seit einiger Zeit auf ein Umtopfen in ein grösseres Gefäss. Die Kumquat machte zwar in diesem Frühjahr eine kleine Frucht, die aber abfiel - ich weiss nicht wieso. Mittlerweile bildet sie neue Triebe und Blätter. Ob es nächstes Jahr was wird mit Blüten und Früchte ist noch nicht klar, aber ich warte mal ab. Seit letztem Jahr habe ich noch zwei überlebende Cherimoya-Bäumchen. Ich säte die Samen sehr zahlreich und entsprechend kamen die Bäumchen. Viele wuchsen aber nach einer Weile nicht mehr richtig und gingen dann ein, einige vertrockneten oder erfroren, da ich sie zu wenig goss oder nicht zeitig reinnahm. Ich habe noch viele Samen, vielleicht gibt es dieses Jahr eine neue Aussaatrunde. Spannend ist die Pflanze auf jeden Fall, die Blätter sind extrem wasserabweisend, die Tropfen perlen richtig extrem ab, ähnlich wie wenn man auf eine feurig heisse Herdplatte Wassertropfen spritzt, die sich dann zu Perlen formen und wegspicken.
Ein Neuzugang habe ich ferner noch bei den Chilennen zu vermelden. Der Strauch Llagunoa glandulosa wächst seit dem Winter kräftig und erinnert mich von den Blättern ein bisschen an eine Stachelbeere. Die Früchte sehen aber anders aus (bis dahin dauert es aber noch eine Weile) und Dornen trägt er bisher auch keine.
Den Winter nicht überlebt hat dagegen offensichtlich die Avocado, welche letzten Sommer wuchs. Sie hat alle Blätter verloren und lugt als Stängel aus dem Topf.

(3) Auch der Gemüsegarten entwickelt sich mittlerweile wieder recht gut. Das letzte Jahr war die Ernte relativ einseitig, Paprika und Tomaten kamen mit etwas Pflege und Schädlingsvorbeugung (mechanische Behandlung gegen Läuse, Trockenstressvermeidung durch grosse Töpfe und genug Bewässerung) recht gut und waren ein voller Erfolg. Vor allem mit Paprikas hatte ich bisher kaum Erfolg, was wahrscheinlich an zu schlechten Pflanzen und zu schlechter Pflege lag. Chilis dagegen wuchsen im Garten schon mehrfach erfolgreich und sind offenbar pflegeleichter, doch ich bevorzuge die milden Paprikas und mit denen klappt es nun offenbar auf dem Balkon (ich hoffe auch dieses Jahr). Zur Zeit kämpfe ich etwas mit Läusen, welche Blätter und Blüten befallen. Das Problem hatte ich schon letztes Jahr. Seit der Umtopfung in den Pflanzenkasten hoffe ich nun, dass sie sich langsam erholen und schön Früchte ansetzen. Während die Paprikas mittlerweile zu einem guten Teil umgetopft sind, habe ich immer noch viele Tomaten in zu kleinen Töpfen. Ich muss wahrscheinlich noch etwas umtopfen, bis die kleinere Pflanzenkiste fertig ist und ich für alle einen Topf habe. Ein ähnliches Schicksal leiden zur Zeit die Kartoffeln und die Buschbohnen, auch sie warten auf grössere Töpfe, gedeihen aber gut. Die Aubergine hat seit Kurzem ihren Platz zusammen mit den Erdbeeren (siehe 2). Ob die Kombination gut ist, weiss ich noch nicht. Bei der Petersilie stängelt die Krausepetersilie zur Zeit auf und bildet Blüten. Derweil habe ich in einem Topf junge glatte Petersilie, die ebenfalls wieder umgetopft werden soll. Rosmarin, Salbei und Minze haben zusammen mit einer Krausepetersilie einen Platz in einem dekorativen Tontopf gefunden und bilden meinen Kräutergarten. Der Thymian ist dagegen noch in einem kleineren Topf und sollte gegen Herbst auch einen eigenen Topf bekommen, wahrscheinlich zusammen mit Petersilie und Erdbeere. Basilikum habe ich bisher noch keinen. Ich werde mir aber vermutlich wenn ich die Tomaten umtopfe anschaffen und dazu pflanzen. In einem Topf wächst sehr prächtig Blutampfer zusammen mit Fluss-Tradeskantie, Grünlilie und einem Paprika (welchen ich vermutlich separieren sollte, da er nicht so gut wächst).
Apropos Mischkultur, bei den Paprika und Tomaten Setzlinge zeigt sich ein weiteres Resultat, das ich so nicht erwartet hätte. Es heisst Tomaten und Paprika mögen sich nicht und sollten getrennt gepflanzt werden. Doch wenn ich den Wuchs anschaue, beeinflusst vor allem die Tomate die Paprika negativ, während umgekehrt der Effekt nicht oder sehr viel schwächer vorhanden ist. Ich werde die beiden Pflanzen beim nächsten Umtopfen wohl separieren müssen. Mittlerweile sind sie dazu gross genug.

(4) Kleine Zusammenfassung: der Balkon ist dieses Jahr schon etwas reicher an Nutzpflanzen, es dominieren aber auch in diesem Jahr Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Physalis, Kartoffeln, Aubergine). Von Gurken, welche mir letztes Jahr nicht kamen, sah ich ebenso ab, wie von Salat. Auch Kürbisse und Zucchini habe ich aus Platzgründen keine auf dem Balkon. Dafür sollen dieses Jahr erstmals Bohnen eine Chance bekommen. Auch die Aubergine ist ein Novum, aber ich denke die kleine Sorte dürfte sich auf dem Balkon gut machen. Tomaten habe ich dieses Jahr deutlich mehr als im letzten Jahr, ich bin daher gespannt wie sie sich entwickeln und wieviel Pflege sie mir abverlangen werden. Der Juni ist hier also voll im Umbruch. Die letzten Gemüse sollten in grössere Töpfe und/oder bald schon in ihre definitiven Töpfe kommen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo ich sie unterbringen soll und welche Sorten von Töpfe ich noch brauche. Auch noch nicht erledigt sind die Balkonkistchen, welche ich dieses Jahr eigentlich neu bepflanzen möchte. Das hat aber neben dem Gemüse zweite Priorität. Alles in allem sind die Arbeiten hier im Endspurt für den Sommer und die Ernte. Meine ersten Gedanken gehen aber auch schon an die Vorbereitung für den Winter, welche Töpfe verschwinden und welche Pflanzen muss ich in welchen Töpfen über den Winter bringen?

edit1: nur schon in diesem Text erwähne ich um die 30 Pflanzenarten, die bei mir wachsen (es sind wahrscheinlich mehr, wenn ich alle Pflanzen zähle, die ich hier vergessen habe zu erwähnen, doch dem widme ich mich vielleicht ein ander Mal)

edit2: ich bin mir nicht sicher, ob meine Vanille nach langer Zeit nun das erste Mal Blüten macht. Ich habe einen Ansatz gesehen, der danach aussieht, aber es ist noch zu früh um das beurteilen zu können.
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BeitragVerfasst am: 08.06.2014 00:21    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Buchtipps

Die Tipps sind jetzt nicht ganz passend zum Gartenjahr, aber passend zu meinem Balkongarten:

Treml, Franz-Xaver (2009): Kräuter aus dem Garten. 500 Küchen- und Heilkräuter. Pflege, Sorten, Verwendung. Franckh-Kosmos, Stuttgart.

Der Autor ist ein bärtiger, kauziger Mann und lässt vermuten, dass dieses Büchlein recht reichhaltig ist. Und das ist es tatsächlich. Die Infos zu den einzelnen Pflanzen sind zwar recht knapp, lexikonmässig und ergänzt mit piktogrammartigen Informationen, sodass man die wichtigsten Infos auf einen Blick sieht. Inhaltlich ist das Buch ein sehr umfangreiches Küchenkräuterbuch, das zudem noch viele Heilkräuter und Gewürze und einige nützliche Wildpflanzen umfasst und dazu noch ein dickes Extra an Exoten und Raritäten liefert. Dazu gehört auch ein umfangreicher Teil mit asiatischen Kräutern. An ein Heilpflanzenbuch oder umfangreiches Gewürzbuch mag es nicht heranreichen, dazu ist es nicht gedacht, sondern es geht vor allem um Pflanzen, die sich im Garten anbauen lassen. Daher werden auch die Wildpflanzen nur unvollständig abgehandelt, da vor allem diejenigen welche für den Garten interessant sind, vorgestellt werden. Da in etwa ein Drittel aller Pflanzen Raritäten, Exoten oder sonst eher wenig bekannte Gartenpflanzen sind, ist genau dies einer der grossen Pluspunkte, welche mich zum Kauf damals überzeugten. Ich habe das Buch bisher nicht sehr viel gebraucht, aber es ist zweifellos eine sehr interessante Inspirationsquelle und informativ obendrauf auch noch. Ich werde es vermutlich in Zukunft stärker noch in die Balkonplanung einbinden. Meine Inspirationen für exotische Pflanzen kamen bisher aus zwei wichtigen Quellen: 1. chilenische Pflanzen, viele davon Pflanzen welche im Lebensraum der Degus und Chinchillas wachsen oder von ihnen gar gefressen werden. Samen habe ich hauptsächlich von www.chileflora.com , teilweise auch von botanischen Gärten. 2. exotische Nutzpflanzen, exotische Früchte usw. Anregungen dazu kommen vor allem von botanischen Gärten, Reisen in fernen Ländern, der Früchteecke von Supermärkten und Bioläden und teilweise aus Büchern, Zeitschriften, Zeitungen... ich bin neugierig und will mehr erfahren über die Pflanzen. Samen kommen daher häufig von den Früchten, die ich zum Essen kaufe oder teilweise als Pflanzen vom Markt (Gartencenter, spezielle Märkte z.B. PSR, Gärtnereien, etc.) oder ich organisiere mir Samen von Kultur- oder Wildpflanzen (auf Reisen) oder von botanischen Gärten usw.


Gugenhan, Edgar (1985): Bunte Gärten auf Balkon und Terrasse. BLV, München.

Wenn man die Bilder anschaut, sieht man dem Buch die 1980er Jahre an. Trotz Farbfotos und einer recht klassischen Aufmachung (oder gerade deswegen), die gerade so gut von heute sein könnte, hat man das Gefühl, als hätte jemand das Rad zurückgedreht: Betonbauten, phantasielose Hochhäuser und eine stark auf Zierpflanzen und Blumen ausgerichtete Pflanzenauswahl, wie sie eben vor gut 30 Jahren Mode waren, verfehlen ihre Wirkung nicht. Dennoch ist es nicht hoffnungslos veraltet und wartet mit einigen interessanten Themen und Anregungen auf. Der Schwerpunkt bilden zwar Balkonkästen und Blumen jeglicher Art, aber bereits als eines der ersten Themen werden beispielsweise Bewässerungssysteme behandelt, recht ausführlich und verschiedene Modelle. Auch der Selbstversorgerbalkon ist ein Thema, ausführlicher werden Dachterrassen und Dachgärten behandelt, eine kleinere Auswahl an Kübelpflanzen wartet mit teilweise exotischeren Pflanzen auf. Pfiffig sind auch die Themen Gärten auf kleinstem Raum (hier wird vor allem mit alpinen Pflanzen und Bewohner von Felsen und Mauern gearbeitet) und die Moos- oder Torfwand, bei der in ein Metallgittergerüst Sphagnummoos oder eben Torf eingefügt wird und dadurch in der vertikalen Ebene diese Wand mit Blumen, aber auch mit Gemüse (Salate usw.) oder z.B. Erdbeeren bepflanzt. Ich denke heutzutage gibt es sicher bessere Alternativen zu diesem artgeschützten Moos und den ebenfalls bedrohten Torfmoore. Kommt noch dazu, dass sowohl Torf als auch Moos nährstoffarm sind und es eine regelmässige Düngung über das Wasser braucht. Könnte man also z.B. grober Kompost, grober Holzhäcksel/Rindenmulch usw. als Nährstofflieferant ins Substrat eingearbeitet werden, wäre somit das Düngeproblem erledigt. Allerdings sind diese Konstrukte recht schwer und saufen viel Wasser (was nochmals zusätzlich zum hohen Gewicht beiträgt). Insgesamt deckt das Buch recht viele Themen ab, teilweise ist es etwas veraltet, teilweise bringt es pfiffige Ideen und schön ist auch wie ausführlich das Thema Bewässerung im ganzen Buch behandelt wird. Dennoch fehlen einige wichtige Themen oder werden zu wenig gründlich behandelt. Zum Beispiel würde man sich eine Einführung ins Kompostieren wünschen. Biologische Schädlingsbekämpfungsmassnahmen sind zudem nur teilweise behandelt, der Schwerpunkt liegt auf der chemischen Behandlung. Ebenso fehlt das Thema Mischkulturen und verständlicherweise sind modernere Themen wie zum Beispiel ein grösserer Schwerpunkt auf dem Nutzpflanzengarten oder die Zucht von exotischen Gemüsen, Früchten und Kräutern kaum behandelt. Ein weiteres wichtiges Thema wäre zum Beispiel die Überwinterung der Pflanzen, dieser hätte man sicher auch mehr Gewicht einräumen können. Aber eben viele dieser Themen werden wohl selbst in modernen Büchern zum Thema nicht genügend behandelt und wenn man das Alter berücksichtigt, so liefert das Buch dennoch einen interessanten, gelungenen Mix mit einigen guten Anregungen. Für den Vergleich daher noch ein aktuelles Buch zum Thema:


Mayer, J. (2010): Leckeres vom Balkon. GU Gräfe und Unzer Verlag, München

Grösse und Umfang (64 S.) des Buches entspricht den klassischen Tierratgebern, aber wenn man es durchblättert fällt auf, dass es mehr Text und entsprechend etwas weniger Bilder aufweist. Das Buch richtet sich voll nach dem Trend, ist aber doch eher eine Schnellbleiche, vor allem wenn es um die Grundlagen geht: Die Einleitung ist recht allgemein gehalten und nicht sonderlich gut strukturiert. So muss man bei einem Titel wie "Damit der Erntespass gelingt" den Text selbst gut durchlesen, damit man die wichtigen Ideen des Autors erkennen kann, die er vermitteln will und auch bei den anderen Überschriften und der Textformatierung und -strukturierung kann der Inhalt oft nur vage auf den ersten Blick erfasst werden. Bei den Grundlagen geht er kurz auf die Notwendigkeit von Licht, Schutz gegen Kälte, Wind und Wetter, Sortenvielfalt, die richtigen Töpfe und Erde ein, sowie das Säen, Ein- und Umpflanzen, Wasser und Nährstoffe sowie das Stützen der Pflanzen. Auch nicht fehlen dürfen kurze Erwähnung von Kübelobstschnitt, Schädlinge und deren Bekämpfung und ein paar Rezepte für Menüs vom Balkon. Das alles kratzt wie gesagt oft nur an der Oberfläche und kann die Themen nicht tiefer vermitteln. Aber wirklich interessant ist der 32 seitige Teil mit den Pflanzen-Porträt. Dieser ist wirklich in der Zusammenstellung sehr gelungen, zumindest wenn man sich an Nutzpflanzen (Gemüse, Früchte, Kräuter) und exotischen Pflanzen erfreut. Man findet sowohl Klassiker wie Salate, Tomaten, Paprika, Erdbeere, über die klassischen Gartenpflanzen wie Spinat, Mangold, Kohl/Brokkoli, Zucchini, Gurke, Aubergine, Bohnen, Zwiebel, Radieschen, Rote Bete und Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich & Co. und Beeren wie Himbeere, Brombeere, Johannisbeere oder Weinrebe bis hin zu Exoten und Spezialitäten wie Winterportulak, Asia Salate, Maracuja, Andenbeere (Physalis) und Kiwi.
Das Buch erfüllt seinen Zweck daher sehr gut, es regt an mit Ideen, es ist leichte Kost und eignet sich gut z.B. zum Verschenken. Auch optisch spricht es an und man hat es schnell durchgeblättert (und nicht zuletzt frisst es auch nicht viel Platz im Bücherregal).


Die Bücher im Vergleich:
Die drei Bücher sind im Inhalt und der Aufmachung sehr unterschiedlich, ergänzen sich so aber in gewisser Weise. Dabei überschneidet sich das GU Buch mit den anderen beiden Büchern, der allgemeine Teil, welcher sich primär um den Anbau auf dem Balkon handelt wie das BLV-Buch über Balkon und Terrasse, und der Teil mit den Pflanzen-Porträts, der sich von der Zusammenstellung als interessante Teilmenge des Kräuterbuchs von Treml präsentiert. Wer natürlich schon ein erfahrener Balkongärtner ist, der wird dem GU Buch, ähnlich wie erfahrene Tierhalter, nicht sonderlich viel abgewinnen können, während die anderen beiden Bücher da ergiebiger sind. Aber es ist eine optische Augenweide und nur schon daher eine Inspiration, die man beispielsweise auch gut verschenken kann. Der Spruch "Probieren Sie es aus!" passt zum Buch und dürfte so manchen unsicheren Neuling auf die Sprünge helfen mit Anregungen und Ideen.

edit: Es gibt noch ein Buch zum Thema Balkongarten von der Pro Specie Rara. Ich habe es nicht selber, wollte es aber schon länger mal genauer unter die Lupe nehmen. Das wäre in diesem Thread sicher auch noch interessant.
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BeitragVerfasst am: 08.07.2014 17:56    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Juli: Schneckenplage bei den Paprika
Seit mehreren Wochen habe ich mit grossen Frassschäden zu kämpfen bei den Paprika. Zuerst wurden Keimlinge gefressen, darunter eine Mini-Paprika, dann wurden die Blätter der Paprika angefressen und die Früchte (woran ich es merkte). Ich erntete dann eine der beiden Früchte, obwohl sie etwas Frassschäden hatte, die andere beliess ich als Köder. Die Rechnung ging dann auch auf. Ein paar Tage später hing daran eine riesige, rote Nacktschnecke... ich dachte es wären so kleine schwarz-weisse Nacktschnecken, aber es war so eine grosse rote Schnecke, war erstaunt, dass die so gross war und ich die solange übersehen konnte. Ich erwischte sie, weil ich mal mitten am Tag schaute und da hing sie eben an der Paprika. Da von der eh nicht mehr viel übrig blieb, entfernte ich die paprika samt Schnecke und glaubte dann, dass ich Ruhe hätte. Pustekuchen. Gestern fiel mir Schneckenkot auf und nach einer genaueren Suche fand ich dann die zweite, mindestens so gross, auch sie wurde entfernt. Ich habe dann noch genau abgesucht, ob da noch mehr wären, hab jetzt aber nichts gefunden. Ich hoffe, dem ist wirklich so, mal sehen.
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BeitragVerfasst am: 08.07.2014 18:53    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Leg mal um die Paprika kleine Wannen und füll die mit Salz, so daß Schnecken, die an deine Paprika wollen, durch diese Salzwannen durchmüssen - ich denke, das dürfte schon reichen.
Salz trocknet Schnecken aus, die Schnecken wissen das und meiden solche gesalzten Strecken. Zumindest gegen die rote Wegschnecke und importierte ähnliche Kaliber hilft es ...
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BeitragVerfasst am: 09.07.2014 12:24    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Ja das ist jedoch etwas unpraktisch bei meiner Balkonkiste... überhaupt auf dem Balkon denke ich ist die beste Methode gegen grosse Schnecken regelmässiges Absammeln. Gegen kleinere Schnecken würde ich mir dagegen überlegen, die mit Fallen (z.B. Bierfalle) abzuwehren. Salz finde ich generell in einem Min-Garten bzw. Balkongarten nicht sehr günstig, da leicht der Boden salzig werden kann... da mag es nicht viel vertragen. Bei einem grösseren Garten würde ich das sicher auch in Betracht ziehen.
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BeitragVerfasst am: 17.07.2014 21:07    Titel: Re: Zwölf Monate im Garten (Höhne & Wilhelm 1982) Antworten mit Zitat

Juli: Erste Tomaten (Sibirische Frühe)
Juhuu! Ich habe die ersten Tomaten. Schon seit einigen Tagen sind sie reif, doch jetzt sind es mittlerweile gegen 3-4 Stück, die schon gereift sind, sprich die Saison hat gerade begonnen.

Die Tomatensorte macht ihrem Namen alle Ehre, zumindest dem einen Teil, dass sie eine frühe Tomate ist. Die Sibirische Frühe ist eine relativ kleine Tomatensorte, die offenbar recht kältetolerant sein soll (im Vergleich zu anderen Sorten). Inwiefern das stimmt, muss sich im Herbst und Winter noch erweisen (ich hoffe sie überlebt so lange, zumal ihre Blätter momentan nicht so toll aussehen). Was ihre Grösse angeht, ist sie recht klein, eine richtige Balkon-Zwergtomate. Obwohl genügend Platz ist sie kaum etwa 30 cm hoch, also ein richtiger Zwerg, den man in etwas grösseren Töpfen halten könnte. Doch der Ertrag ist bisher schon mal nicht schlecht, der Geschmack ist nicht überragend weder im negativen noch im positiven Sinne, erinnert von der Konsistenz aber an eine Fleischtomate (wenig Saft, wenig Kerne... leider und viel Fruchtfleisch), aber en miniature, von der Grösse etwa ist sie wie eine Aprikose oder Pflaume oder gar noch etwas kleiner... man könnte auch sagen es ist eine Riesen-Cherrytomate mit ihren ca. 3-5 cm Durchmesser. Very Happy

Auch die anderen Tomaten haben schon Früchte, aber da denke ich, wird es August, bis diese ihre grüne Farbe verloren haben. Übrigens die Paprika waren noch schneller im Reifen, ich hatte es ja schon erwähnt im Zusammenhang mit der Schneckenplage. Diese war übrigens auch verantwortlich dafür, dass ich warten kann auf die nächsten Paprika, bis diese heranreifen und vorallem erst mal mächtig wachsen. Zur Zeit sind die Früchte noch klein, aber ein paar wenige heisse Tage reichen wohl schon aus, dass sie wieder zu einer anständigen Grösse heranreifen und die nötige Farbe bekommen. Doch notfalls kann man sie ja auch grün verspeisen, sollten wieder Schnecken über sie herfallen wollen... aber die hoffe ich, sind jetzt vorerst gebannt und kontrolliere natürlich fortlaufend mit Argusaugen, ob ich da nicht doch noch was übersehen habe, was meine Ernte schmälern will, sicher ist sicher.
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