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Vergiftungen bei Tieren

 
   Degupedia-Forum » Tierernährung und Pflanzen » Vergiftungen bei Tieren Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
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Miriam
Freak


Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 24.04.2011 00:09    Titel: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Huhu,

also, da mich das Thema in letzter Zeit verfolgt und mir langsam die Argumente ausgehen, muss ich Euch mal nach Eurer Expertenmeinung fragen Wink

Im Kaninchenschutzforum wird gerade wieder ausgiebig darüber diskutiert, wieviele Tiere schon an Vergiftungen gestorben sind.

Nun wird hier immer wieder das Beispiel von vergifteten Pferden gebracht.

http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=60691

Ich weiß, dass hier im Forum Pferde nicht das Hauptthema sind, aber es wird ja doch immer von Vergiftungserscheinungen bei Pferden auf Kaninchen geschlossen.

Ok, ich weiß auch, dass Kaninchen eine viel höhere Toleranzgrenze gegenüber Giftstoffen haben, als die doch relativ empfindlichen Pferde oder auch Kühe.

Aber es kommt ja trotzdem irgendwie die Frage auf, warum Pferde (scheinbar?) nicht in der Lage sind, ihr Futter zu selektieren und warum das Kaninchen besser können (sollen).

Meine Kaninchen bekommen ca. 30 verschiedene Wiesenpflanzen täglich ad libitum. Ich kann nun bei ihnen beobachten, dass sie ihre Nahrung sehr gut selbst aussuchen und für sie "unkomfortable" Pflanzen liegen lassen.

Natürlich weiß ich auch, dass kein Kaninchen von einem einzigen Bissen in eine Giftpflanze wie Eibe gleich tot umfällt, immer vorausgesetzt das Kaninchen hat genug Auswahl an anderen Pflanzen.

Mich würde Eure Meinung sehr interessieren, warum angeblich Pferde nicht selektieren können, sondern sich auf die Eibe stürzen, wenn sie da haufenweise liegt (wie in dem Link beschrieben).

Haben möglicherweise diese Pferde durch eine einseitige Fütterung auch einen solchen Heißhunger auf "Frisches", dass sie auch die Eibe futtern? Theoretisch hätten sie doch aber auch die Wiese um die Eibe herum fressen können?

Habt Ihr eine Idee?
(Ich muss dazu sagen, dass ich auch keine große Ahnung von Pferden habe.)


Viele Grüße
Miriam
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schweinsnase77
Freak


Anmeldungsdatum: 18.07.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 24.04.2011 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Meinung Mr. Green :

Kaninchen müssen als standorttreue Tiere gar nicht so viel selektieren können. Wer sich weltweit verbreiten kann und dabei auch noch Reviere bildet, kann es sich nicht leisten wählerisch zu sein.

Bei Pferden ist das anders. Die suchen sich in der Regel ihr Futter sehr genau aus. Weidepferde jedoch stehen meist auf so kurzem Rasen, dass ne Selektion nach Pflanzen erschwert wird. Außerdem wird bei ihnen wesentlich mehr mit aromatisiertem Futter gearbeitet. Gift für Geschmacksnerven. Außerdem lernen sie seit Generationen, das alles was um sie herum steht fressbar ist. Definitiv scheint es aber so zu sein, das wandernede Weidetiere eher von Vergiftungen betroffen werden als reviertreue Tiere.
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8420
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 25.04.2011 09:23    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Zitat:

Aber es kommt ja trotzdem irgendwie die Frage auf, warum Pferde (scheinbar?) nicht in der Lage sind, ihr Futter zu selektieren und warum das Kaninchen besser können (sollen).

Das ist in der Tat eine gute Frage, die ich mir letzthin auch stellte. Und zwar beim Thema giftiges Gras. Pferde können durchaus auch selektieren, aber offenbar wird das mit der Haltung und Ernährung heutzutage stark eingeschränkt (unterdrückt?). Jedenfalls können sie durch fehlende Möglichkeit in jungen Jahren an so etwas wie Schachtelhalme sich vergiften, womit sie jedoch lernen könnten umzugehen. Vielleicht liegt es aber auch an der fehlenden Gewöhnung in Form einer vorsichtigen Anfütterung und Gewöhnung auch an problematischere Pflanzen.
Ich vermute aber, dass Kaninchen aufgrund ihres Speiseplans wahrscheinlich robuster sind, denn Pferde sind primäre Grasfresser und ursprünglich eigentlich Steppenbewohner (Steppe=Graslandschaft), die in der Wildnis wenig mit Giftpflanzen sich abmühen müssen und diese denn auch tendenziell eher schön brav meiden. Kaninchen dagegen sind eher vom Typ Pflanzen-Allesfresser, die durch einen breiten Kräuter-, Strauch/Laub- und Gräserspeiseplan wenig wählerisch sind, solange ihre Nahrung sie gut nährt. Da werden durchaus auch Pflanzen gefressen, die als giftig gelten. Die beiden Tierarten haben also, soweit ich das richtig einschätzen kann, total unterschiedliche Strategien, wie sie mit Giftpflanzen umgehen.

Und konkret zum Thema Eibe, die kennen die Pferde in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht. In der Steppe wachsen nun mal kaum Bäume und wenn, dann sicher keine Eiben Wink. Andererseits stellt sich die Frage, ob sie durch Gewöhnung lernen könnten, besser zu unterscheiden zwischen Giftigem und Ungiftigem und dadurch auch die Eibe automatisch verschmähen würden? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht.

Zitat:

Definitiv scheint es aber so zu sein, das wandernede Weidetiere eher von Vergiftungen betroffen werden als reviertreue Tiere.

Das erscheint mir eher unlogisch, wenn ich ehrlich bin. Pferde sind Steppenbewohner und müssen da sicher auch selektieren können, denn nicht alle Gräser sind schmackhaft und zum Fressen geeignet. Das dürfte sicher auch für die Pferde zutreffen. Insofern sollten sich Vergiftungen auch durch Selektion minimieren lassen. Dazu kommt, dass Wandertiere oft feste Routen haben, wie schon Bernhard Grzimek in der Serengeti feststellte. Das heisst, sie kommen nicht immer wieder in neue Gebiete, sondern durchwandern die Gebiete zyklisch. Was ändert ist die Vegetation, aber die ist offenbar häufig auch mit den wandernden Tierherden abgestimmt. In der Serengeti weiden die Tiere das Gras fortwährend ab, so dass es sich wieder erneuert und sie beim nächsten Passieren wieder junges, nährstoffreiches Gras haben (ok, bei Pferden ist das wohl nicht so, aber die würden dann wohl die weniger wertvollen Gräser fressen, auf die sie sich spezialisiert haben).
Standorttreue Tiere dagegen haben den Nachteil, dass sie durch ihre Standorttreue oft begrenzte Ressourcen haben, welche einst abgeweidet zu immer weiter führenden Wege zu neuen Futterplätzen führen. Diese sind wiederum weniger bekannt, auch kann durch eingeschleppte Unkrautsamen auch manches Giftkraut wachsen... ich denke nicht, dass die Tiere sich das alles merken können. Und nicht zuletzt kann eine starke Beweidung dazu führen, dass nur noch Giftpflanzen überleben können und starke Populationsdichten die nähere Umgebung in grünes Ödland verwandeln, da alle Futterpflanzen verschwunden sind. Das wiederum kann durchaus gewollt sein, denn Giftpflanzen können so wiederum helfen Bestände regulieren, die Vegetation erholt sich und es können wieder Futterpflanzen wachsen, die bei geringerem Besatz mit den Tieren koexistieren können.
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Knallfrosch
Fellnase


Anmeldungsdatum: 11.08.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 25.04.2011 14:36    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Hallo,

kann es sein, dass er link dort hin nicht mehr funktioniert? Schade, denn ich hätter gern mehr gewusst über dieses Thema.

Meine Pferdebekannte sagt: das was Pferde fressen können die Kaninchen normaler auch haben, aber rum gedreht ist es leider nicht so. Pferde lassen oft mals die Kräuter stehen die von Kaninchen gern gefressen werden.

Gruß,
Teddy
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schweinsnase77
Freak


Anmeldungsdatum: 18.07.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 25.04.2011 21:02    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:


Das erscheint mir eher unlogisch, wenn ich ehrlich bin. Pferde sind Steppenbewohner und müssen da sicher auch selektieren können, denn nicht alle Gräser sind schmackhaft und zum Fressen geeignet. Das dürfte sicher auch für die Pferde zutreffen. Insofern sollten sich Vergiftungen auch durch Selektion minimieren lassen. Dazu kommt, dass Wandertiere oft feste Routen haben, wie schon Bernhard Grzimek in der Serengeti feststellte. Das heisst, sie kommen nicht immer wieder in neue Gebiete, sondern durchwandern die Gebiete zyklisch. Was ändert ist die Vegetation, aber die ist offenbar häufig auch mit den wandernden Tierherden abgestimmt. In der Serengeti weiden die Tiere das Gras fortwährend ab, so dass es sich wieder erneuert und sie beim nächsten Passieren wieder junges, nährstoffreiches Gras haben (ok, bei Pferden ist das wohl nicht so, aber die würden dann wohl die weniger wertvollen Gräser fressen, auf die sie sich spezialisiert haben).
Standorttreue Tiere dagegen haben den Nachteil, dass sie durch ihre Standorttreue oft begrenzte Ressourcen haben, welche einst abgeweidet zu immer weiter führenden Wege zu neuen Futterplätzen führen. Diese sind wiederum weniger bekannt, auch kann durch eingeschleppte Unkrautsamen auch manches Giftkraut wachsen... ich denke nicht, dass die Tiere sich das alles merken können. Und nicht zuletzt kann eine starke Beweidung dazu führen, dass nur noch Giftpflanzen überleben können und starke Populationsdichten die nähere Umgebung in grünes Ödland verwandeln, da alle Futterpflanzen verschwunden sind. Das wiederum kann durchaus gewollt sein, denn Giftpflanzen können so wiederum helfen Bestände regulieren, die Vegetation erholt sich und es können wieder Futterpflanzen wachsen, die bei geringerem Besatz mit den Tieren koexistieren können.


Man hört halt (Kaninchenforen mal außen vor Very Happy ) häufiger von vergifteten Schafen und Pferden als von naturnah ernährten Kaninchen.

Ich denke standorttreue Tiere brauchen sich gar nich t so viele Giftpflanzen zu merken.....die haben einfach ne große Gifttoleranz...
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 26.04.2011 00:15    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

schweinsnase77 hat Folgendes geschrieben:

Man hört halt (Kaninchenforen mal außen vor Very Happy ) häufiger von vergifteten Schafen und Pferden als von naturnah ernährten Kaninchen.


Da ist bestimmt was dran (habe ich auch schon als Theorie in Erwägung gezogen) Wink

Aber trotzdem, in dem Link wurde einmal von 20 und einmal von 19 gleichzeitig vergifteten Tieren erzählt.
Ich finde es komisch, dass sich alle Tiere gleichzeitig auf die Eibe stürzten und sich vergifteten.
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 26.04.2011 00:18    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Knallfrosch hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

kann es sein, dass er link dort hin nicht mehr funktioniert? Schade, denn ich hätter gern mehr gewusst über dieses Thema.


Das Kaninchenschutzforum ist leider seit zwei Tagen schon nicht mehr erreichbar, aber es wird bestimmt irgendwann mal wieder gehen.


Zitat:
Meine Pferdebekannte sagt: das was Pferde fressen können die Kaninchen normaler auch haben, aber rum gedreht ist es leider nicht so. Pferde lassen oft mals die Kräuter stehen die von Kaninchen gern gefressen werden.

Gruß,
Teddy


Ja, das liegt ja an der höheren Toleranzgrenze von Kaninchen gegenüber Giftpflanzen, die Pferde vertragen wohl sehr viel weniger.
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Miriam
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 26.04.2011 00:37    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

davX hat Folgendes geschrieben:
Zitat:

Aber es kommt ja trotzdem irgendwie die Frage auf, warum Pferde (scheinbar?) nicht in der Lage sind, ihr Futter zu selektieren und warum das Kaninchen besser können (sollen).

Das ist in der Tat eine gute Frage, die ich mir letzthin auch stellte. Und zwar beim Thema giftiges Gras. Pferde können durchaus auch selektieren, aber offenbar wird das mit der Haltung und Ernährung heutzutage stark eingeschränkt (unterdrückt?). Jedenfalls können sie durch fehlende Möglichkeit in jungen Jahren an so etwas wie Schachtelhalme sich vergiften, womit sie jedoch lernen könnten umzugehen. Vielleicht liegt es aber auch an der fehlenden Gewöhnung in Form einer vorsichtigen Anfütterung und Gewöhnung auch an problematischere Pflanzen.
Ich vermute aber, dass Kaninchen aufgrund ihres Speiseplans wahrscheinlich robuster sind, denn Pferde sind primäre Grasfresser und ursprünglich eigentlich Steppenbewohner (Steppe=Graslandschaft), die in der Wildnis wenig mit Giftpflanzen sich abmühen müssen und diese denn auch tendenziell eher schön brav meiden. Kaninchen dagegen sind eher vom Typ Pflanzen-Allesfresser, die durch einen breiten Kräuter-, Strauch/Laub- und Gräserspeiseplan wenig wählerisch sind, solange ihre Nahrung sie gut nährt. Da werden durchaus auch Pflanzen gefressen, die als giftig gelten. Die beiden Tierarten haben also, soweit ich das richtig einschätzen kann, total unterschiedliche Strategien, wie sie mit Giftpflanzen umgehen.

Und konkret zum Thema Eibe, die kennen die Pferde in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht. In der Steppe wachsen nun mal kaum Bäume und wenn, dann sicher keine Eiben Wink. Andererseits stellt sich die Frage, ob sie durch Gewöhnung lernen könnten, besser zu unterscheiden zwischen Giftigem und Ungiftigem und dadurch auch die Eibe automatisch verschmähen würden? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht.


Ja, das könnte eine Erklärung sein.
Ich habe am Anfang meiner Kaninchenhaltung irgendwo im Internet mal eine Info gefunden, dass Kaninchen und Pferde sich in der Ernährungsform sehr ähnlich sind. Beide bräuchten -so die Info- viel Rohfaser wie z.B. Heu.

Heute weiß ich natürlich, dass diese Info falsch ist, aber das ist vielleicht ein Grund, warum in Kaninchenforen gerne das Beispiel mit den vergifteten Pferden gebracht wird, wenn es um Giftpflanzen geht, obwohl ja Pferde und Kaninchen nur eins gemeinsam haben, dass sie pflanzenfressende Fluchttiere gibt, aber davon gibt es ja noch mehr.

Ich habe vor Kurzem einen Bericht über Wüstentiere gesehen. Dort konnte man einen Igel sehen, der einen Skorpion verspeiste. Der Bericht dazu lautete etwa so: "Die Igel sind gegen das Skorpiongift immun, entfernen aber zur Sicherheit den Stachel, bevor sie ihn verspeisen."

Im Netz habe ich dazu auch gefunden, dass wohl auch Erdmännchen gegen das Skorpiongift immun sind und diese verspeisen.
Spätestens nach so einer Info sollte doch klar sein, dass es nunmal Lebewesen gibt, die mehr Gifte vertragen als andere. Trotzdem wird oft von einem Lebewesen aufs Andere oder gar vom Menschen auf Kaninchen geschlossen.

Aber.....das erklärt natürlich nicht, warum Pferde überhaupt Giftpflanzen futtern, wenn sie sie nicht vertragen.....oder sind sie vielleicht einfach nur "dümmer" wie Kaninchen, so etwa wie wir Menschen Very Happy (wir würden es ja auch erst merken, wenns zu spät ist)?
Kaninchen scheinen einen sehr gut ausgeprägten Instinkt zu haben, sie können ja scheinbar Nährwerte aus dem Futter wahrnehmen. (Ich habe dazu leider keine Quelle, aber vielleicht weiß ja jemand mehr darüber?)
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Anmeldungsdatum: 06.09.2010
Beiträge: 370
Wohnort: Offenbach

BeitragVerfasst am: 26.04.2011 23:31    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Miriam hat Folgendes geschrieben:
Knallfrosch hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

kann es sein, dass er link dort hin nicht mehr funktioniert? Schade, denn ich hätter gern mehr gewusst über dieses Thema.


Das Kaninchenschutzforum ist leider seit zwei Tagen schon nicht mehr erreichbar, aber es wird bestimmt irgendwann mal wieder gehen.


Der Link müsste wieder gehen!
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8420
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BeitragVerfasst am: 27.04.2011 21:41    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Danke für den Hinweis.
Ich habe den Thread mir jetzt etwas genauer angesehen.
Im Prinzip ist es immer wieder etwas das selbe, die einen sind durchaus aufgeschlossen, zeigen Interesse und beobachten zumindest in Ansätze sowas wie ein Muster von Instinkte, während die anderen ihren Tieren jeglichen Instinkt absprechen. Aber das war schon in früheren Diskussionen so, wobei ich den Eindruck habe durch Diskussionen, die u.a. auch von Andreas mit angeregt wurden, hat sich schon etwa getan in dem Sinne, dass die Leute, welche wirklich das Interesse haben, sich gezielter Gedanken machen.
Was mir aber auffällt, dass die Leute, selbst die Aufgeschlossenen bald an einen Punkt kommen, wo sie nicht weiter wissen. Sie fühlen sich unsicher und tendieren daher dann eher dazu, lieber sein lassen, als unnötig zu experimentieren. Dabei fehlts an zweierlei, einerseits Literatur, fundiertes Hintergrundwissen und andererseits natürlich auch Erfahrung. Was mir nämlich jeweils auffällt, was die Leute anfangen zu denken, das hatte Murx in früheren Diskussionen öfters konsequent weitergedacht und gezeigt, dass scheinbar sinnloses Verhalten einen tieferen Sinn hat. Die Giftpflanze, welche das dumme, vielleicht noch kranke Tier frisst, war genau in dem Moment vielleicht genau richtig oder eben das beste was das Tier gerade finden konnte.

Zum Beispiel mit den Pferden finde ich halt so typisch, das wird einfach so in den Raum geworfen ohne nähere Hintergründe zu beleuchten. Es könnte auch bloss eine ungeschickte Verkettung einer Reihe ungünstiger Faktoren gewesen sein oder vielleicht doch fehlende Erfahrung zu selektieren, da die Pferde bislang kaum mit Giftpflanzen Erfahrung sammeln konnten? Wie sollen wir das einschätzen? Natürlich wer sich nicht sehr tief mit der Materie beschäftigt hat, den wird das wahrscheinlich abschrecken. Ich kenne jedoch mittlerweile genug Beispiele von falschem Alarm von Dramatisierung von Giftpflanzen, dass ich skeptisch geworden bin bei solchen berichteten Fällen. Im Deguforum beispielsweise geisterte mal das Gerücht herum, dass Degus sich an frischem Rotbuchenlaub vergiftet hätten und tot umgefallen seien, gleich eine ganze Familiengruppe. Zwar wurde das schon damals angezweifelt, aber als Gerücht machte es noch lange die Runde und ich half dabei auch noch kräftig mit...

Letztlich ist jedoch oft eines der Hauptprobleme die fehlende Vielfalt, zu einseitiges Angebot, Mangel usw.
Was mir die Augen öffnete bezüglich Vielfalt auf der Wiese, war die Heu-Publikation vom VFD:
http://www.vfdnet.de/info/info_anzeigen.php?info_id=4936&verbandid=1
Es geht um die Heugewinnung und um wirklich fundiertes Hintergrundwissen (aber dennoch gut verständlich geschrieben), das ich so bislang noch nirgendwo gelesen habe. Die Pferdehalter sind uns da um Längen voraus.

Ich kann das euch nur ans Herz legen, in der Broschüre mal zu schmökern, aber vorsicht, es ist sehr umfangreich, so dass es sinnvoll ist, sich öfters damit zu beschäftigen, um sich da einzulesen.
Vor allem was mich erschreckte war die Artenarmut auf unseren scheinbar so vielfältigen Wiesen. Was es da alles an Gräser gäbe, die es auf normalen Wiesen nicht gibt! Das ist eine unglaubliche Vielfalt. Gerade zu diesem Thema hat Ulrike Vanselow viel beigetragen.

Die Autorin hatte ich vor einiger Zeit schon erwähnt im Zusammenhang mit dem giftigen Gras:
http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=2282

Mit der Vielfalt auf der Wiese fängt es doch eigentlich an, ob nun bei den Pferden oder bei den Kaninchen. Bloss Pferde brauchen es offenbar karger als die Kaninchen.

Zitat:

Im Netz habe ich dazu auch gefunden, dass wohl auch Erdmännchen gegen das Skorpiongift immun sind und diese verspeisen.
Spätestens nach so einer Info sollte doch klar sein, dass es nunmal Lebewesen gibt, die mehr Gifte vertragen als andere. Trotzdem wird oft von einem Lebewesen aufs Andere oder gar vom Menschen auf Kaninchen geschlossen.

Wenn dich das Thema interessiert, hätte ich einen Buchtipp, der zum Thema passt:
"Wild Health - Gesundheit aus der Wildnis" von Cindy Engel, http://www.amazon.de/Wild-Health-Gesundheit-Wildnis-erhalten/dp/3936188173/

Zitat:

Aber.....das erklärt natürlich nicht, warum Pferde überhaupt Giftpflanzen futtern, wenn sie sie nicht vertragen.....oder sind sie vielleicht einfach nur "dümmer" wie Kaninchen, so etwa wie wir Menschen (wir würden es ja auch erst merken, wenns zu spät ist)?

Naja Ratten lassen sich ja auch vergiften mit genug List und Ratten gelten was Gifte angeht als sehr schwer zu täuschen.
Das Problem ist einfach, wenn die Tiere mit etwas konfrontiert werden, das sie nicht kennen und sie für den Moment überfordert, da sie nicht die Möglichkeit haben lernen damit umzugehen.
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Noraja
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Anmeldungsdatum: 25.04.2010
Beiträge: 665
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 02.05.2011 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

was mich etwas erstaunt, ist dasss, das unteraschiedliche Fressverhalten von Kaninchen und anderen Kleinsäugern und Pferden hier noch gar nicht erwähnt wurde.

Kleine Tiere, wie Kaninchen sie sind, nehmen sich beim Fressen eine Pflanze nach der anderen vor und fressen davon die Teile, die ihnen davon zusagen.

Bei Kühen und Pferden (die ich viel weniger oft beim Fressen beobachtete), sieht das normale Fressen anders aus. Da wird jeweils gleich ein ganzer Büschel an pflanzlichem Material in ihren Mund genommen. Vor dem Aufnehmen des Büschels wird zwar geschnuppert wird zwar und es wird längst nicht alles wahllos gefressen, aber eine Feinselektion von einzelnen Pflanzen hab ich beim Grasen grosser Tiere noch nie beobachtet.


ich kann mir gut vorstellen, das das - nebst allen oben erwähnten Punkten - auch einen Einfluss darauf hat.

Liebe Grüsse
Lina
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8420
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 04.05.2011 01:25    Titel: Re: Vergiftungen bei Tieren Antworten mit Zitat

Man denke auch an die rauhe Zunge z.B. von Kühen. Die wird meines Wissens mehr eingesetzt beim Fressen, als beispielsweise so mancher Kleinsäuger seine eigene Zunge nutzt.
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