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Laengere Wild-Degubeobachtungen hinsichtl. Sozialverhalten?

 
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SaScha
Fellnase


Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 6
Wohnort: D - 74***

BeitragVerfasst am: 19.01.2021 19:28    Titel: Laengere Wild-Degubeobachtungen hinsichtl. Sozialverhalten? Antworten mit Zitat

Hallo,
ich dachte immer, wenn es das gäbe, dann wäre es schon vielfach zitiert/angeführt worden.
Aber da ich erst kürzlich wieder einen ganzen Infoschatz entdeckt hatte, der praktisch die ganze Zeit ungesehen fertig vorgedacht "unter meiner Nase" gewachsen ist und ich hätte mir mit viel eigene Überlegungen und Nachschlagen die letzten Jahre sparen können ... frage ich jetzt doch mal:

Gibt es eine (oder mehrere) wirklich aussagekräftige Quellen/Artikel/Bücher, in denen jemand ganz bestimmte Degugruppen über eine längere Zeit in der Natur beobachtet hat?
Also so wie zum Beispiel Wildpferdeherden oder Wolfsrudel.
Einzelne Tiere wurden unterschieden (wenn nötig gekennzeichnet) und mitverfolgt, wie sich so eine Gruppe entwickelt. Was der engere Kern ist, wie und ob es eine Zu- oder Abwanderung von Nachbargruppen gab.
Besonders interessant natürlich anlässlich der massiven Probleme in Gefangenschaft in den ersten 2 Jahren auch: was aus den geborenen Jungtieren wurde. Wie endeten Konflikte? Konnte man regemäßige Vertreibungen gerade von halbstarken Männchen und dann solche Zusammenschlüsse wie Junghengstegruppen beobachten? (Und wenn ja, wie ging es für diese weiter?).

Vermutlich ein schöner Traum, oder... vielleicht gibt es ja doch bisschen etwas?

LG Sabine


Zuletzt bearbeitet von SaScha am 19.01.2021 19:34, insgesamt einmal bearbeitet
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SaScha
Fellnase


Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 6
Wohnort: D - 74***

BeitragVerfasst am: 19.01.2021 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

... sorry eigentlich hatte der Beitrag auch ein Thema ("Längere Wild-Degubeobachtungen hinsichtl. Sozialverhalten?"), aber das löscht es mir leider immer wieder raus Sad
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davX
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Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8456
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 20.01.2021 12:00    Titel: Re: Laengere Wild-Degubeobachtungen hinsichtl. Sozialverhalt Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

ich habe es korrigiert. Umlaute werden leider nicht angenommen im Titel. Versuche meinerseits das zu reparieren schlugen leider fehl.

Zitat:

Gibt es eine (oder mehrere) wirklich aussagekräftige Quellen/Artikel/Bücher, in denen jemand ganz bestimmte Degugruppen über eine längere Zeit in der Natur beobachtet hat?

Ich stelle mal die Gegenfrage, was stellst du dir unter Sozialverhalten vor? Weil, es gibt schon Unterschiede zwischen Degus und Wölfe. Bei letzteren Tiere zu markieren und dann ihr Verhalten in einer Gruppe über längere Zeit zu beobachten und dokumentieren ist möglich, bei Degus denke ich, ist das eher schwierig. Dazu kommt die relativ kurze Lebenserwartung der Degus in der Wildnis. Die meisten werden nicht älter als vielleicht 1-2 Jahre, wenn es hoch kommt sind es vielleicht 3-4 Jahre.

Studien gibt es natürlich eine Reihe bei den Degus. Natürlich keine Bücher.
In den 1970er Jahre hatte der Amerikaner Fulk was dazu veröffentlicht im Journal of Mammalogy:

Fulk, G. (1976): Notes on the activity, reproductive and social behavior of Octodon degus. Journal of Mammalogy 57: 495-505.
https://academic.oup.com/jmammal/article-abstract/57/3/495/872273?redirectedFrom=fulltext

In den 1980er und 1990er Jahre gab es dann einige Studien insbesondere von den Chilenen selbst, wobei es da teilweise eher noch um ökologische Beobachtungen ging, das Verhalten bei Prädatorendruck war beispielsweise ein wichtiges Thema, das unter anderem von Le Boulengé und Fuentes beschrieben wurde oder Lagos und Kollegen. Und dann ab dem Jahr 2000 fing das goldene Zeitalter an mit vielen interessanten und tollen Studien. Fast schon ein Feuerwerk, was da publiziert wurde, vieles davon ist auch frei zugänglich in der Zeitschrift "Revista Chilena de Historia Natural":

* Le Boulengé, E. Fuentes, E.R. (1978): Quelques données sur la dynamique de population chez Octodon degus (Rongeur Hystricomorphe) du Chili central. La terre et la vie 32: 325-341.
* Lagos et al. 1995: Microhabitat Use by a Small Diurnal Rodent (Octodon degus) in a Semiarid Environment: Thermoregulatory Constraints or Predation Risk? Journal of Mammalogy 76(3):900–905. Copenhagen. https://academic.oup.com/jmammal/article-abstract/76/3/900/864741
* Vásquez, R.A. (1997): Vigilance and social foraging in Octodon degus (Rodentia: Octodontidae) in central Chile. Revista Chilena Historia Natural 70: 557-563.
* Vásquez et al. (2002): The influence of habitat on travel speed, intermittent locomotion, and vigilance in a diurnal rodent. Behavioral Ecology 13(2): 182–187. https://academic.oup.com/beheco/article/13/2/182/200699

Vieles habe ich eigentlich hier schon vor Jahren dokumentiert:
http://degu.re4.ch/ratgeber/allgemeines_lebensweise.html

Seit da kam allerdings auch wieder viel Neues und Spannendes dazu.

Konkret zum Thema Zu- und Abwanderung erinnere ich mich auch an vereinzelte Studien. Das ist aber wie gesagt bei Degus schwieriger zu machen. Es gab mehrere Studien, da wurden tatsächlich Degus markiert und es gab sogar Studien, da bekamen die Degus einen kleinen Sender und wurden überwacht, wo und wie sie ihre Zeit verbringen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass Degus ziemlich streng tagaktiv sind und die Nacht in ihren Bauen verbringen.
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BeitragVerfasst am: 30.01.2021 12:45    Titel: Re: Laengere Wild-Degubeobachtungen hinsichtl. Sozialverhalt Antworten mit Zitat

Apropos, ich fand diesen Artikel einer der aufschlussreichsten, um sich die Lebensweise der Degus besser zu verstehen, wie ihre Umgebung überhaupt aussieht:
https://ieb-chile.cl/wp-content/uploads/2019/02/Vasquez_2009_Quercus.pdf

Der Artikel ist zwar auf Spanisch, aber um den Text geht es mir weniger, als um die sehr aufschlussreichen Fotos im Artikel. Man sieht darin die Gangsysteme und oberirdischen Wege, welche die Degus anlegen.

Das hier sind übrigens meine Fotos, die ich gemacht habe von einem Standort, wo wir Degus sahen und mehr noch, vorallem hörten (ihre Warnrufe):
http://www.degupedia.de/wiki/index.php?title=Valle_del_Encanto
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BeitragVerfasst am: 30.01.2021 13:00    Titel: Re: Laengere Wild-Degubeobachtungen hinsichtl. Sozialverhalt Antworten mit Zitat

Beispielhaft dafür, was in Degustudien gerne gemacht wird, ist folgende Studie:

Quirici et al. (2013): Relatedness does not predict vigilance in a population of the social rodent Octodon degus. Acta Ethol. 16: 1-8. doi: 10.1007/s10211-012-0131-3
https://repositorio.uc.cl/xmlui/bitstream/handle/11534/11859/Relatedness%20does%20not%20influence%20vigilance%20in%20a%20population%20of%20the%20social%20rodent%20Octodon%20degus.pdf?sequence=1&isAllowed=y

Was wurde gemacht? Man hat Degus am westlichen Stadtrand von Santiago gefangen, hat sie mit schwarzer Haarfarbe markiert und dann wieder freigelassen. Dann hat man das Verhalten der markierten Degus beobachtet und dann ausgewertet. Da man hier noch die Verwandtschaft als Kriterium hatte, wurde den gefangenen Degus ein kleines Stück vom Ohr genommen, um es dann genetisch zu analysieren (DNA-Analyse).

Das hier ist eine ältere Studie, bei der der Versuchsaufbau etwas einfacher war. Da wurden einfach Degus beobachtet, wie verhalten sie sich, es wurden Aktivitäten beobachtet, kategorisiert und gemessen. Es wurde da nachgewiesen, dass Degus deutlich weniger Zeit aufwenden um die Umgebung zu überwachen auf Gefahren, wenn die Gruppengrösse steigt, in der sie sich befinden, wenn sie auf der Bodenoberfläche auf Futtersuche gehen.
http://rchn.biologiachile.cl/pdfs/1997/4/Vasquez_1997.pdf
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SaScha
Fellnase


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BeitragVerfasst am: 26.09.2021 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David,

hier nochmal wie bereits per pn geschrieben: entschuldige die lange Funkstille hierunter! Ich hatte Deine Antworten gesehen und mich auch super gefreut. Vielen Dank für Deine Hinweise und Überlegungen! (Und für das Herausnehmen der Umlaute in der Überschrift ohne vorwurfsvollen Hinweis auf den obigen Abschnitt "neu hier" Smile )

Wie geschrieben, hatte ich dann doch schneller als gedacht etwas besser den Dreh/"Suchpfad" heraus, wie ich Studien suche. Und mir in der Begeisterung, WAS es da alles gibt, schon einige regelrecht angehäuft. Wie geschrieben, auch bedauernd festgestellt, dass man an viele neuere Studien nicht so ohne Weiteres herankommt.
Dann fehlte aber über Frühjahr und Sommer absolut die Kraft/Ruhe hierfür am Abend und es musste warten. Denn um die Texte wirklich gut in den Feinheiten, um die es mir geht zu erfassen, muss man sie zT sorgsam lesen und sich das entsprechende Vokabular auch erstmal aneignen. Für Dich natürlich schon lange kein Thema mehr.
So ging es mir zumindest und besonders z mit den Beziehungsbezeichnungen mit dem Beitrag, den ich jetzt wieder vom Januar aufnehme "Octodon degus kin and social structure" Espenberger, Davis, Vásquez und andere 2015. https://academic.oup.com/jmammal/article/97/2/361/2459547 . Sehr spannend, inhaltlich gut nachvollziehbar - aber mein bisheriges Business- oder Urlaubsenglisch hat mit dem dortigen Vokabular nicht so viel zu tun. Und ich wollte die Details gut verstehen.

Ich schreibe das ganze mal so offen, denn ich bin mir sehr sicher, dass sich andere mit Beschaffung und Sprache dann noch weit schwerer tun und sich deshalb über so eine neu herausgeholte Linksammlung wie von Dir oben durchaus auch freuen.
(Für diese: wirklich sehr hilfreich zum ersten schnellen "Vorscannen" von Studien finde ich den Link hier, den Andreas auf seiner Seite mal empfohlen hat https://www.deepl.com/translator . Will mal es genauer wissen, sollte man aber schon parallel den englischen Text lesen und die Fach-Begriffe so treffend es jeweils geht nachschlagen.)

Jetzt hoffe ich, das ganze wieder etwas aufnehmen zu können und wenn es passt vielleicht auch hier stückweise etwas berichten?
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SaScha
Fellnase


Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 6
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BeitragVerfasst am: 26.09.2021 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich stelle mal die Gegenfrage, was stellst du dir unter Sozialverhalten vor?
Weil, es gibt schon Unterschiede zwischen Degus und Wölfe.
Bei letzteren Tiere zu markieren und dann ihr Verhalten in einer Gruppe über längere Zeit zu beobachten und dokumentieren ist möglich, bei Degus denke ich, ist das eher schwierig. Dazu kommt die relativ kurze Lebenserwartung der Degus in der Wildnis. Die meisten werden nicht älter als vielleicht 1-2 Jahre, wenn es hoch kommt sind es vielleicht 3-4 Jahre.


Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Degus und Wölfen Smile Nur sind den meisten Menschen Pferde und Wölfe als Herden/Rudeltiere und Untersuchungsgegenstand wie sich diese Gruppierungen zusammensetzen über die Zeit auch durch schöne Naturfilme viel mehr ein Begriff als Degus ; und ich dachte, es erleichtert etwas zusammen mit den weiteren Zeilen, zu verstehen, wonach ich suche.

Und genau wie Du weiter unten selber ausgeführt hast: es gibt die Möglichkeit genauso bei Degus, Individuen zu markieren (durch Farbe, durch Sender, durch Halsbänder, durch Ohrverletzungen....) und diese bzw dann ganze Gruppen zu beobachten.
Und dass man für die Beobachtungen keine riesigen Gebiete hat und gar Helikopter benötigt etc wie bei Wölfen oder Pferden, bei denen dann die Tiere oft erst nach einer Weile wieder "auftauchen" für die Beobachter, macht es durchaus eher leichter hier Beobachtungen durchzuführen.

(Stichwortsuchen u.a.: " capture marking degus " "capture-mark-recapture" "traps sexed marked" ... )

Dass durch solche Vorgehen leider immer auch in sehr hohem Maß die Gefahr besteht, dass der Beobachtende den Beobachtungsgegenstand bzw die "beobachtete Wirklichkeit" mit beeinflusst (durch seine bloße Anwesenheit, aber hier auch durch das Herausfangen und Absondern der Tiere von der Gruppe und das Anbringen von Markierungen/Gegenständen an ihnen) ist ein anderes, durchaus spannendes Thema, dass aber nicht nur die kleinen Tiere betrifft.

Also zur obigen Frage, was ich mir unter Sozialverhalten vorstelle
: eben das
Zitat:
Einzelne Tiere wurden unterschieden (wenn nötig gekennzeichnet) und mitverfolgt, wie sich so eine Gruppe entwickelt. Was der engere Kern ist, wie und ob es eine Zu- oder Abwanderung von Nachbargruppen gab.
Besonders interessant natürlich anlässlich der massiven Probleme in Gefangenschaft in den ersten 2 Jahren auch: was aus den geborenen Jungtieren wurde. Wie endeten Konflikte? Konnte man regemäßige Vertreibungen gerade von halbstarken Männchen und dann solche Zusammenschlüsse wie Junghengstegruppen beobachten? (Und wenn ja, wie ging es für diese weiter?)..

Gerne auch: wie läuft so ein Erwachsenwerden, so eine Zeit des potentiellen Aufbegehrens ab - ist eine klassische Pubertät/Halbstarkenzeit überhaupt erkennbar, wie wir es in Gefangeschaft im Alter von 5/6 - 18 Monaten vertärkt beobachten? Der hohe Überlebensdruck, die gemeinsame Aufzucht von Nachwuchs und das frühe Versterben dürfte so etwas in der Natur weit seltener vokommen lassen, denke ich. Aber wer weiß....

Anlass hier genauer selber mal in der "Nicht-Gefangenschaft" nachlesen zu wollen ohne mich selber in ein Tarnzelt zu legen sind

* die traurig hohe Zahl von wirklich ernsten Verletzungen und auch Todesfällen in Gefangenschaft bei heranwachsenden und zu spät oder nicht getrennten Jugendgruppen oder bei Vergesellschaftungen.

* Und in den Zusammenhang die anhaltenden Ratschläge in der aktuellen Deguszene (im Gegensatz zur Chinchillawelt, wo man sehr klar empfiehlt, gerade Männchen ihren Frieden zu lassen, wenn sie eine funktionierende Zweiergruppe bilden und insgesamt von allzu vielen Erweiterungsversuchen abrät, was sich in vielen Fällen für mich auch für meine Erfahrungen mit Degus deckt derzeit) egal ob von Züchtern, auf sonstigen Websites, auf FB und auch zum Teil vom Tierschutz, dass "2 ein Paar aber erst 3 eine Gruppe seien". Dass "Degus ja in der Natur Gruppentiere seien und sich in größeren Gruppen wohler fühlten. Und erst in einer größeren Gruppe könne man die wirklich spannenden sozialen Interaktionen beobachten [leider konnte das noch keiner dann auf Nachfragen genauer ausführen, was das genau ist, denn es wird von neuen Haltern einfach nachgeplappert und sehr oft zerfallen diese größeren Gruppen nach einer Weile und die "spannenden sozialen Interaktionen" scheinen sich überwiegend eher auf eine erhöhte Anzahl von Rangstreitigkeiten zu besziehen. Was nicht heißt, dass es nicht auch größere Gruppen von 5 und mehr Tieren gibt, die länger wirklich harmonsich zusammenleben. Aber sie scheinen wirklich nicht die Regel sondern die Ausnahme zu sein. Eine Umfrage bzgl der Gruppengröße in den Nicht-Züchterhaushalten und dazu der Wunsch, dasss aber eigentlich die meisten geren "größere Kuschelhaufen" hätten, bestärkt die letzte Aussage. Hier ist nicht eine sehr große "schweigende Mehrheit", mit unkomplzierten großen Degugruppen. Wenn eine solche besteht - und sei es auch nur temporär die ersten paar Lebensmonate - dann wird diese meist sehr stolz fotografiert und oft gezeigt/erwähnt.

Die obige Meinung über das Gruppenglück von Degus geht so weit, dass immer wieder auch Halter von harmonischen Zweiergruppen regelrecht angegeangen werden, dass 2 ja nicht artgerecht seien. Sie werden genötigt, mit einer VG zu starten.... (die sehr oft nicht glücklich endet, je nachdem wie die Voraussetzungen und die Handhabung bzw auch Bereitschaft sind, diese abzubrechen).




Hier möchte ich eben für mich selber mal lesen, wie es mit den Vertreibungen und Todesfällen in der Natur ist. Was mit den überschüssigen Männchen passiert. Und welche Rolle Verwandtschaft spielt.....
Das ist ein breites Feld und in Anbetracht meiner Zeit und der Tendenz, dann beim Lesen zu anderen Degu-Themen abzuschweifen eine Aufgabe für sehr lange fürchte ich. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen .
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