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Kleinsäuger chipen - ein Zukunftsmodell?

 
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davX
Team


Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 8443
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 09.12.2010 01:10    Titel: Kleinsäuger chipen - ein Zukunftsmodell? Antworten mit Zitat

Huhu,

ich habe kürzlich in einer alten Rodentia einen interessanten Beitrag zum chipen von Kleinsäugern gelesen. Ich glaube beim Beitrag gings entweder um Meerschweine oder Kaninchen. Die Autorin ihrerseits Züchterin suchte nach einer Lösung ihre Tiere dauerhaft und fälschungssicher zu markieren. Sie stiess dann auf das chipen.

Im Beitrag schrieb sie über ihre Beweggründe und verschiedene Möglichkeiten, die sie vorher in Betracht zog. Das chipen hat insbesondere den Vorteil, dass es fälschungssicher ist: Die Chips sind alle eindeutig und der Chip einmal plaziert kann nicht mehr entfernt werden ohne das Tier zu gefärden und ohne dass das sichtbare Wunden hinterliesse, ja es besteht sogar die Gefahr, dass das Tier daran stirbt. Der Chip bleibt daher im Tier und bietet eine sichere Möglichkeit zur eindeutigen Identifikation, was die Autorin ursprünglich aus dem Grund in Erwägung zog, da Rassentierzüchter oft viele gleich aussehende Tiere haben, die sich nur sehr schwer und mit zunehmender Menge fast gleich aussehender Tiere kaum noch unterscheiden lassen. Es gibt aber auch andere Vorteile: Tiere die herumgereicht werden, lassen sich später noch eindeutig auf seinen Ursprung zurückverfolgen, da der Chip eindeutig ist. Es besteht nicht die Gefahr, dass Züchter falsche Tiere unterjubeln können, wenn diese hin und hergeschoben werden.

Eine der Schwierigkeiten ist jedoch das chipen der Tiere. Obwohl es bei Hund, Katze und Co. verbreitet ist, für Privathalter ist es schwierig seine Tiere selber zu chipen und sind i.d.R. auf den TA angewisen und das ist bei seinen Preisen gerade für Zuchten unerschwinglich. Die Autorin kam letztlich mit einem der Hersteller solcher Chips und Chipsetzgeräte in Kontakt, liess sich das chipen beibringen und markiert jetzt ihre Tiere offenbar so selber.

Unter dem Strich finde ich die ganze Sache sehr interessant. Eine Chippflicht für Rassentiere denke ich aber lässt sich kaum durchsetzen. Und auch der Nutzen, da denke ich eher weniger zuversichtlich, ist auch begrenzt. Es würde zwar sicher Transparenz schaffen, ist aber auch Aufwand und um Lehren zu ziehen sagen wir auf Zuchtprobleme, würde es wahrscheinlich wieder bei den Züchtern selber scheitern. Entweder sind diese so weitsichtig, dass sie das Problem sehen und entsprechend vorbeugen oder aber, und das scheint offenbar häufig der Fall zu sein, es wird so weiter gemacht wie bisher und statt dessen häufig lieber die Schuld abgeschoben... Epitests und Co. lassen grüssen.

Nicht zuletzt wird sich wohl auch nichts daran ändern, dass es en vogue bleibt, dem neusten Designermorph-Trend nachzulechtzen, seien es nun Meerschweine, Rennmäuse oder was auch immer. Da helfen auch ein paar seriöse Züchter mit ihren guten Absichten leider oft nicht so viel, egal wie redlich ihre Arbeit ist, denn was entscheidet ist das Verhalten der Masse und um das ist es bekanntlich nicht immer so gut bestellt...
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4581
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 09.12.2010 02:16    Titel: Re: Kleinsäuger chipen - ein Zukunftsmodell? Antworten mit Zitat

Bei Vögeln wurde schon in den 90er Jahren diskutiert, ob das Chippen von bedrohten Vogelarten nicht Sinn machen würde - eben aufgrund der Fälschungssicherheit.
Nun ist es jedoch gerade bei kleinen Singvögeln so, daß der einzige Ort, wo der Chip halbwegs ohne zu stören implementiert werden kann, die Brust ist - und die wiederum ist nur deshalb so schön fleischig, weil da die Hauptflugmuskulatur sitzt, die beim Fliegen auch äußerst rege arbeitet - und das wiederum führte bei einigen gechipten Vögeln dazu, daß der Transponder Richtung Herz oder andere lebenswichtige Organe das Wandern anfing.
Man blieb deshalb bis heute bei geschlossenen Ringen, diese Wandern nicht und stören die Vögelchen offenbar noch am Wenigsten, wobei allerdings das Beringen seinerseits etliche Gefahren bringt, denn die Vögel müssen in einem bestimmten Alter beringt werden, sonst ist der Fuß entweder zu klein und der Ring würde wieder runterrutschen, oder aber der Fuß ist inzwischen zu groß und man bekommt den Ring nicht mehr über die Zehen rüber. Nun ist das jedoch ausgerechnet die Nestlingszeit - die Vogelmütter sind teilweise sehr fürsorglich und sorgen dafür, daß jegliche Fremdkörper im Nest aus dem Nest geschmissen werden, einschließlich geschlossene Vogelringe ... bloß blöd, wenn da der Sprößling dann noch mit drannehängt ...

Ein ähnliches Problem hat man übrigens auch bei Kleinsäugern ... schon bei einem Degu ist chippen für den Degu lebensgefährlich. Der hat einfach nicht genügend Fleisch, wo der Chip reinpassen würde. Bei Zwergmäusen schließt sich ein solcher Versuch gleich von vornherein aus, das würde in jedem Falle tödlich enden.
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Ich habe es endlich amtlich (Mitgliedsausweis der Piratenpartei):
"Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten in Privatsphäre und Öffentlichkeit.

Behinderung dieser Rechte wird geahndet durch die Piratenpartei Deutschland"
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pantoffeltierchen
Lästermaul


Anmeldungsdatum: 01.10.2010
Beiträge: 128
Wohnort: Konstanz

BeitragVerfasst am: 09.12.2010 02:28    Titel: Re: Kleinsäuger chipen - ein Zukunftsmodell? Antworten mit Zitat

Das Selber-Chippen würde ich mich niemals trauen. Das sollten Profis machen. Ich hab nur einmal ne Jungkatze beim Chippen festgehalten. War noch ein bisschen unerfahren in Sachen Fixation und hatte schupps die Krallen im Arm hängen. Es gibt unterschiedliche Kanülen dafür, die scheinbar unterschiedlich dolle wehtun. Selber subcutan Spritzen find ich noch in Ordnung. Obwohl ich auch da manchmal ein bisschen unsicher bin. Mein Hasi hat ne dicke Haut Wink.
Also ich find lieber Geld ausgeben, als dass was schief geht.

Wenn man viele ähnliche Tiere unterscheiden muss finde ich das Chippen sinnvoll. Auch wenn sie mal schnell flüchtigen (Hund, Katze). Meinem Hasen wür dich nie nen Chip verpassen. wozu auch. Dabei fällt mir ein, dass es Halsbänder für Katzen gibt, wo so ein aufschraubbares Teil dran ist. Darin befindet sich ein Zettel, auf dem man dann seine Adresse und Telefonnr. eintragen kann. Hihi, hab sowas mal für Schecki gekauft. Warum das weiß ich nicht.

Warum sollte man gerade Rassetiere chippen müssen? Wenn ein reinrassiger potenter Holländer allein im Garten lebt...was soll das dann bringen? Und was sollte es bringen, wenn er zu Häsinnen dürfte?
Überhaupt Zucht: ich weiß es gehört nicht hierher, aber allein für NRW gibt es rund 300 ebay-kleinanzeigen für Hasen unter einem Jahr (meist nur wenige Wochen alt).
Also lieber Zucht verbieten, dann stellt sich das Identifizierungsproblem gar nicht erst.

Wie kann man Tiere durch Chip auf den Ursprung zurückverfolgen? Man hat doch beim Lesen nur eine nummer. Die sagt doch nicht wo das Tier herkommt. So etwas spielt bei Second-Hand-Tieren eh keine Rolle. Ich hab mich häufiger gefragt wer die ursprünglichen Besitzer meiner Tiere sind. Eindeutig herausgefunden hatte ich das nie. Ich weiß auch nicht wer die Eltern der Tiere waren. Ist sowas wichtig? Manche Argumente für das Chippen versteh ich nicht wirklich. Es sei denn man will unbedingt ein reinrassiges Lohkaninchen und ein reinrassiges Rexkaninchen zusammenhalten, weils so schön aussieht, oder wie ich letztens gehört habe so gut zur Inneneinrichtung passt. Grrr.

Was sagt eigentlich der Körper des Tieres dazu? Schließlich ist da ein Fremdkörper unter der Haut. Bleibt das bei kaninchen an der selben Stelle? Die Haut liegt doch locker auf der Muskulatur und lässt sich fast überall am Körper ablupfen. Rutscht der Chip dann nicht von oben nach unten an den Bauch? Ist vielleicht ne doofe Frage, aber ich weiß es eben nicht besser.

edit: murx hat nach mir angefangen zu schreiben und war vor mir fertig. Wie macht sie das? Mr. Green Also der Chip wird ins Fleisch gesetzt? Das ist mir neu. Ich dachte das sei subkutan nicht i.m.
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Das schönste Erlebnis, das man mit einem Tier haben kann ist sein Vertrauen zu gewinnen. Besonders dann, wenn man lange daran gearbeitet hat.
Das schlimmste ist die Entscheidung über Leben und Tod eines Tieres, welches unheilbar krank ist.
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atropa belladonna
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Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 1245
Wohnort: rural backwater

BeitragVerfasst am: 09.12.2010 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Den Sinn des Chippens auch bei Heimtieren kann ich ungefähr nachvollziehen, auch wenn man da etwas üm die Ecke denken muß.

Bei Hund, Katze, Frettchen (für die hierzulande Chippflicht besteht, sofern mit ihnen ins Ausland gereist wird) ist das so:

Fakt ist, dass der Transponder nur eine Nummer enthält. Diese Nummer wird in den EU Heimtierausweis eingetragen und wird u.a. beim Abhandenkommen des Tieres eingesetzt, um es wiederzufinden und dient zusammen mit dem Ausweis der lückenlosen Kontrolle erfolgter Impfungen usw. Es ist also ein Identifikationsmerkmal so wie das Ohrentattoo seinerzeit, nur dass ein Transponder eben immer lesbar bleibt (ein Tattoo bleicht irgendwann aus).

Natürlich hilft das auch im Falle der Identifikation (reinrassiger) Zuchttiere. Dazu müßte aber in erster Linie der Züchter als entsprechend seriös verifiziert werden, so dass man entsprechend sicher sein kann, dass von IHM auch wirklich nur reinrassige (besonders fitte oder was auch immer) Tiere kommen. Eine zentrale Datenbank erleichtert den Verwaltungsaufwand. Also ansich verständlich und nachvollziehbar.

Auf der anderen Seite ist es aber wie angesprochen, dass die genannten Tiere oft zu klein sind für die gewöhnlichen Transponder. Und ja, die können wandern, je nach Sitz manchmal nicht unerhebliche Wege. Ich sehe hier also in erster LInie auch die Gefahr eines neuen Marktes für Mikrotransponder. Besonders toll finde ich das ab einer Tiergröße < Kaninchen auch nicht.
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4581
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 09.12.2010 14:05    Titel: Re: Kleinsäuger chipen - ein Zukunftsmodell? Antworten mit Zitat

Das Fleisch, also die Muskelstränge, bieten einen gewissen Schutz, daß sich der Transponder bis zu irgendwelchen Organen oder bis zum Knochen durcharbeiten kann, was fatal wäre.
Idealerweise kommt der Transponder auch nicht direkt in der Unterhaut zu liegen, sondern direkt zwischen dem Unterhautfettgewebe (soweit vorhanden) und den Muskelsträngen. Das Problem ist jedoch hierbei, daß die Muskelstränge durch eine Bindehaut zusammengehalten werden - und genau diese durch den Transponder verletzt wird. Andererseits wächst die Bindehaut wieder neu - und befestigt den Transponder sehr zuverlässig.

Für Nutztiere, also Rinder, Schafe, Ziegen, Büffel und Co, gibt es für jede Art und Rasse eine zentrale Datenbank, wo die zugehörigen ID-Nummern samt Geburtsort, Geburtstag, Vater, Mutter, Geschwister, Krankheiten, veterinärmedizinische Untersuchungen etc abgelegt sind. Mithilfe der Nummer kann zu jedem einzelnen Tier alles das abgefragt werden, einschließlich aller verflossenen und noch aktiven Eigentümer. Im Grunde genommen ist es hier wurscht, ob die Nummer nun auf einer Ohrmarke sitzt oder auf einem Transponder ...

Es gibt übrigens noch eine recht unbeachtete Kennzeichnungsmethode, die mit Erfolg bei Insekten und Kleinstnagern angewendet wird ... es wird eine mikroskopisch kleine ID-Nummer in den Chitinpanzer oder in das Horn der Säuger gebrannt. Allerdings muß diese Kennzeichnung je nach Krallenwachstum erneuert werden, da es ansonsten mit den Krallen immer mehr zur Spitze hin wächst und irgendwann halt mal normal abgeschliffen wird.
Das Ablesen ist recht schwierig ... einfach, weil mit so einer Art Mikroskop die Zahl erst lesbar gemacht werden muß.
Bisher werden solche Kennzeichnungen nur in der Verhaltensbiologie eingesetzt, um irgendwelche Mäusepopulationen zu beobachten oder irgendwelche Wanderungen ausgewachsener Insekten.
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schweinsnase77
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Anmeldungsdatum: 18.07.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 10.12.2010 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Für Züchter die "Klone" (also einfarbige Tiere) züchten ist das theoretisch gesehen ne super Sache. Aber selbst da ist es nicht wirklich praktikabel. Zum einen löst es gerade im Meerschweinchenbereich das Problem der Zuordnung der Jungtiere zu ihren Eltern nicht Augenrollen (man nehme 3 einfarbig schwarze zusammenlebende Weibchen und lasse sie am selben Tag einfarbig schwarze Jungen werfen Shocked ), zum anderen würde das gnaze für Züchter nur dann was bringen, wenn man auch Babies und kleine Jungtiere chippen kann.
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Murx Pickwick
Quoten-Kobold


Anmeldungsdatum: 23.07.2005
Beiträge: 4581
Wohnort: Runkel

BeitragVerfasst am: 10.12.2010 04:41    Titel: Re: Kleinsäuger chipen - ein Zukunftsmodell? Antworten mit Zitat

Tja ... bei Rindern ist das chippen von Neugeborenen kein Problem ... bei Meerschweinchen halte ich schon das Chippen ausgewachsener Tiere für sehr grenzwertig.

Mit den einfarbig schwarzen Jungen am gleichen Tag ließe sich umgehen, indem die Damen halt kurz vor der Geburt per Gitter getrennt werden ... sie können sich noch sehen und beriechen, aber nicht mehr die Jungen austauschen - und die wiederum werden kurzerhand mit der Schere nach althergebrachter Art und Weise im Fell markiert und können so gleich nach der Geburt wieder samt Mamas zusammen ... es braucht dann nicht mal auf die letzte Mama gewartet werden, denn die kann nur unbeschnippelte Jungen zur Welt bringen.
Ist bloß doof, künstlerisch verziehrte Babymeerschweinchen ins Forum zu setzen ... macht nen schlechten Eindruck, wenn das Fell da irgendwelche sinnlosen Löcher aufweist.

Alles kein Problem, wenn man da als Züchter skrupellos genug rangeht ...

Sollte es darum gehen, das Ganze bei schwarzen Ratten zu machen, wo die Damen sich befleißigt sehen, ihre Jungen ins selbe Nest zu schleppen, geht das zwar mit der künstlerischen Gestaltung der Haarpracht nicht, aber es gibt ja da noch Filzstifte (wurde übrigens tatsächlich früher von einigen Züchtern so praktiziert Augenrollen)
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schweinsnase77
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Anmeldungsdatum: 18.07.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 11.12.2010 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

Löcher im Fell sind weniger für die Vermittlungstiere als denn für die Ausstellungstiere nen Problem.

Skrupellose Züchter haben das Problem gar nicht. Cool
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Lilith-Louhi
Lästermaul


Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 25.01.2014 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, auch wenn das Thema schon älter ist denk ich das ich noch einiges an Informationen beisteuern kann.


Zitat:
...weil da die Hauptflugmuskulatur sitzt, die beim Fliegen auch äußerst rege arbeitet - und das wiederum führte bei einigen gechipten Vögeln dazu, daß der Transponder Richtung Herz oder andere lebenswichtige Organe das Wandern anfing.


Das Chips innerhalb der Muskulatur wandern können ist richtig aber das der Chip den Brustmuskel verlässt und durch die Faszie zu den Organen rutscht halte ich persönlich für Panikmache.
Diese Angst wird vor allem von Pferdehaltern immer wieder geschürt die da schlicht und einfach etwas verwechseln. Es ist immer wieder von "Gelenkchips" oder "Chips in den Gelenken" die Rede. Irgendein schlauer Mensch hat daraus geschlossen das die bösen Mikrochips da hingewandert sein müssen. Das ist Quatsch, es handelt sich um eine Erkrnakung mit Knochen/Knorpelsplittern im Gelenk und hat miot den transpondern nichts zu tun.
In der Schicht in die sie eingebracht werden (Fettgewebe, Muskeln) können sie durchaus etwas rutschen aber durch andere Schichten in Gelenke oder zu den Organen wandern können sie nicht.

Zitat:
Ein ähnliches Problem hat man übrigens auch bei Kleinsäugern ... schon bei einem Degu ist chippen für den Degu lebensgefährlich. Der hat einfach nicht genügend Fleisch, wo der Chip reinpassen würde.


Nein. das ist schlicht falsch. Dazu muss man wissen wo der Chip bei der jeweligen Tierart gesetzt wird. Bei Kleinsäugern kommt er ins Unterhaut-Fettgewebe im Nacken bzw. zwischen den Schulterblättern. Das ist auch beim Degu problemlos möglich und heute auch nicht schlimmer als eine subcutane Injektion. Für das Chippen von Kleinsäugfern sind seit Kurzem auch Mini-Transponder auf dem Markt die nun wirklich nict größer sind als ein Reiskorn.
Bei Zwergmäusen kann es in der Tat zu knifflig aber ich weis von Zwerghamster und Rennmauszüchtern die ihre Tiere chippen (besonders wenn mit WFNZ gearbeitet wird die man farblich nicht unterscheiden kann.


Zitat:
Das Fleisch, also die Muskelstränge, bieten einen gewissen Schutz, daß sich der Transponder bis zu irgendwelchen Organen oder bis zum Knochen durcharbeiten kann, was fatal wäre.
Idealerweise kommt der Transponder auch nicht direkt in der Unterhaut zu liegen, sondern direkt zwischen dem Unterhautfettgewebe (soweit vorhanden) und den Muskelsträngen. Das Problem ist jedoch hierbei, daß die Muskelstränge durch eine Bindehaut zusammengehalten werden - und genau diese durch den Transponder verletzt wird. Andererseits wächst die Bindehaut wieder neu - und befestigt den Transponder sehr zuverlässig.


Dem hab ich nichts hinzuzufügen, der Sitz ist so perfekt beschrieben.

Zitat:

Es gibt unterschiedliche Kanülen dafür, die scheinbar unterschiedlich dolle wehtun. Selber subcutan Spritzen find ich noch in Ordnung.


Das ist heute kein Thema mehr, die Nadeln sind zwar größer aber auch viel schärfer als normale Kanülen. Sie kommen auch problemlos durch die dicke Meerschweinchenhaut und meiner Erfahrung nach meckern die Schweine beim Spriten mehr als beim Chippen. Wer sich traut selbst zu spritzen kann auch selber chippen, natürlich muss man sich die ersten Male gut zeigen lassen.

Zitat:

Wie kann man Tiere durch Chip auf den Ursprung zurückverfolgen?


Wie du schon schreibst hat der Chip eine Nummer die man auslesen kann. Natürlich sagt die allein nichts aus. das Tier muss registreit werden. Das geht kostenlos bei TASSO, sicher ist die Lobby für Kleinsäuger noch nicht so groß aber sie wächst. Und damit spricht sich auch irgendwann rum das es sein kann das auch Meerschweinchen und Kaninchen gechipt sind. Das kann sinnvoll sein wenn Leute sich der tiere die sie beim Züchter gekauft haben einfach entledigen anstatt das Vorkaufsrecht des Züchters zu beachten. Sieht der Züchter dann eines seiner Tiere im Tierschutz kann er nachweisen das sie ursprünglich von ihm stammen und die Tiere hocken nicht sinnlos im TH.


Zitat:
..., zum anderen würde das gnaze für Züchter nur dann was bringen, wenn man auch Babies und kleine Jungtiere chippen kann.


Zitat:
... bei Meerschweinchen halte ich schon das Chippen ausgewachsener Tiere für sehr grenzwertig.


Ganz kleine Babys muss man in der Tat noch anders markieren aber ab 250g ist es schon gut möglich. Einige Züchter lassen ihre Böckchen bei der Frühkastration (250-300g) gleich mit chippen, da macht das ger keinen Stress.

Bei ausgewachsenen Tieren ist es wirklich kein Problem, die meisten zucken nicht mit der Wimper.


Warum chippe ich und welche Argumente haben andere Meerschweinchenzüchter?

Es ist mittlerweile sehr verbreitet seine Kaninchen, Meerschweinchen und auch andere Kleinsäuger zu chippen.
Eine Rennmauszüchterin chipt die Tiere die das "neue" Rexgen tragen und zeigen um ihre Linien nachvollziehbar von den osteuropäischen Importen (Stichwort Wavy) abzugrenzen. Da hiermit schon wieder viel Schindluder getrieben wird.

Viele Züchter chippen ihre Uniformen Tiere um sie zu unterscheiden und nutzen dann auch die anderen Vorteile der Chips, sie registrieren ihre Abgabetiere und können so immer nachweisen das sie der eigenen Zucht entstammen.

Meine Kaninchen haben auch Transponder aber aus einem ganz anderen Grund. Sie hatten im alten Grundstück Freilauf im Garten und es musste eine Möglichkeit her wie sie Zutritt zur Schutzhütte bekommen ohne das Katzen oder Marder dort auch hineinschlüpfen.
Sie bekamen eine Katzenklappe mit Chiperkennung, die bleib verschlossen und öffnete sich nur wenn das tier mit dem Entsprechenden Chip hineinwollte.
Diese Klappe haben wir nun nicht mehr aber der Chip ist drin. Man kann ihn fühlen und er ist in den Jahren kein Stück gewandert.

Meine Abgabe bekommen einen Chip damit ich einen richtigen tierübereignungsvertrag ausstellen kann. ich habe mich da anwaltlich beraten lassen und das Problem der Schutzverträge für Heimtiere ist das man das Tier nicht eindeutig identfizieren kann. Das geht nun.
Außerdem werden sie auf meine Zucht bei Tasso registriert und finden so im Zweifel den Weg zurück zu mir, denn man kann den Käufern ja auch nur bis vor den Kopf schauen und ich möchte so sicher wie möglich gehen das ich alle Vorkehrungen getroffen habe um meine Tiere so gut wie möglich abzusichern.
Dazu gehört für mich auch das Böcke mich ausschließlich kastriert verlassen und ich bei der Vermittlung von Weibchen eher drei mal hinschaue.
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