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 Betreff des Beitrags: Transportbox - auf die "sanfte" Art
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:47 
Archivbeitrag, erstellt am24.04.2007 - 12:49

Hallo,
man kann durchaus auch mit einer Box vergesellschaften, in manchen Fällen kann es sinnvoll sein. Wobei ich Box etwas anders definiere. Für mich heißt Box - große (!!)Katzentransportbox. Diese ist eingerichtet mit Sandbad, Wasser und Futter kommen etwas später mit hinein.
Hier werden Verhaltensweisen, die die Rangordnung klären, nicht zwangsweise unterbunden, sondern können ausgelebt werden. Im Sandbad können auftretende Streßzustände gleich abgebaut werden, was Aggressionen oder Angstzustände meist im Keim erstickt.
Futter : die Tiere sind nie so lange in der Box, daß es wirklich notwendig wäre. Aber manchmal fressen Tiere aus Verlegenheit, wenn sie in einer Situation nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Also dient auch dies dem Streßabbau und gegen Aggressionen. Futterneid kam dabei bisher noch nie auf.

Aktueller "Fall" :
Vergesellschaftet wurden :
Jakob, 5 Jahre alt, bisher allein lebend bzw mit artfremden Tieren zusammen
Tabsl und Willie, Tabsl 3 Jahre alt, herzkrank und neurologischer Schaden durch Sturz aus großer Höhe (äußert sich durch Kopfwackeln, insgesamt etwas langsam und unkoordiniert in den Bewegungen)
Willie, 13 Jahre alt, lebte fast 10 Jahre allein, vor 1 1/4 Jahren endlich in Tabsl seinen richtigen Partner gefunden.
Alle drei sind sehr ruhige Vertreter ihrer Art.

Sie lebten seit 1 Woche im gleichen Raum, mit ca 1 m Abstand. Gestern war dann "der große Tag".
Zuerst allgemeines Vorstellen (Nase an Nase schnuppern lassen). Als erstes Willie als Ranghöheren mit Jakob, dann Tabsl mit Jakob. Der erste direkte Kontakt verlief völlig entspannt. Also in die Box. Kurzes Umschauen und Untersuchen - dann Kuscheln. Alle 3 ! Es wurde nicht einmal gezickt, gebissen etc. Auch das Sandbad blieb unbenutzt. Nach einer 3/4 Std kamen sie in einen für Alle unbekannten kleinen Käfig (danke Bianca !). Auch hier wieder großes Untersuchen, dann entspanntes gemeinsames Abendessen (Frühstück ).
Danach fing Willie an, Jakob besteigen zu wollen. Allerdings war deutlich erkennbar, daß Willie nicht wegen der Rangordnung besteigen wollte - er wollte schlicht und ergreifend einfach nur "poppen" Manchmal ließ Jakob ihn kurz gewähren, manchmal zickte er kurz und Willie ließ dann sofort (enttäuscht) ab. Aber ich bekam natürlich erstmal Panik, ob Jakob denn wirklich ein Böckchen ist ! Reinen Sexualtrieb habe ich bei einer gleichgeschlechtlichen VG auch noch nicht erlebt... Der Kontrollblick gab mir aber recht - Jakob bleibt weiter ein Böckchen

Heute morgen saßen Jakob und Willie ganz eng aneinadergekuschelt auf einem Brett. Da war es wieder - das glückliche Lächeln eines Chins! Tabsl saß allein im Haus. Aber das war kein Grund zur Beunruhigung, manchmal will er einfach seine Ruhe haben... Mittlerweile kuscheln alle 3 im Haus

Auch bei dieser Vergesellschaftung lief es völlig streßfrei für alle Beteiligten. Die Tiere waren zwar über einen kurzen Zeitraum in einer Box, aber die war so geräumig, daß Platzangst / Angstzustände nicht aufkommen konnten. Und wenn sie gewollt hätten, hätten sie sich auch aus dem Weg gehen können. Sie wurden nicht auf Teufel komm raus aneinandergequetscht (und wir fuhren auch nicht mit dem Auto zum Einkaufen etc :-D )

Liebe Grüße
Ulli


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:48 
Hallo Ulli,

das hört sich doch sehr gut an.
Ich finde es einen großen Unterschied, welche TB man benutzt!
Wichtig ist, dass es nicht in Streß ausartet, weder für Mensch noch für Tier!

Und wenn das in deinem Fall so unkompliziert abgelaufen ist, ist das , und zeigt, dass es nicht die Minibox Methode sein muss. Und das es mehrere Wege zum Ziel gibt!

Ich drücke dir die Daumen, dass alles so weiterläuft wie bisher!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:49 
Hi,
da bin ich mal ein paar Stunden nicht da und komm schon mit dem Lesen nicht mehr nach

Mein Bericht über die 3er VG war ja auch eine Mischung aus Box uns auslauf. Wobei ich unter Box ebenso wie Ulli einen "kleinen" Käfig verstehe. Damit habe auch ich gute Erfahrungen gemacht.

Wichtig ist einfach, dass man seine Tiere kennt, einschätzen kann und nichts erzwingen will.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:49 
Dazu ist aber notwendig:
- Geduld
- Zeit
- Beobachtungsgabe
- die richtigen Schlüsse aus dem beobachteten Verhalten VOR der Vergesellschaftung ziehen ...

Ist ja anstrengend, was ihr hier an Vergesellschaftungen vorstellt!

... und womöglich sitzt ihr auch noch Nachts bei den Chinnies - wer hat denn bitteschön die Zeit?

sry, mein Sarkasmus ...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:50 
Hallo Murx,

also ich sitze nicht nachts bei meinen Chins, aber ich schlafe neben ihnen. Sie stehen im Wohnzimmer, meine schlafzimmertür ist direkt neben den Käfigen, und sie ist immer offen. allein schon wegen Lilly, die macht die tür sowieso auf

So höre ich zumindest,was in den Käfigen so abgeht. Und bei aussergewöhnlichen Geräuschen steh ich dann auch auf. Manchmal seh ich dann zum Frühdienst aus wie der Tod auf Hausschuhen, aber was solls...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:51 
Hallo,
...und ich kann gleich noch eine ähnliche Erfolgsgeschichte nachschicken

Heute Nachmittag beschlossen Conny und ich spontan, daß wir jetzt meinen Felix mit ihrem Angus vergesellschaften.
Die Hauptpersonen :
Felix, 2 Jahre alt, sehr dominant, war bisher nicht mit Böckchen zu Vergesellschaften. Allerdings war das mein Fehler, da ich zu dieser Zeit noch auf "herkömmlichem Wege" mein zweifelhaftes Glück versuchte (mit sehr mäßigem Erfolg)
Angus, Alter unbekannt, war in seiner Gruppe (3-er) der Außenseiter, saß immer abseits, war dementsprechend unglücklich

Also warf ich mich mit 2 Katzenboxen bewaffnet ins Auto. In der kleinen Katzen(!!)transportbox war Felix für den Weg zu Conny untergebracht, die große (!!!) Box diente als neutrales Gebiet für die Vergesellschaftung.
Wir hatten zwar Beide mit positivem Ausgang gerechnet, gingen aber auch von anfänglichen leichten Streitigkeiten aus.
Die Vorstellung verlief völlig entspannt. In der Box hat Felix Angus mehrmals bestiegen. Angus interessierte das herzlich wenig. Beide verhielten sich von Anfang an, als wenn sie schon immer zusammenleben würden. Es gab kein Zicken, kein Beißen, kein Streiten - nur völlig normaler Umgang zweier Kumpane. Nichtmal die Tatsache, daß sie in einer Box sitzen, sorgte für Streßanzeichen.
Im Käfig das Gleiche - wie eine lange bestehende, harmonische Verpaarung. Und Beide suchen immer wieder den Körperkontakt zum Anderen...

Liebe Grüße
Ulli


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.2007, 21:51 
Hallo,

ja das kann ich bestätigen. Aber was für mich das wichtigste ist, bis heute verstehen sich die beiden sehr gut. Ich mußte nur die erste Nacht in ihrer Nähe schlafen, dann wars gut. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich eine sehr aufmerksame Setter-Hündin habe, die mich weckt, wenn was ungewöhnliches im Haus ist.

Felix und Angus sind immer noch ein Herz und eine Seele. Angus ist der ruhigere. Er verzieht sich schon mal ins Häuschen wenn Felix der Rappel packt. Ein Phänomen, dass ich noch nie gesehen oder gehört habe, kann ich bei den beiden beobachten. Kuscheln tun sie nur, wenn sie sich nicht beobachtet fühlen.

Und da Angus der Liebling meines Mannes ist, ist Felix natürlich der 2. Liebling geworden. Selbstverständlich plant er schon einen größeren Käfig für die beiden.

Gruß Conny


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