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 Betreff des Beitrags: Futter aufbewahren
BeitragVerfasst: 01.09.2013, 06:25 
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Huhu,

Huhu,

das Thema aufbewahren, lagern von Futter kommt immer wieder als Thema, da es wichtig ist, aber auch, weil Schädlingsbefall bei Futter keine Seltenheit ist.

In unserer Wiki gibt es seit langer Zeit einen kurzen und übersichtlichen Beitrag dazu, der auf einige wichtige Möglichkeiten der Lagerung eingeht:
http://www.degupedia.de/wiki/index.php/Futterlagerung

Zudem gab es im Deguforum einen weiteren interessanten Beitrag zu diesem Thema, der einige weitere Anregungen bietet, was man so alles verwenden kann:
http://degus-online.de/phpbb/viewtopic.php?f=5&t=36881
Für diesen Thread habe ich letztlich selbst noch eine ausführlichere Beschreibung verfasst, die ich hier zu grossen Teilen nachfolgend auch noch anfügen möchte (es kann aber sein, dass ich sie später noch anpassen, ergänzen und erweitern werde).

Tupperdosen
Ich hatte ein paar rechteckige Dinger, gut stapelbar und ich schätze etwa 2,5 l Fassungsvolumen, was bei einem kleinen Deguhaushalt (bei mir waren es so ca. 3-8 Degus) gut geeignet sind für die Sämereien und Co. zu versorgen. Ich hatte darin auch lange Zeit JR Farm Futter drin, Cobs und diverse andere Futtermittel/Trofu, die ich so verfütterte, bevor ich umstieg auf Wiese und Frische Wildkräuter und -pflanzen und mir meine Kräuter dann selber trocknete. Ich glaube die Boxen gab es damals auch noch grösser.
Zuvor und etwa seit 1999 kamen bei mir diverse kleinere Tupperwareboxen zum Einsatz, da mir von Anfang an das Problem mit den Futtermotten bekannt war, die sich gerade bei Getreideprodukten zur regelrechten Plage entwickeln können (meine Mutter kämpfte ein paar Male mit diesen Dingern, sowas prägt ;) ).

Apropos noch ein Tipp: man kann es nicht lesen, aber auf dem Foto sieht man ein Zettel, auf dem etwas steht, da habe ich Tara Gewicht (sprich Leergewicht) einmal von Dose allein und einmal von Dose und Deckel notiert für den Fall, dass ich eine Dose mal mit Futter wiegen will und wissen muss, wie schwer die Samen sind, die noch in der Dose sind.

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Säcke
Das unproblematische und voluminöse Zeug lagerte ich stets luftig und damit meine ich in erster Linie die selbst getrockneten, groben Blätter, Kräuter und Blüten. Probleme mit Ungeziefer hatte ich nie, obwohl diese Variante sicher so um die 6-8 Jahre im Einsatz war, eventuell gar noch länger. Gewisse Kräuter und Blätter habe ich so auch mehrere Jahre lang gelagert, man muss aber bedenken, die Qualität der Kräuter nimmt mit der Zeit ab, befallen wurde aber eben wie schon gesagt nie was, mit Ausnahme der selbst gesammelten Wiesenflockenblüten. Da habe ich mir mehrfach Motten geholt, die offenbar in den Blüten ihre Eier ablegten und mir dann jeweils nach einiger Zeit die Blüten zerfrassen. Das Zeug kam daher dann jeweils für eine Weile in die Tiefkühltruhe um noch zu retten, was man retten kann. Ein Verzicht auf diese Blüten brachte jedoch auch da Abhilfe, sodass ich hier nie Alternativen in Erwägung zog, abgesehen vor ein paar Jahren, als ich anfing mit stapelbaren Kartonboxen, da ich Kräuter anfing zeitweise im grossen Umfang zu trocknen und die irgendwie zwischenlagern musste.

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Karton
Ich habe es schon erwähnt, das kam bei mir auch zum Einsatz und zwar diese Dinger von Ikea, in die man gut A4-Papier reintun kann, sie ähneln ein bisschen von der Grösse her einer 500 Blatt Kopierpapier-Verpackung, wie man sie vielleicht teilweise aus dem Büroalltag kennt, bzw. wie man sie bei den grossen Druck- und Kopierstationen in grösseren Firmen, an den Unis, Schulen usw. verwendet. Der Vorteil dieser Grösse ist, dass sie recht robust sind und sich nicht so schnell verbiegen, wie man das bei Umzugskartons kennt. Letztere hab ich übrigens auch gebraucht für gröbere Ware. Feine Kräuter und die Blüten kamen zudem dann noch in eine dünne Plastiktüte, man kann so auch mehrere Feinmischungen drin haben, wenn man jede Mischung in seine eigene Tüte tut. Sehr wichtig bei dieser Variante ist ein trockener Standort, weil die Kisten vertragen absolut kein Wasser. Das macht sie nur bedingt nutzbar, sie sind aber z.B. auf einem trockenen und im Sommer warmen Dachboden sehr sinnvoll, gerade wenn man dort auch selbst trocknen will.

Futtereimer
Diese Variante kommt eigentlich den bereits erwähnten Tapeziereimer sehr nahe. Auch im Aquaristikbereich kommen glaubs solche Eimer zum Einsatz, die glaubs aber etwas eine festere Wand haben und aussen meist mit Werbung bedruckt sind... es gibt da recht unterschiedliche Bezugsquellen. Ich hatte meine jedoch vom Chinchillasand, das waren so 4 oder 5 kg Eimer, von denen ich stets etwa 1-2 im Einsatz hatte (bei wie schon erwähnt ca. 3-8 Degus). Die waren bei mir nötig, da ich mit grossen Sämereienvorräte arbeitete, die bei mir oft über ein Jahr lang bevorratet werden musste (Volumen natürlich stetig abnehmend und mit neuen Samenvorräten von Zeit zu Zeit aufgestockt). Gewisse Samen bekam ich nur als 4 oder 5 kg Säcke (Wild- und Unkrautsamen), einige in grossen 1 oder 2 kg Säcken, was beim Konsum meiner Degus oft ebenso recht weit reichte. Auch die gehörten eigentlich schon ziemlich seit dem Anfang der Futterumstellung meiner Degus dazu.

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Glasdosen, Joghurtkübel
Wie ich schon unter dem Stichwort Tupperdosen erwähnte, ist bei mir das Dosenkonzept seit dem Anfang in Verwendung. Da ich lange nur zwei Degus hatte (über 4 Jahre lang genau gesagt), reichte während dieser Zeit ein bescheidenes Arsenal an Dosen und Behälter, die mehrheitlich uneinheitlich waren von Form und auch sonst wild gemischt waren: Einmachgläser mit Schraubdeckel, runde Joghurtkübel (1 Liter, aus Deutschland), eckige Joghurtkübel (aus Dänemark, auch 1 l). Dazu noch ein paar uneinheitliche Tupperdosen, die rund, länglich usw. also diverse Formen hatten. Im Bild unten sind diese Varianten zu sehen. Auch diese Varianten haben sich gut bewährt. Ab einer grössern Deguzahl, will heissen so ab 4-5 Degus und mehr, reichte das bei mir dann nicht mehr aus, auch ist es mühsam, wenn das Zeug nicht einheitlich, platzssparend (rechteckige Form) und stapelbar ist. Daher kamen so ab 2005 schätze ich, hauptsächlich diese rechteckigen Tupperdosen zum Einsatz, ein paar der anderen Behälter, insbesondere die Joghurtkübel, nutzte ich weiterhin noch, aber eher zu Reservezwecken und zeitweise wenn ich viel Futter hatte.

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offene Lagerung
Die kam bei mir auch ein paar Male zum Einsatz. Es dürfte aber auf der Hand liegen, dass man sowas eher dann macht, wenn man gedenkt, dass das Futter bald verfüttert wird. Natürlich sind hier zum Beispiel Futtermittel, die nicht sehr anfällig sind für Schädlinge auch eher geeignet und lassen sich auch mal länger so lagern. Bei mir kamen zum Beispiel Cobs da rein, die ja hauptsächlich aus Wiese bestehn... sind also ähnlich wie Heu. Auch Sämereien hatte ich schon so, aber ich würde die jetzt auch nicht unbedingt mehr als sagen wir 2-3 Wochen so lagern wollen und vor allem auch nicht dauerhaft und immer wieder neu so Samen lagern, weil das könnte mit der Zeit auch Schädlinge anlocken, die sich in der Nähe einnisten könnten und so eine konstante Futterquelle hätten. Der Befall selbst ist bei so kurzen Verweildauern erfahrungsgemäss eher weniger das Problem. Diese Variante ist also nur sehr bedingt empfehlenswert und sicher nicht dauerhaft eine Lösung.

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Originalverpackung
Ähnlich sieht es mit dieser Variante aus. Wie schon bei der Offenlagerung erwähnt, kann man Futter eine Weile ungeschützt lagern und das unabhängig von dessen Art. Jedoch bieten auch die Originalverpackungen, die meist aus dünner Kunststofffolie bestehen, kaum Schutz. Schädlinge beissen sich im Nu durch die Folie und können das Futter befallen, wobei nicht alle Futtermittel gleich gefährdet sind. Besonders gefährdet sind Mehlsaaten (Getreide und Pseudogetreide, ggf. auch Erbsen/Linsen/Leguminosen), Trockengemüse und je nach dem auch gewisse Blüten (wobei bei mir waren es nur die Wiesenflockenblumen, die mir je Probleme bereiteten) und natürlich auch diverse Fertigfutter, die Pellets, Extrudate und andere Bäckereierzeugnisse enthalten, können ein Problem werden, da viele von ihnen eben auch aus Getreide/Mehl bestehen... JR Farm ist hier so ein Spezialist für solche Produkte, aber auch die anderen grossen Hersteller (Vita, Versele Laga, beaphar und wie sie alle heissen) mischen solche Produkte gerne bei, die teilweise auch nicht sehr deutlich deklariert werden. Hier heisst es dann Augen auf beim Futterkauf und sehr genau das Kleingedruckte, die Zutaten des Futters durchlesen und wenn Möglich sich das Futter auch anschauen, ob da was Verdächtiges drin ist. Am unproblematischsten sind nach meinen Erfahrungen Kräuter, getrocknete Blätter etc. das kann man problemlos eigentlich in einer luftigen Originalverpackung belassen, in Kunststofftüten würde ich es jedoch nicht belassen, wenn es länger so gelagert werden sollte. Auf dem Foto unten sieht man übrigens JR Farm Grosspackungen (war glaubs das Spezial oder Premium... also noch Zeiten, als das Fertigfutterzeug en vogue war) und etwas im Hintergrund meine Vogelsaatengrosspackung, ich vermute es dürfte sich dabei um eine Wildsaamenpackung 5 kg handeln, die zu grossen Teilen da aber schon in den oben vorgestellten Chinchillasand-Eimer verpackt wurde.

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Schlussbemerkung
Von all dieser vorgestellten Varianten kamen bei mir hauptsächlich die grossen, rechteckigen Tupperdosen, Futtereimer (beides hauptsächlich für die Saaten) und Stoffsäcke für die Kräuter sowie teils Kunststoffsäcke (von Einstreu, Heu oder so) für gröbere Kräuter und Blätter (Strauchblätter, Himbeerblätter und ähnliches). Kartonkisten und Umzugskisten waren vor allem beim selbst trocknen der Kräuter und Blätter von Bedeutung und kamen nur auf dem trockenen Dachboden zum Einsatz.

Diskussion und Anregungen
Für Kommentare, Anregungen, Fragen usw. habe ich eine Umfrage zum Thema Futter lagern erstellt, die gerne genutzt werden darf:
Wie lagert ihr euer Futter?

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